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Potsdam-Mittelmark Tagesstätte löst letzten Hühnerstall ab
Lokales Potsdam-Mittelmark Tagesstätte löst letzten Hühnerstall ab
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17:10 04.08.2016
Am Johanniter-Gesundheitszentrum in Treuenbrietzen wird eine neue Tagesstätte errichtet. Quelle: JKH
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Treuenbrietzen

Auf dem weitläufigen Gelände des Johanniter-Gesundheitszentrums Treuenbrietzen (JGZ) ist jetzt auch das allerletzte Relikt der früheren Historie gewichen. Auf dem einst über Jahrzehnte als Hühnerfarm betriebenen Areal ist der letzte Stall abgerissen worden. Der Holzbau weicht einem massiven Flachbau, den das JGZ derzeit dort für insgesamt rund 440 000 Euro errichten lässt. Genutzt wird das Gebäude künftig für Angebote der Tagesstätte für chronisch psychisch sowie chronisch abhängigkeitskranke Menschen. Sie kommen jeweils von ihren verschiedenen Wohnorten zur Therapie in die Tagesstätte.

Seit September 2014 gibt es dieses Angebot bereits auf dem Gelände der JGZ-Wohnstätte des „Vierfarbhofes“ an der Johanniterstraße 10 a. Zudem werden bislang Räume im Hauptkomplex des nahen Johanniter-Krankenhauses genutzt. Nun wird diese Übergangslösung abgelöst und die Tagesstätte im Neubau konzentriert.

Dieser entsteht auf den Grundmauern des zuletzt als Materiallager sowie als Quartier für die zu Therapiezwecken der JGZ-Bewohner eingesetzten Schafe. Sie erhalten im Neubau ihren neuen Stall.

Hühnerfarm wich Viefarbhof

Der „Vierfarbhof” des Johanniter-Gesundheitszentrums für Sozialpsychiatrie (JGZ) in Treuenbrietzen hat im Jahr 2002 seinen Betrieb aufgenommen.

Damals wichen die langen Stallbaracken der einstigen Hühnerfarm, in denen über Jahrzehnte zuvor Geflügel und Pferde gehalten wurden, modernen Wohngebäuden mit Grünflächen und Sportanlagen.

Aufgeteilt in vier Gruppen haben 32 Menschen, die mehrfach von Suchtproblemen und psychischen Erkrankungen geschädigt sind, dort ein zu Hause auf Zeit. Betreut werden sie in offenen Wohngruppen.

Um die Bewohner kümmern sich circa 30 Mitarbeiter, die dort zum Teil in drei Schichten rund um die Uhr tätig sind.

Zum Betreuungsteam gehören neben Psychologen auch Sozialpädagogen, Ergotherapeuten und Heilerziehungspfleger – aber auch Quereinsteiger wie Tischler oder Maurer mit Zusatzausbildungen.

Die Tagesstätte entsteht in zwei Bauabschnitten. Zunächst fließen dieses Jahr rund 300 000 Euro in den Rohbau des neuen Gebäudes, teilte Jörg-Peter Bensch, der Sprecher der Johanniter-Kliniken, auf MAZ-Anfrage mit. Der Flachbau werde 75 Meter lang und fünf Meter breit. Im nächsten Jahr erfolgt für 140 000 Euro der Innenausbau, der im Herbst 2017 beendet sein soll.

Betreute werden die 15 bis 20 Klienten mit psychischen Erkrankungen in der Tagesstätte von einem multiprofessionelle Team aus Sozialpädagogen, Ergotherapeuten, Arbeitstherapeuten und einer Psychologin. Die Tagesstätte soll Dreh- und Angelpunkt für soziale Kontakte und Selbstverwirklichung sein. „Jeder Nutzer kann seine Ideen und Ziele einbringen, sich individuell für bestimmte Maßnahmen entscheiden und eigenverantwortlich agieren”, erklärte Heike Naumann, die Leiterin der Einrichtung, zur Eröffnung der Tagesstätte vor knapp zwei Jahren.

In der Tagesstätte erhalten die Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen Hilfe, sich wieder eine gefestigte Tagesstruktur aufzubauen, die diese krankheitsbedingt nicht selbstständig bewältigen können.

Mit dem 2014 etablierten Angebot ist eine Versorgungslücke im psychiatrischen Verbundnetz des Landkreises Potsdam-Mittelmark geschlossen worden.

Von Thomas Wachs

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