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Potsdam-Mittelmark 911er gehört ins Museum, nicht in die Scheune
Lokales Potsdam-Mittelmark 911er gehört ins Museum, nicht in die Scheune
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17:58 18.08.2014
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Bardenitz

„Böse bin ich meinen Kindern deswegen aber nicht, nur etwas überrumpelt komme ich mir vor“ , erzählt er. Tochter Heike und sein Schwiegersohn hatten die Idee, den leidenschaftlichen Kfz-Hobbybastler anzumelden. „Mein Vater hat 40 Jahre lang gesammelt und geschraubt“, erzählt sie. Am Ende sei das etwas ausgeufert. „Als wir aufräumen wollten, merkten wir schnell, dass wir hier Hilfe von Profis brauchen“, erklärt die Tochter.

Etwa acht Monate vergingen von der Anmeldung bis zum Drehtermin. Am Donnerstag war es dann soweit. Mit zwei riesengroßen roten Containern, die mitten im Dorf vor dem Haus bereit standen, machte sich Profi Otto Schulte daran, den Vierseithof unter die Lupe zu nehmen und aufzuräumen. „Vor allem bei Autoschraubern steht oft richtiges Werkstatt-Gold in den Garagen“, sagte Otto Schulte. Auf den Termin freute er sich daher besonders. Doch zunächst galt es, Sperrmüll und Unnützes von den verwertbaren Schätzen zu trennen. Ein großes Stück Arbeit angesichts der Ausmaße des Hofes. Am Sonnabend wurde ein Flohmarkt veranstaltet, zu dem nicht nur Nachbarn und ortsansässige, sondern viele interessierte Sammler von auswärts eingeladen waren. Dirk Schulz kam mit seinem Vater Hans extra aus Eisenhüttenstadt. „Wir werden öfter vom 'Trödeltrupp' eingeladen, wenn irgendwo etwas ist“, erzählen die zwei Oldtimerfans. Diesmal ergatterten sie drei Autoradios und Auspuffanlagen für den Volkswagen Käfer. Es hat sich gelohnt.

Der Trödel-Profi

Trödelprofi Otto Schulte ist 37 Jahre alt und stammt aus Essen. Seit rund sechs Jahren arbeitet er regelmäßig beim „Trödeltrupp“ für RTL II.
Er ist auch im wahren Leben selbstständiger Antiquitätenhändler. Daheim hat er sein Geschäft „Ottos Stöberlädchen“, wo er den übrig gebliebenen Trödel verkauft. Seit vier Jahren hat er neben den TV-Aufträgen einen Gold- und Silber-An-und Verkauf in Essen. Weitere Niederlassungen gibt es in Mönchengladbach und Bochum.
Unterschiede zwischen Sammlern und Keller-Müll in Deutschland gibt es übrigens nicht, sagt er. „Ob Nord oder Süd, ganz Deutschland sammelt gleich“, sagt er. "Es gibt immer Menschen, die denken, sie haben etwas Wertvolles, und welche, die es auch wirklich haben, und vielleicht gar nicht wissen", so Otto Schulte.

Viele Euro sammelte Trödler Otto Schulte an diesem Tag mit dem Verkauf von Bernds Kfz-Teile-Sammlung. Allein 19 – mehr oder weniger komplette – Autos standen zum Verkauf. Wie viel Erlös es am Ende sein wird, wie viel Geld tatsächlich „im Keller schlummerte“, wie das Motto der Sendung heißt, ist vorerst noch ein Geheimnis.

Das weiß auch die Familie Ibold nach diesem Wochenende noch nicht. Ganz besonders spannend ist dabei die Frage, wie viel wohl Bernd Ibolds Lieblingsstück seiner großen Sammlung einbrachte: ein alter Porsche 911, Baujahr 1964. Was für Laien lediglich ein unscheinbarer Schrotthaufen in der Scheune ist, lässt Sammlerherzen höher schlagen. „ Um den tut es mir wirklich leid“, sagt der Enthusiast immer wieder. „Aber es wäre schon einmal ein Traum, meiner Familie eine große Urlaubsreise schenken zu können“, sagt er. Ein Tauchurlaub, das wär etwas. Am Sonnabend reisten auf Einladung des Fernsehsenders zwei Herren aus Stuttgart an, um den Porsche zu begutachten: Kuno Werner und Dieter Landenberger kamen vom Deutschen Porsche-Museum, und gaben nach der Begutachtung auch ein Angebot für das kaum mehr erkennbare Schmuckstück ab. „Dieser Porsche ist am ersten Werktag der Serie vom Band gelaufen, also etwas ganz besonders Seltenes“, erklärte Porsche-Archiv-Leiter Dieter Landenberger. „Das wär schon toll, wenn wir ihn quasi wieder mit nach Hause in seine Heimat für unser Museum mitnehmen könnten“, ergänzte Werkstattmeister Kuno Werner.

Ob sich Bernd Ibold von seinem Schatz tatsächlich trennen konnte, und wie viel Geld der Trödeltrupp beim Aufräumen insgesamt erarbeitet hat, war am Wochenende nicht zu erfahren. Das wird erst Anfang des nächsten Jahres bei der Ausstrahlung verraten.

Von Kathrin Burghardt

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