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Stroh samt Traktor verbrannt

Schwarzer Rauch über Schlalach Stroh samt Traktor verbrannt

Ein Funke genügt – eigentlich eine Binsenweisheit. Wie schnell der Schreckensgedanke aber Wirklichkeit werden kann, zeigt sich dieser Tage vermehrt bei Bränden im Agrarbereich im Hohen Fläming. So brannte erst am Dienstag wieder ein Trecker. Die Einsatzkräfte verhinderten durch schnelles Eingreifen Schlimmeres.

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Nur mit dem Schaumlöscher wurden die Einsatzkräfte am Dienstag Herr der Lage in Schlalach.

Quelle: Foto: Uwe Klemens

Schlalach. Bilder wie aus einem Katastrophenfilm boten sich am Dienstagabend den Feuerwehrmännern aus Niemegk, Dahnsdorf, Schlach und Brück auf einer Ackerfläche der Schlalacher Agrargenossenschaft. 30 Rundballen Stroh standen samt Plattenwagen und vorgespanntem Traktor in Flammen und konnten nicht mehr gerettet werden. Nur mittels mehrerer Schaumlöscher gelang es, den Brand unter Kontrolle und ein Übergreifen des Feuers auf die umliegenden Ackerflächen zu verhindern.

„Als ich den Brand bemerkte, habe ich noch versucht, den Hänger abzukoppeln“, schildert der 73jährige Traktorist das Geschehen. Dazu war es jedoch zu spät. Herabstürzendes, brennendes Stroh verhinderte den Versuch der Schadensbegrenzung. Nur sich selbst vermochte der Traktorist noch zu retten.

Schaden von 20.000 Euro

Auf knapp 20.000 Euro schätzt Berthold Stranz den Gesamtschaden. „Der 10.000 Euro teure Plattenwagen war unser Prachtstück“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer des betroffenen Agrarbetriebs. Auf etwa 8.000 Euro schätzt er den Wert des Traktors. 600 Euro habe der Wert des Strohs betragen.

Funkenflug aus dem Auspuff des 20 Jahre alten Trekkers vermutet Berthold Stranz als Ursache. „Man hätte einen Funkenschutz anbringen können, aber so oft brauchen wir den alten Traktor nicht. Nun sind wir die Leidtragenden.“ Den letzten größeren Brand gab es in seinem Betrieb vor 15 Jahren, als ebenfalls Stroh in einer Lagerhalle brannte.

Sicheren Schutz gibt es nicht

Was für die Schlalacher eine Ausnahme ist, ist für die Feuerwehrleute in der Region inzwischen ein Dauerthema. Dreimal rückten sie alleine in der vergangenen Woche allein im Hohen Fläming zu Stroh- und Waldbränden aus. „In den Nachbarbereichen sieht’s ähnlich aus“, bestätigt die Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes, Silvia Wernitz, den Eindruck, dass immer häufiger Brände im Agrarbereich auftreten. „Viel tun kann man im Vorfeld dabei nichts“, sagt Wernitz. „Ob die Informationen, die der Landkreis als Handreichung über uns an die Landwirte verteilt, ausreichend ernst genommen werden, weiß ich nicht. An Brandschneisen und an ein Wasserfass am Feldrand sollte eigentlich jeder denken. Aber manch einer denkt eben immer noch, dass er selbst mit einem blauen Auge davon kommt.“

Wir wirkungsvoll ein kleiner Wasservorrat am Feldrand und ein mitgeführter Handfeuerlöscher sein können, schildert Treuenbrietzens Stadtwehrführer Jens Heinze. „Die ersten Kameraden waren in Schlalach zehn Minuten nach der Alarmierung vor Ort, die Treuenbrietzener Kameraden weitere fünf Minuten später. Als wir eintrafen, war der Brand bereits in voller Ausdehnung. Mit einem Kleinlöscher hätte das vielleicht nicht so kommen müssen.“

Von Uwe Klemens

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