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Potsdam-Mittelmark Syrer beendet Mahnwache in Berlin
Lokales Potsdam-Mittelmark Syrer beendet Mahnwache in Berlin
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14:55 05.08.2016
Jamal Al Mukdad wollte mit Bildern seiner in Syrien verbliebenen Familie auf deren Not aufmerksam machen. Quelle: privat
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Berlin

Der in Bad Belzig lebende syrische Flüchtling Jamal Am Mukdad hat seine zehntägige Mahnwache vor dem Auswärtigen Amt in Berlin beendet. Der 38-Jährige hatte dort gemeinsam mit deutschen und syrischen Unterstützern für einen schnellen und unbürokratischen Nachzug seiner Familie aus dem Bürgerkriegsland demonstriert. Die Mahnwache blieb allerdings erfolglos. „Ich habe keine Antworten bekommen“, sagte Al Mukdad am Donnerstag gegenüber der MAZ. Allerdings hoffe er weiter, dass seine Frau und die drei gemeinsamen Kinder eventuell von der Aktion profitieren könnten.

Al Mukdad will wieder zu Kräften kommen

Al Mukdad ist jetzt zunächst nach Bad Belzig zurück gekehrt. „Die lange Mahnwache mit sehr wenig Nahrung und Wasser hat mich geschwächt“, so Al Mukdad, „ich bin krank geworden und muss jetzt wieder zu Kräften kommen.“ Anschließend könne er sich eine Wiederholung der Demonstration vorstellen, einige Unterstützer seien zudem in Berlin geblieben.

Noch mindestens sechs Monate werden vergehen, bis die Familie sich wiedersehen kann. Quelle: privat

Vor seiner Flucht nach Deutschland hatte Jamal Al Mukdad im südsyrischen Daraa gelebt. Er durchquerte binnen 40 Tagen acht Länder; mittlerweile wurde dem Syrer in Deutschland eine Aufenthaltsgenehmigung für zunächst drei Jahre erteilt. Er lebt in einer Wohnung in Bad Belzig.

Ein Antrag auf die Zusammenführung der Familie läuft seit der Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung vor mehr als vier Monaten. Seitdem wartet die Familie auf einen Bescheid, welcher der in Syrien verbliebenen Frau und den Kindern die Ausreise nach Deutschland bewilligt.

Nach Al Mukdads Informationen soll dies der deutschen Botschaft im Libanon zufolge noch mindestens sechs weitere Monate dauern. Die Botschaft in Beirut ist zuständig für Fälle wie diesen, seit es im umkämpften Syrien keine diplomatische Vertretung mehr gibt.

Von Saskia Kirf

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