Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Süßes aus der Schokostube

Ingrid Schäfer fertigt Präsente aus Schokolade Süßes aus der Schokostube

Ingrid Schäfer fertigt in ihrer Schokostube auf der Burg Eisenhardt besondere Geschenke aus Schokolade an. Kleine, feine Arbeiten mit handwerklichen Herausforderungen sind der 64-Jährigen dabei lieber als Massenware. Die Zukunft ihrer Chocolaterie ist jedoch nicht gesichert.

Voriger Artikel
Schwierige Löscharbeiten in Bad Belzig
Nächster Artikel
Vorfreude in Westbrandenburg

Tafeln, Pralinen und künstlerische Figuren gehören zu Ingrid Schäfers Schoko-Repertoire.

Quelle: Saskia Popp

Bad Belzig. Angefangen hat alles – ganz im Sinne Weihnachtens – mit einem Geschenk. „Ich habe selbst gemachte Schokolade verschenkt“, erinnert sich Ingrid Schäfer, „das hat mir einfach Spaß gemacht und der Beschenkte hat sich sehr gefreut.“ Seitdem sind die süßen Sünden aus Vollmilch- oder Bitterschokolade aus dem Leben der 64-Jährigen nicht mehr wegzudenken.

Die gelernte Gastronomin ließ sich im mecklenburgischen Boizenburg zum Chocolatier ausbilden. Zunächst arbeitete sie in der Schokoladenmanufaktur des Potsdamer Kronguts, schließlich folgte vor einigen Jahren der Schritt in die Selbstständigkeit. „Anfangs habe ich schon gezweifelt, ob das alles so klappt“, sagt Ingrid Schäfer heute. Doch ihre Schokostube auf der Burg Eisenhardt läuft gut.

Angeschlagene Gesundheit sorgt für unsichere Zukunft

„Zu Beginn hatte ich hier nur eine kleine Ecke eingerichtet“, erinnert sich Schäfer und blickt sich in ihrem kleinen Reich um. „Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie der Laden voll war.“ Mittlerweile hat sich die Schokostube erweitert, gerade erst hat Ingrid Schäfer im Burgwarthäuschen einen Lagerraum als zusätzliche Gaststube eingerichtet. Dennoch ist die Zukunft der Chocolaterie auf der Burg nicht gesichert. „Meine Gesundheit ist angeschlagen“, sagt Schäfer, „ich weiß nicht, wie lange ich das hier noch machen kann.“ Aufgeben möchte sie ihr Geschäft allerdings auch nicht. „Ich habe so viel hier reingesteckt“, erklärt Ingrid Schäfer. „Das kann ich doch nicht einfach alles hinter mir lassen.“

Süße Verlockungen aus der Chocolaterie von Ingrid Schäfer

Süße Verlockungen aus der Chocolaterie von Ingrid Schäfer.

Quelle: Saskia Popp

Neben dem Cafébetrieb bestimmt die Schokolade Ingrid Schäfers Alltag. Tafeln, Pralinen und künstlerische Figuren stellt Schäfer auf Bestellung her. Der Renner im Weihnachtsgeschäft sind dabei Geschenke mir einer ganz persönlichen Note. Ingrid Schäfer gefällt das. „Ich mag diese kleinen, feinen Arbeiten sehr gern. Das mache ich lieber als Massenware“, verrät die Chocolatiere. „Handwerkliche Herausforderungen, bei denen ich erst mal ein Konzept erarbeiten muss, sind mir am liebsten.“ Zu den Kunden der 64-Jährigen gehören neben vielen Privatpersonen auch die Rehaklinik, die Therme und die Touristeninformation des Ortes. „Ich will nicht zu viel verraten, aber da können sich einige Partner und Mitarbeiter über süße Kleinigkeiten freuen“, so Schäfer.

Leckeres Rezept zum Nachkochen

Für die MAZ-Leser hat Ingrid Schäfer indes noch ein Rezept parat, das sich ganz einfach am heimischen Herd nachkochen lässt. „Eine richtig gute heiße Schokolade machen Sie am besten aus kleingeraspelter, hochwertiger Schokolade“, sagt Schäfer. „Auf einen Liter Milch kann man da gut und gerne 400 Gramm nehmen. Alles wird langsam gemeinsam erhitzt, bis die Schokolade vollständig aufgelöst ist.“ Das Ergebnis ist eine richtig dicke, seelenwärmende Trinkschokolade, die nach Geschmack mit Zimt, Ingwer, Chili und anderen weihnachtlichen Gewürzen aufgepeppt werden kann.

Von Saskia Popp

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg