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Potsdam-Mittelmark Strickdamen suchen eine neue Bleibe
Lokales Potsdam-Mittelmark Strickdamen suchen eine neue Bleibe
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20:41 07.11.2017
Die Geltowerinnen sind froh, dass sie ihre Treffen derzeit beim Bäcker abhalten dürfen. Quelle: Luise Fröhlich
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Geltow

Wenn sich die Geltower Strickdamen alle zwei Wochen zusammensetzen, gibt es viel zu erzählen und zu lachen. Momentan haben die Frauen aber eine Sorge. „Unser großes Problem ist die fehlende Bleibe“, sagt Theresia Vollrath. Die 76-Jährige leitet den Zirkel von der Volkssolidarität. Seit das Café Caro geschlossen hat, suchen die sieben Damen langfristig einen Raum, in dem sie ihre Treffen abhalten und stricken können. Der ehemalige Betreiber Ingo Dubiel hat die Geltowerinnen mehr als vier Jahre beherbergt. Vorübergehend treffen sie sich nun beim Lila-Bäcker gegenüber. Doch auf lange Sicht brauchen sie mehr Platz, um noch andere Freunde des Strickens, Häkelns und Stickens aufnehmen zu können. „Wir würden uns freuen, wenn der Kreis noch etwas größer wird“, so Theresia Vollrath. Jeder, der Lust habe, könne sich beteiligen. Eine Mitgliedschaft in der Volkssolidarität sei keine Pflicht.

Nach dem Aufruf im Heimatblatt „Havelbote“ seien zwar ein paar Angebote gekommen, aber das passende war noch nicht dabei. Eine Familie habe zum Beispiel angeboten, dass sich die Damen bei ihr im Wohnzimmer treffen könnten. Auch der Heimatverein würde seine kleine Stube zur Verfügung stellen. Das Problem: Die meisten können aus gesundheitlichen Gründen nicht weit laufen und vor allem keine Treppen steigen. In den kommenden Wochen wollen die Geltowerinnen weiter darüber beraten und hoffen auch auf die Hilfe der Volkssolidarität. „Denen fehlt aber auch ein fester Raum“, berichtet Theresia Vollrath. Die Mitgliederzahl ist von 250 auf 150 geschrumpft.

Zu den Aufträgen gehörte eine Plazenta mit Nabelschnur

Davon lassen sich die Frauen aber nicht entmutigen und stricken fleißig weiter. Im Babybegrüßungspaket der Gemeinde liegen von ihnen handgemachte Söckchen, die Puppen aus dem Kindergarten bekommen dank ihrer Handarbeit regelmäßig neue Kleider und beim Weihnachtsmarkt in Geltow verkaufen sie jedes Jahr Schals, Handschuhe, Mützen und Socken. Was übrig bleibt, geht ans Familienzentrum. „Von den wenigen Einnahmen kaufen wir neue Wolle“, sagt Theresia Vollrath. Oder die Damen spenden das Geld für Projekte der Geltower Kita. Auch in diesem Jahr soll der Erlös vom Weihnachtsmarkt an die Einrichtung gehen.

Mützen, Pullover, Handschuhe, Socken: Die Strickdamen können alles. Quelle: Luise Fröhlich

Für eine Caputher Hebamme hat Marianne Sawall, die wie alle anderen auch seit der Gründung im April 2013 dabei ist, einmal eine Plazenta mit Nabelschnur gestrickt. „Das war schon sehr kurios. Wir mussten erstmal nachschlagen, wie so eine Nachgeburt aussieht“, erinnert sich Theresia Vollrath. Genutzt wurde die Strick-Plazenta später im Sachkundeunterricht an der Schule.

Mit einem Strickschal im Fernsehen

Gegründet hat sich die Strickgruppe im Jahr 2013 nach dem Aufruf des Landkreises zum „Stricken für die Lütten“. Bereits im Mai konnten sie mit 50 Stricksöckchen ihre erste große Spende an die Bürgermeisterin übergeben.

2015 haben sie sich an der Aktion „Schal der gelebten Vielfalt“ von der Volkssolidarität beteiligt und kamen damit sogar ins Fernsehen.

Für die Frauen steht bei den Treffen nicht allein das Stricken im Vordergrund, sondern auch die Geselligkeit. Wenn sie zusammensitzen, tauschen sie sich aus über die letzte Ausbeute beim Flohmarkt oder über Neuigkeiten aus dem Dorf.

Von Luise Fröhlich

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