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Studenten erobern Treuenbrietzen

Kooperation mit Medizinischer Hochschule Brandenburg Studenten erobern Treuenbrietzen

Angehende Ärzte und Psychologen können einen Teil ihrer Ausbildung ab sofort auch am Johanniter-Krankenhaus in Treuenbrietzen absolvieren. Dazu hat die Fachklinik einen Kooperationsvertrag mit der neuen Medizinischen Hochschule Brandenburg „Theodor Fontane“ (MHB) abgeschlossen.

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Den Operateuren im Treuenbrietzener Krankenhaus werden bald auch Studenten über die Schulter schauen. Die Klinik kooperiert mit der medizinischen Hochschule.

Quelle: MAZ

Treuenbrietzen. Als erste medizinische Hochschule des Landes überhaupt, nahm die MHB im April den Studienbetrieb in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) und Brandenburg an der Havel auf. 48 Medizinstudenten und 24 Studenten der Psychologie werden seither dort ausgebildet.

Das Konzept der Hochschule basiert auf vielfältigen Kooperationen mit Brandenburger Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Praxen und Interessenvertretungen der Ärzte. Derzeit gibt es 39 Kooperationspartner. Die Treuenbrietzener sind das 14. Lehrkrankenhaus. Alle Partner beteiligen sich an der Finanzierung der Studienkosten und wirken an der Lehre mit. Beispielsweise stellen sie wissenschaftliches Lehrpersonal, das Vorlesungen und Forschungsprojekte begleitet. Außerdem absolvieren die Studierenden in den Partnereinrichtungen Praktika, Famulaturen und praktische Jahre.

Aus Treuenbrietzen übernehmen einige Chefärzte Lehraufgaben. Die Johanniter lassen sich die Kooperation für den Zeitraum von fünf Jahren je Student rund 80.000 Euro kosten, wie Kliniksprecher Jörg-Peter Bensch auf Nachfrage der MAZ sagte. Pro Jahr werde so jeweils ein Student unterstützt. Die praktische Ausbildung im Fläming könne ab sofort in allen Fachrichtungen der Kliniken erfolgen. Der erste Student werde jedoch wahrscheinlich ab dem Sommersemester 2016 in Treuenbrietzen erwartet, so Bensch.

Bindung an die Region

Ziel der Hochschulgründer und ihrer Kooperationspartner ist es, künftige Ärzte und Psychologen an Brandenburger Kliniken und Praxen zu binden.
Das Johanniter-Krankenhaus im Fläming verfügt über drei Kompetenzzentren.
In Treuenbrietzen gibt es eine Fachklinik für internistische Rheumatologie, Orthopädie und Rheumachirurgie, eine Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik sowie eine Fachklinik für allgemeine Pneumologie (mit Abteilungen für Onkologie und Allergologie) und Thoraxchirurgie.

Die Kooperation erfolgt nicht uneigennützig. „Wir wollen gemeinsam mit den Partnern mit einer eigenen Ausbildung dem Ärztemangel in Brandenburg begegnen“, erklärte Brigitte Scharmach. „Als Fachkrankenhaus, das auch ein Rheumazentrum des Landes Brandenburg ist, erhoffen wir uns durch die Kooperation, dass der ärztliche Nachwuchs noch stärker auf uns aufmerksam wird“, so die Geschäftsführerin der Treuenbrietzener Johanniter-Kliniken im Fläming.

Zwar sei es bislang in Konkurrenz zu nahen Ballungsgebieten wie Berlin oder Potsdam immer gelungen, freie Stellen mit Ärzten zu besetzen. „Nun geht es aber um mittel- bis langfristige Nachwuchssicherung“, so Scharmach. Die Kooperation führe frühestens in fünf Jahren dazu, dass sich ein Absolvent der noch jungen MHB um eine Facharzt-Weiterbildung in Treuenbrietzen bewerben könne. „Die Beteiligung an Forschung und Lehre wird insgesamt auch die Versorgungsqualität für die Patienten anheben“, sagte Martin Spielhagen, der Ärztliche Leiter der Johanniter-Kliniken im Fläming.

Von Thomas Wachs

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