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Potsdam-Mittelmark „Blaue Engel“ suchen neue Helfer
Lokales Potsdam-Mittelmark „Blaue Engel“ suchen neue Helfer
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22:21 24.10.2016
Auf dem THW-Stützpunkt in Stahnsdorf üben Helfer der Bergungsgruppe an einem Gerüst die Technik zum Bergen aus großen Tiefen. Quelle: THW Potsdam
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Stahnsdorf

„Raus aus dem Alltag – rein ins THW“ – Mit diesem Slogan wirbt das Technische Hilfswerk (THW) bundesweit für neue Helfer. Doch die ehrenamtliche Mitarbeit in Deutschlands Katastrophenschutzorganisation ist nichts für Abenteurer, die nur mit Blaulichtfahrten prahlen wollen, warnt Felix Lamm, Ortsbeauftragter des THW-Ortsverbandes Potsdam, sofort vor falschen Vorstellungen. Der Ortsverband Potsdam hat seinen Stützpunkt in Stahnsdorf. Wo andere Rettungskräfte mit ihrer Ausrüstung nicht mehr weiterkommen oder Spezialtechnik für besondere Aufgaben gebraucht wird, rücken die „Blauen Engel“ von Stahnsdorf mit ihrem Equipment und ihrem Fachwissen an.

Tritt mal nicht gerade wieder das Hochwasser über die Ufer, stützen die Helfer ausgebrannte einsturzgefährdete Häuser ab, um Feuerwehrleuten und Kriminaltechnikern im Innern ihre Arbeit zu ermöglichen, leuchten sie Veranstaltungen wie das Tulpen- oder das Sinterklaasfest in Potsdam aus, bauen provisorische Unterkünfte für Flüchtlinge mit auf und verlegen Wasser-, Abwasser- und Elektroleitungen oder setzen große Schwimmplattformen beispielsweise für Sportveranstaltungen in die Berliner Spree.

„Wir haben erfahrene Leute aus fast allen Berufen in unserem Verband. Das ist unser unschlagbarer Vorteil“, sagt Lamm. Bauingenieure und Beamte, Steuerberater und Handelsvertreter sowie viele andere Bereiche würden bei Einsätzen ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen und somit fast alles möglich machen. Felix Lamm ist hauptberuflich Bauunternehmer in Teltow. Die Helfer sind in speziellen Fachgruppen organisiert, die ganz konkrete Aufgaben zu erfüllen haben. Nicht nur in Deutschland, auch europaweit sind die THW-Mitglieder schon zu Hilfe geeilt. Dabei können Einsätze auch manchmal etwas länger andauern, so Lamm.

Derzeit sucht der Potsdamer Ortsverband junge Leute vor allem für seine Fachgruppe Führung und Kommunikation, die gerade einen Generationswechsel durchlebt. Diese Gruppe richtet bei größeren Einsätzen mobile Führungsstützpunkte mit der entsprechenden Kommunikationstechnik ein und betreut sie über die gesamte Zeit.

Schon mit zehn Jahren kann man im THW mitarbeiten, wenn man sich für Technik und die Gemeinschaft interessiert, meint der Ortsbeauftragte. „Wir haben eine Jugendgruppe von zehn Junghelfern, die wir spielerisch an die Aufgaben heranführen.“ Als Helfer lernen sie später in der Bergungsgruppe Metall, Holz und Stein zu bearbeiten und einige Maschinen zu bedienen, bevor es zur einwöchigen Grundausbildung geht. Dann folgt die Fachausbildung.

„Wir versuchen immer, die Ausbildung mit konkreten Aufträgen zu verbinden“, sagt Lamm. Aber auch auf dem THW-Hof in Stahnsdorf sowie im Umland werden Seilkunde, Stegebau oder Ausleuchten von Einsatzstellen geübt.

Das Herzstück ist ein 40 Meter hoher Kommunikationsmast

Der THW-Ortsverband Potsdam zählt derzeit 118 Helfer. Bis zu 60 von ihnen sind aktiv bei Einsätzen tätig. Die übrigen Mitglieder können als Reserve für besonders komplizierte Aufgaben hinzugezogen werden.

Der Fuhrpark des THW Potsdam umfasst 16 Fahrzeuge plus Anhänger. Besonderer Stolz der Helfer ist ein sogenannter Mast-Kraftwagen mit einem 40 Meter hohen Mast für Kommunikationszwecke, der nur bei Großeinsätzen eingesetzt wird. Davon gibt es deutschlandweit nur sechs Fahrzeuge.

Die nächste Ausbildung des Ortsverbandes findet am 5. November auf dem Gelände in der Heinrich-Zille-Straße 2 in Stahnsdorf statt.

Der Kontakt zum THW ist unter 03329/69 89 15 oder unter www.thw-potsdam.de/Kontakt möglich.

Von Heinz Helwig

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