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Potsdam-Mittelmark Täuberich und Gigolo
Lokales Potsdam-Mittelmark Täuberich und Gigolo
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00:37 16.08.2015
Almuth Lohmann-Zell zusammen mit ihrer Djamila und ihren Täubchen aus Ton. Quelle: Uwe Klemens
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Bad Belzig

Dass Tauben in den Nischen einer alten Burg gurren, verwundert wohl niemanden. In einer Kunstgalerie hingegen findet man sie eher selten. Die in diesem Monat in der Torhausgalerie der Burg Eisenhardt eröffnete Sonderausstellung des Kunstvereins Hoher Fläming macht da eine Ausnahme.

„Tauben faszinieren mich schon lange und ich finde es immer wieder verblüffend, welche Ähnlichkeiten es zwischen ihrem Verhalten und dem der Menschen gibt“, sagt Almuth Lohmann- Zell. Die in der „Ausflug“ genannten Ausstellung auf Sockeln platzierten, lebensgroßen Taubenplastiken aus blaugrauer Keramik lassen den Besucher buchstäblich begreifen, was die aus Rostock stammende Keramikerin an der Ähnlichkeit zwischen Mensch und Taube so fasziniert. Nicht nur den aufgeplusterten Täuberich, der vor dem holden Geschlecht eine guten Eindruck schinden will, gibt es in beiden Welten. Ängstlichkeit und Friedfertigkeit, Futterneid und Zaghaftigkeit sind weitere Parallelen, auf die die Keramikerin bei ihren Studien in der Tauben- und Menschenwelt immer wieder stößt. Anders als echte Tauben, haben ihre Schöpfungen auch in den Gesichtern menschliche Züge.

„Am meisten fasziniert mich die Angepasstheit der Stadttauben“, sagt die Künstlerin, die auch selber gerne in der Stadt lebt. Nach ihrer Kindheit in einer Rostocker Plattensiedlung zog es sie ins Gewühle der Hauptstadt. Mit der Annahme als Keramikstudentin an der Hallenser Kunsthochschule „Burg Giebichenstein“ erfüllte sie sich einen seit Kindertagen gehegten Wunsch. Da ihr die Stadt gut gefiel, blieb die zweifache Mutter auch nach dem Studium dort. Ob für immer, weiß sie nicht so genau. „Irgendwann zeiht es mich sicher wieder zurück an die Ostsee.“

Doch natürlich gibt es im Schaffen von Almuth Lohmann-Zell auch andere Motive, als Tauben. Das Beobachten von Menschen in ganz alltäglichen Situationen, aber auch literarische Figuren inspirieren sie zu Charakterstudien. Tschingis Aitmatows dramatische Frauenfigur Djamila hat es ihr dabei besonders angetan. „Hier in Bad Belzig zeige ich nur einen Djamila-Kopf, in Wirklichkeit habe ich drei gemacht, die alle ganz anders aussehen“, sagt Almuth Lohmann-Zell.

Gerade die Wandelbarkeit des Ausdrucks einer Plastik ist etwas, dass die Keramikerin an ihrer Arbeit so spannend findet. „Nicht nur während des Entstehens einer Plastik, sondern auch später beim Betrachten hängt es immer davon ab, in welcher Stimmung man selbst gerade ist“. Eine ihrer Lieblingsplastiken zeigt das Gesicht einer alten Frau. „Meistens empfinde ich beim Anschauen wohltuende Gelassenheit, ein anderes Mal regt mich dieses seichte Gegucke unheimlich auf“, sagt sie und lacht. Zu erleben, wie andere Menschen ihre Arbeiten empfinden, ist einer der Gründe, warum sich die Plackerei eines Ausstellungsauf- und -abbaus für sie lohnt.

Von Uwe Klemens

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