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Tauziehen um die Oberstufe

Gemeinsame Grundschule Tauziehen um die Oberstufe

Bei dem vom Kreistag favorisierten Aufbau einer gemeinsamen Gesamtschule in Brück und Treuenbrietzen zeichnen sich ein Streit um die Ansiedlung der Sekundarstufe II und Verzögerungen im Antragsverfahren ab. Zumindest sehen die Brücker Stadtverordneten noch erheblichen Gesprächsbedarf zu dem Thema allgemein.

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Rund um die Brücker Oberschule wird noch viel diskutiert.

Quelle: Thomas Wachs

Brück/Treuenbriettzen. Bei dem vom Kreistag Potsdam-Mittelmark favorisierten Aufbau einer gemeinsamen Gesamtschule in Brück und Treuenbrietzen zeichnen sich ein Streit um die Ansiedlung der Sekundarstufe II und Verzögerungen im Antragsverfahren ab. Zumindest sehen die Brücker Stadtverordneten noch erheblichen Gesprächsbedarf zu dem Thema allgemein. In ihrer jüngsten Sitzung fassten sie einstimmig einen von allen Fraktionen erarbeiteten Grundsatzbeschluss.

Diesen machten sie zur Richtlinie für weitere Gespräche mit den Schulgremien und Kooperationspartnern aus Verwaltung und Politik. Demnach sollten in Brück jeweils zwei Klassenzüge der Sekundarstufen I und II angesiedelt werden. In Treuenbrietzen sieht der Brücker Entwurf drei Züge der Sekundarstufe I vor. Die Schulträger aus Treuenbrietzen hatten unterdessen vorgeschlagen, dass die Oberschule Brück ihre Erfahrungen aus den Klassenstufen sieben bis zehn in die gemeinsame Gesamtschule einbringen könnte und am bisherigen Gymnasium „Am Burgwall“ Treuenbrietzen neben zwei Zügen der Sekundarstufe I die komplette Oberstufe unterrichtet werden könnte.

Zeitplan wohl nicht zu halten

Ferner gehen die Brücker Stadtverordneten davon aus, dass der von Treuenbrietzener Seite erhoffte Zeitplan nicht zu halten ist. Um im nächsten Schuljahr 2016/17 mit der bislang im Hohen Fläming nicht vertretenen neuen Schulform starten zu können, müsste bis November gemeinsame Konzepte beschlossen sein.

„Dieser Zeitplan ist utopisch“, sagte der Brücker Abgeordnete Michael Klenke (SPD). Immerhin müssen das Thema noch in den Schulgremien diskutiert und Konzepte beschlossen werden. Eine Herausforderung ist die Bildung eines Zweckverbandes unter den Kommunen für die neue Schulform. Diesen hat das Bildungsministerium gefordert. „Wir sollten den Brücker Standort nicht schwächen durch einen Schnellschuss“, sagte Bürgermeister Karl Heinz Borgmann (parteilos) im Stadtparlament.

In 13 Jahren zum Abitur

Gesamtschulen mit Abiturstufe sind inzwischen wieder beliebt, weil Schüler dort nach 13 Jahren Schulzeit das Abitur ablegen können.

Vorzüge sehen Eltern und Lehrer auch, weil Schüler nicht schon nach der sechsten, sondern nach der zehnten Klasse entscheiden, ob sie Abitur oder Berufsausbildung anstreben.

Nach Anträge aus Treuenbrietzen, Lehnin und Brück, beschloss der Kreistag die Einrichtung je einer Gesamtschule in Lehnin sowie in Treuenbrietzen und Brück in Kooperation.

Lars Nissen warnte vor unliebsamen Auswirkungen des Brücker Vorschlages. „Die meisten Lehrer unserer Oberschule haben keine Befähigung für die Sekundarstufe II“, sagte der Brücker Sozialamtsleiter. „Sie könnten dann in Brück gar nicht mehr unterrichten“, so Nissen. Er verwies zudem darauf, dass das Thema Kooperation bereits seit März auf Kreisebene diskutiert wurde. Der Beschluss des Kreistages folgte am 18. Juni.

Abwanderung von Schülern

Unterdessen drängen auch Vertreter des Gymnasiums Treuenbrietzen auf ein zügiges Handeln. Denn jede Verzögerung führe zur Verunsicherung von Eltern der künftigen Siebtklässler, teilten Angelika Hagenow, die stellvertretende Schulleiterin, sowie André Biebow, Vorsitzender der Schulkonferenz, mit. „Dies führe zur weiteren Abwanderung von Schülern aus der Region, obwohl sie weiterhin die Möglichkeit haben könnten, in der Nähe des Wohnortes ihr Abitur abzulegen.“

Verzögerungen führte zur weiteren Abwanderung von Schülern aus der Region, obwohl sie hier die Möglichkeit haben könnten, in der Nähe des Wohnortes ihr Abitur abzulegen.

 

Von Thomas Wachs

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