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Potsdam-Mittelmark Tanzenden Elferrat auf Bühne gefeiert
Lokales Potsdam-Mittelmark Tanzenden Elferrat auf Bühne gefeiert
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16:19 19.02.2017
Hoch her geht es beim Brücker Karneval. So auch am Sonnabend beim Programm im Schützenhaus. Quelle: Christiane Sommer
Brück

Am Wochenende ging es im Brücker Schützenhaus hoch her. Sogar ein Kreuzfahrtschiff legte dort an und zog Wellen der Begeisterung nach sich. Damit der Luxusliner „MS Deutschland“ in den Saal passte, legte sich das Männerballett des Brücker Karnevalsvereins (BKV) ordentlich ins Zeug. Das trieb dem Publikum Tränen der Begeisterung in die Augen. Dass während des Auftritts des Männerballetts die Plätze im Elferrat verwaist waren, ist für Liebhaber des karnevalistischen Treibens im Planestädtchen längst Normalität. Seit mehr als 15 Jahren ist der Rat in doppelter Funktion auch als Tanzgruppe zu erleben. „Einen tanzenden Elferrat gibt es nur bei uns in Brück“, bemerkt Karnevalspräsident Eckard Schulz und verrät ein weiteres Novum: Zur Männertanzgruppe gehört auch eine Frau.

Harry Scherer, der kreative Kopf der Truppe, sagt, „Sigrun ist so etwas wie unser Maskottchen“. Ein Kompliment also für Sigrun Schmidt, die seit Jahrzehnten mit dem BKV durchs Leben geht und anfangs als Saalpolizistin ihre Frau stand.

Zugaben sind nie Wiederholungen

Bevor die fünfte Jahreszeit am Aschermittwoch zu Ende geht, besteht am nächsten Wochenende noch einmal Gelegenheit, mit der „MS Deutschland“ des Brücker Karnevalsvereins auf große Reise zu gehen. Landgang in Irland, den USA, China, Kuba, Brasilien, Indien, der Türkei, Griechenland und Frankreich sind inklusive.

Harry Scherer (li.) ist der kreative Kopf des Brücker Männerballetts. Er ist für die jährlich wechselnden Themen und Tanzideen verantwortlich. Quelle: Christiane Sommer

Für die Umsetzung von Scherers Traumschiffidee legten sich die Männer im Alter zwischen 17 und 62 Jahren gewaltig ins Zeug. Mit ihrer Tanztrainerin Kathrin Voß wurden nicht nur Sambaschritte und Stepptanz einstudiert, sondern auch der Can-Can. Unter tosendem Applaus schwebten die Männer während ihrer Landgänge in den jeweiligen Ländern über das Parkett – in kurzen Kleidern, Spitzenstrümpfen und mehr.

Bewährter Mix aus Büttenreden und mitreißenden Tänzen

Dass das Publikum bei dem Anblick eine Zugabe forderte, war vorherzusehen. Die Männer waren darauf eingestellt und überraschten erneut. „Unsere Zugaben sind nie Wiederholungen aus dem Programm“, klärt Präsident Eckard Schulz auf.

Ansonsten bestand das bunte Programm des BKV aus dem bewährten Mix von Büttenreden und mitreißenden Tänzen. Prinz Daniel II. und seine Lieblichkeit Prinzessin Sandra I. hatten ihre helle Freude an dem feierfreudigen Jeckenvolk, so dass der Brücker Karnevalsruf „Aliwatschi hei, hei, hei“ immer wieder kraftvoll durch den Saal donnerte.

„Wir sind jedoch nur ein kleiner Teil vom großen Ganzen“, bemerkt Harry Scherer. So sorgen knapp 90 aktive Karnevalisten nach Aussage von Eckard Schulz alljährlich dafür, dass der karnevalistische Gedanke im Planestädtchen lebendig bleibt. Nachwuchsprobleme sind derzeit für die Brücker kein Thema. Die Jüngsten lernen schon das Tanzen, bevor sie zur Schule kommen. „Das kritische Alter kommt erst später“, so Schulz – wenn der Nachwuchs wegen Ausbildung oder Studium der Stadt den Rücken kehrt. Sorgen um die Zukunft des 1959 aus der Taufe gehobenen Karnevalsvereins hat der Präsident dennoch nicht. Er vergleicht die Brücker Jecken mit einer „großen Familie, in der einer für den anderen einsteht – auch außerhalb der fünften Jahreszeit“.

Von Christiane Sommer

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