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Täter nutzten Bungalow als Rückzugsort

Einwohnerversammlung zur Einbruchserie in Fichtenwalde Täter nutzten Bungalow als Rückzugsort

Eine plötzliche Häufung von Einbrüchen hat in Fichtenwalde (Potsdam-Mittelmark) für Unruhe gesorgt. Zu einer kurzfristig organisierten Einwohnerversammlung am Mittwochabend kamen fast 200 Leute. Dort erfuhren sie von der Polizei auch Einzelheiten zu den jüngsten Einbrüchen in ihrem Ort.

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Die Polizei hatte nach eigenen Angaben nach der Einbruchserie in Fichtenwalde verstärkt Präsenz gezeigt.

Quelle: dpa

Fichtenwalde. Die Einbrecher, die Fichtenwalde heimgesucht haben, nutzten für ihre Beutezüge einen leerstehenden Bungalow als Stützpunkt. Dort sollen sie auch gekocht und mehrere Nächte geschlafen haben. Das sagte Mathias Tänzer, Leiter der Polizeiinspektion Brandenburg, am Mittwochabend bei einer Bürgerversammlung in Fichtenwalde. Die Täter sind offenbar von diesem Bungalow ausgerückt, um zunächst auszuspionieren, wo etwas zu holen ist. Danach schlugen sie schnell und gezielt zu.

Wie berichtet, war es in Fichtenwalde innerhalb kurzer Zeit zu einer Reihe von Einbrüchen gekommen. Die Polizei hatte allein in der Nacht und am Vormittag des 17. Juni neun Einbrüche und einen Einbruchversuch registriert. Die Beutezüge, bei denen Diebe die Terrassen- oder Eingangstüren aufbrachen und Schmuck, Bargeld und Handys stahlen, haben im von Wald umgebenen Ort für Unruhe gesorgt. Entsprechend groß war der Andrang am Mittwoch, als fast 200 Menschen zur kurzfristig organisierten Versammlung kamen.

Sie sollte vor allem dazu dienen, aufzuklären, welche Möglichkeiten es gibt, sich vor Einbrüchen zu schützen (siehe Info-Kasten). Fichtenwalder forderten freilich auch Aufklärung darüber, „wie die Polizei hier vor Ort ihrer Aufgabe gerecht wird“. Laut Dieter Richter, Leiter der Beelitzer Polizeiwache, seien in Reaktion auf die Einbruchserie neben den Revierpolizisten zusätzliche Zivilstreifen eingesetzt worden. Auch Polizeihunde waren unterwegs. „Wir werden die Maßnahmen nicht von heute auf morgen beenden“, sagte er der MAZ.

Klar sei aber auch, dass eine verstärkte Polizeipräsenz für einen Ort nur zeitlich begrenzt möglich ist. Laut Tänzer war die Polizei knapp davor, Täter zu schnappen, die bei ihren Raubzügen bemerkt worden waren. Im Raum stand denn auch die Frage: Wie verhält man sich, wenn man einen Einbrecher erwischt? In einzelnen Fällen sollen sie in Fichtenwalde bis ins Schlafzimmer vorgedrungen sein. Tänzer riet, Fluchtwege für Diebe offen zu lassen – zum eigenen Schutz. Jedermann habe zwar das Recht, Eindringlinge auch mit Gewalt festzuhalten. „Mein Rat aber ist: Machen Sie es nicht selbst“, so Tänzer. Wer im Haus etwas wahrnehme, solle Krach machen und Alarm schlagen. „Rufen Sie laut um Hilfe“ – und die Polizei.

„Wir müssen nach außen zeigen, dass wir etwas tun für mehr Sicherheit, dass wir in Fichtenwalde Sicherheitspartner haben und hier das Risiko für Diebe, erwischt zu werden, größer ist“, sagte Ortsvorsteher Tilo Köhn der MAZ. Er verwies auf das Beispiel der Gemeinde Neuenhagen. Dort wird schon am Bahnhof auf Plakaten mitgeteilt, dass im Ort etwa künstliche DNA zum Einsatz kommt.

Von Jens Steglich

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