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Super Früchte aus Tradition

Derwitz Super Früchte aus Tradition

Regionale Spezialitäten sind gefragt, deshalb hat der Hofladen an der Bundesstraße 1 in Derwitz an jedem Tag der Woche geöffnet. Mit dem Obstanbau setzt Stephan Hübner die Familientradition in fünfter Generation fort. Und zum Jahresende kommen 1000 Gänse und Enten dazu, sind bei den Kunden als Festbraten stets sehr gefragt.

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Obstbauer Stephan Hübner (l.) und Sohn Marius brauchen nicht lange auf Kunden im täglich geöffneten Hofladen an der B1 in Derwitz warten.

Quelle: Foto: Greiner

Derwitz. Das Paar aus Berlin wollte eigentlich gar nicht so viel einkaufen, aber das Angebot heimischer Produkte im Derwitzer Hofladen ist zu verlockend. Und so landen Fruchtaufstriche und Säfte aus Werder, Käse aus Töplitz und Äpfel aus dem Havelland im Nu im Einkaufskorb. Eine Kiste Frühlingsblüher macht den Einkauf komplett und die Städter fahren offenbar zufrieden nach Haus. „Der Hofladen läuft gut, und wir haben jeden Tag geöffnet, viele Kunden wissen und schätzen das“, sagt Obstbauer Stephan Hübner. Der 48-Jährige führt seinen Betrieb mit Hofladen und Pension in Derwitz gemeinsam mit seiner Frau Ina – in fünfter Generation. Die gelernte Köchin lässt es sich nicht nehmen, die Konfitüre in vielen Sorten für den Laden selbst zu kreieren. 200 Hektar in und um Derwitz bewirtschaften die Hübners und zum Jahresende wollen noch 1000 Enten und Gänse versorgt und verkauft werden. „Die verordnete Stallpflicht wegen der Vogelgrippe hat uns und den Tieren ganz schön zu schaffen gemacht“, sagt Hübner. Aber trotz der Belastungen und erschwerten Bedingungen will er am Angebot festhalten, weil die Nachfrage der Kunden unvermindert groß ist.

Das trifft auch für die super Himbeeren zu, die der Familienbetrieb anbaut. Die großen Früchte haben schnell Liebhaber gefunden. Darum scheut Stephan Hübner auch keine Mühen und Kosten und lässt die Himbeeren unter einem Foliendach geschützt wachsen. Die idealen Bedingungen für die einjährigen Pflanzen bescheren große Beeren statt Winzlinge. Der erfahrene Obstbauer schließt auch nicht aus, das er künftig einen Teil seiner Kirschplantage überdacht, um die Bäume und Ernte vor Wetterkapriolen zu schützen und Ausfälle zu minimieren.

Die Hübners vermarkten ihre Produkte selbst, auch in Berlin, und sind damit bisher gut gefahren. „Aber wir wünschen uns für Anbau und Produktion bessere Rahmenbedingungen vom Bund und vom Land“, sagt der Landwirt. Es könne sein, dass durch die Biogasproduktion die Preise für Ackerland explodieren, die Industrie jubelt und der Bauer das Nachsehen hat.

Die Hübners wollen nach einer kurzen Pause auch die Pension wieder führen. „Die Gäste kommen gern, aber die Arbeit im Laden und in der Pension ist für die Familie kaum noch zu schaffen.“ Daran können auch die fünf Verkäuferinnen und zehn Saisonkräfte nichts ändern. Trotz der hohen Anforderungen ließen sich die großen Kinder der Hübners nicht davon abbringen, Agrarwirtschaft und Agrarmarketing zu studieren. Sohn Marius macht gerade seinen Master, und Tochter Ulrike will noch ein halbes Jahr Erfahrungen in Neuseeland sammeln. „Was dann wird, werden wir sehen“, sagt Hübner.

Von Regine Greiner

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