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Streitfall Bolzplatz – Bäume sollen bleiben

Borkwalde Streitfall Bolzplatz – Bäume sollen bleiben

Ein bizarrer Streit um die Standfestigkeit von Kiefernbäumen am Spielplatz ist in Borkwalde entbrannt. Während die Gemeinde die Bäume erhalten möchte, plädiert die Amtsverwaltung Bück aus Sicherheitsgründen für eine Fällung. Allerdings kann der Zustand der Bäume angesichts ihres speziellen Standortes offenbar gar nicht verlässlich untersucht werden.

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Wie sicher die Kiefern am Borkwalder Spielplatz stehen, ist umstritten.

Quelle: Andreas Trunschke

Borkwalde. Um die Standfestigkeit von Kiefernbäumen am Bolz- und Spielplatz in Borkwalde spitzt sich ein Streit zu. Sollen sie gefällt werden? Oder ist das gar nicht nötig? Der Zwist zwischen der Gemeinde und der Amtsverwaltung Brück könnte nun zu einem Geduldspiel werden. Oder auch zur einer Auseinandersetzung ohne Sieger.

Denn der Brücker Amtsdirektor, Marko Köhler, hat den Beschluss der Gemeindevertretung Borkwalde beanstandet, wonach die in einem nachträglich aufgeschütteten Lärmschutzwall des Platzes wachsenden Kiefern nicht gefällt werden sollen. Die Verwaltung hält eine Fällung indes für unbedingt notwendig.

Sie teilte den Borkwalder Abgeordneten in deren jüngster Sitzung mit, dass der Beschluss, die Kiefern zu erhalten, rechtswidrig sei. Ob die Bäume tatsächlich drohen umzufallen, ist allerdings unklar.

„Da der Wurzel- und teilweise der Stammbereich durch den Lärmschutzwall nicht einsehbar sind, kann keine Aussage zur Standsicherheit getroffen werden und somit keine abschließende Beurteilung zur Verkehrssicherheit erfolgen. Daher sind die Kiefern als nicht verkehrssicher einzustufen“, heißt es in der Mitteilung.

Dagegen erhob sich auch nach der Beanstandung des Beschlusses nun zum wiederholten Mal Protest. „Die Bäume stehen doch im Kronenverbund und können nicht fallen“, sagte Ute-Ilse Thilo (für die Linke). Norbert Wurche (Notgemeinschaft) ist ratlos: „Weshalb ist die Vorlage in der Gemeindevertretung, wenn wir überhaupt keine Wahl zu haben scheinen“, fragte sich der Abgeordnete. „Denn wenn wir dagegen entscheiden, wird das gleich wieder beanstandet“, sagte Wurche. Bis auf Bürgermeisterin Renate Krüger (Die Linke) teilten die Abgeordneten seine Meinung.

Die Ortschefin folgte der Verwaltung und sah durchaus eine Gefahr für die auf dem Bolzplatz spielenden Kinder. „Wir haben die Pflicht zur Verkehrssicherung“, betonte die Bürgermeisterin. In einer namentlichen Abstimmung sprachen sich die Abgeordneten trotzdem wieder gegen eine Fällung aus. Einzig Renate Krüger stimmte dafür.

Der stellvertretende Amtsdirektor, Lars Nissen, kündigte deshalb auch an, dass der Beschluss wieder beanstandet wird und danach die Kommunalaufsicht des Landkreises eingeschaltet werde.

Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass im Schadensfall die Abgeordneten regresspflichtig gemacht werden könnten.

Von Andreas Koska

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