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Tage der Lindenallee sind gezählt

Lehnin Tage der Lindenallee sind gezählt

Die Lindenallee in Lehnin (Potsdam-Mittelmark), so wie sie jetzt in den Himmel wächst, wird es nicht mehr lange geben. Die Untere Naturschutzbehörde stimmt der Fällung eines Teils der Bäume aus Verkehrssicherungsgründen zu. Das ergab jetzt ein Vor-Ort-Termin. Die Begründung ist jedoch nicht das vom Ortsbeirat angeführte Alter der Bäume.

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Die Lindenallee an der Belziger Straße in Lehnin wird zum Teil gefällt.

Quelle: Marion von Imhoff

Lehnin. Ein Teil der Lindenallee an der Belziger Straße in Lehnin entlang der L 86 wird gefällt. Das gab Andrea Metzler, Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark, in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde bekannt. Das ist das Ergebnis eines Vorort-Termins mit Vertretern der Gemeinde Kloster Lehnin, dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg und der Unteren Naturschutzbehörde. Die Allee wird dafür aus dem Alleenschutzprogramm genommen. Grund dafür ist laut Metzler nicht das Alter der Bäume, „das spielt nur eine untergeordnete Rolle“, sondern die geplanten aufwändigen Bauarbeiten. Wann genau und wie viele Linden letztlich gefällt werden, ist noch offen.

Die Ortsduchfahrt wird bekanntlich in drei Bauabschnitten komplett saniert. Diese Tiefbauarbeiten würden den Wurzelbereich der Bäume schädigen und sie in ihrer Standsicherheit beeinträchtigen, so die Sprecherin des Landkreises. Es gibt noch Untersuchungen im Wurzelbereich. Geplant sind nach den Fällungen Neupflanzungen junger Bäume.

Wie berichtet, hatte der Ortsbeirat aus Gründen der Verkehrssicherheit eine Fällung der Linden gefordert. Er führte dafür das Alter der Bäume ins Feld von geschätzten 130 Jahren. Ortsvorsteher Frank Niewar hatte auch in einem Gespräch mit der MAZ darauf hingewiesen, dass die Kommune um die Sicherheit von Verkehrsteilnehmern und Anwohnern fürchte. Die Gemeinde Kloster Lehnin hat deswegen die Fällgenehmigung beantragt.

Der Landesbetrieb Straßenwesen kündigte am Mittwoch an, das die grundlegende Sanierung der Belziger Chaussee, Belziger Straße und Friedensstraße erst im kommenden Jahr beginnen wird. Das teilte Behördensprecherin Cornelia Mitschka mit. Geplant sind drei Bauabschnitte. Ursprünglich sollten die Tiefbauarbeiten 2017 beginnen.

Der erste Bauabschnitt ist rund 240 Meter lang und beginnt 60 Meter vor dem Ortseingang. Der zweite Bauabschnitt wird dann vom Kreiserkehr bis zur Einmündung Lindenstraße führen. Er wird 450 Meter lang sein. Der dritte Bauabschnitt endet schließlich an der Einmündung zur Bahnhofstraße. Im Frühjahr sollen die Arbeiten, die die Fahrbahn ebenso betreffen wie die Gehwege beginnen. Es wird zu Verkehrsbeeinträchtigungen in Lehnin kommen. Die Rede ist von einseitigen Sperrungen. In dem Bereich liegen sowohl das Rathaus Lehnin als auch das Hotel Markgraf, die weiterhin erreichbar sein müssen.

Die Fällarbeiten derjenigen Linden, die weichen müssen, werden zu den bauvorbereitenden Maßnahmen zählen. Für die neuen Bürgersteige wird die Gemeinde baulich verantwortlich sein, für die Fahrbahn der Landesbetrieb Straßenwesen als Straßenbaulastträger. Nach Ende der Bauarbeiten sollen neue Linden gepflanzt werden als Ersatz für die noch zu fällenden.

Von Marion von Imhoff

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