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Rund und rot – und riesengroß

Werders Obst- und Gartenbauverein kürte am Wochenende die Super-Tomate der Region Rund und rot – und riesengroß

Auf dem Frischemarkt am Strengfeld in Werder kürte der Obst- und Gartenbauverein am Samstag die diesjährige Super-Tomate. Die Frucht von Eberhard Göbert brachte rund 1000 Gramm auf die Waage. Der Wettbewerbsbeitrag des Vereinsvorsitzenden Walter Kassin mit 1290 Gramm lief außer Konkurrenz.

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Vereinsvorsitzender Walter Kassin (r.) mit den Freizeitgärtnern Bernd Knaebel, Eberhard Göbert und Brigitte Wolle (v. l.)

Quelle: Foto: Edith Mende

Werder. Auch, wenn der Stand des Werderschen Obst-und Gartenbauvereins auf dem Frischemarkt am Strengfeld mit Musik, Beerenbowle, Himbeerwein und flotten Sprüchen am Samstagvormittag viele Neugierige anzog, lange schien die Tomate der Familie Piechotka die einzige zu bleiben, die sich dem Wettbewerb um die dickste Frucht stellt. Immerhin brachte sie 730 Gramm auf die Waage. „Die kommen noch“, blieb Vereinsvorsitzender Walter Kassin gelassen. Er sollte recht behalten.

Kassin hat eine besondere Beziehung zu Tomaten. „Das war vor ’zig Jahren mein Meister-Thema. In der Genossenschaft wurden damals auf bis zu 20 Hektar Tomaten angebaut, vor allem für die Verarbeitung, unter anderem zu Ketchup“, erinnert er sich. Er ist den Tomaten treu geblieben. Seit fünfzehn Jahren zieht er Pflanzen der italienischen Sorte Gigante. Alljährlich wird selektiert, damit nur bestes Saatgut in den Boden kommt. Seine diesjährige Super-Tomate, die außer Konkurrenz am Wettbewerb teilnimmt, bringt 1290 Gramm auf die Waage.

Gegen 11 Uhr kommt Eberhard Göbert mit einem Spankorb, darin drei beachtliche Tomaten. Das größte Exemplar, 1000 Gramm schwer, bringt Bewegung in den Wettbewerb und Chancen auf den Sieg. Sechs Pflanzen dieser Fleischtomaten habe er in seinem Garten, verrät der Werderaner. „Sie sind wetterempfindlich“, so seine Erfahrung. Deshalb stünden sie unter einem Partyzelt. Das Saatgut hätten Freunde aus Italien mitgebracht. Da das Fruchtfleisch sehr fest ist, koche seine Frau daraus Püree, das später Grundlage für Suppen und Soßen ist, so Göbert. Genau so werden die dicken Tomaten auch bei der Glindower Familie Knaebel verarbeitet, berichtet wenig später Bernd Knaebel, als er zwei jeweils 755 Gramm schwere Riesen-Beeren auspackt. Auch er hat die Samen aus dem Italienurlaub mitgebracht. Brigitte und Hans-Joachim Wolle aus Werder, die mit einer 705-Gramm-Tomate vorbeikommen, bekamen ihre Pflanzen hingegen von Meister Walter Kassin.

Am Mittag konnten drei stolze Freizeitgärtner unter dem Beifall vieler Marktbesucher Glückwünsche und Gutscheine für ihre Ernteergebnisse entgegennehmen.

Tomatenland Italien

Tomaten sind Nachtschattengewächsen, die zu den Beeren zählen.

Das milde Klima um Werder sei sehr gut für den Tomatenanbau geeignet, versichert Fachmann Walter Kassin.

Die italienische Gigante ist eine Fleischtomate, bei der einzelne Früchte schon knapp zwei Kilogramm Gewicht erreicht haben, berichtet Kassin.

Italienische Wurzeln hatten die gigantischen Früchte alle, die am Samstag auf die Waage kamen. Pomodoro, Goldapfel, heißen sie in ihrer südeuropäischen Heimat und sind aus der italienischen Küche nicht wegzudenken. Auch in Werderaner Gärten kommen sie offensichtlich bestens zurecht.

Von Edith Mende

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