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Technik- und Strohlager in Flammen

Werbig Technik- und Strohlager in Flammen

Ein Technik- und Strohlager der Milchviehanlage in Werbig (Potsdam-Mittelmark) ist am Wochenende ein Raub der Flammen geworden. Mensch und Tier blieben unversehrt, aber der Sachschaden ist enorm. Über die Ursache wird spekuliert. Denn der Agrarbetrieb stand bereits im Februar nach einem Drogenfund im Fokus.

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Löscheinsatz an der Milchvielanlage Werbig.

Quelle: FFW Bad Belzig

Werbig. Rauchschwaden werden wohl noch das ganze Wochenende, zum Glück vom 180-Einwohner-Ort weg, zur Landesstraße 95 ziehen. Sie künden vom jüngsten Großbrand im Hohen Fläming. Eine etwa 60 x 20 Meter große Lagerhalle auf dem Gelände der Milchviehanlage am Ortsrand ist in der Nacht zum Sonnabend ein Raub der Flammen geworden. Personen oder Tiere wurden nicht verletzt. Aber es ist augenscheinlich hoher Sachschaden entstanden, der zunächst aber noch nicht zu beziffern war.

Wehren aus dem ganzen Hohen Fläming vor Ort

Gegen 2.45 Uhr wurde Alarm geschlagen. Da brannte es bereits lichterloh in dem Gebäude, das zu einem Drittel mit Stroh gefüllt und zu zwei Dritteln mit Landmaschinen voll gestellt war. Ein Teil der Technik konnte nicht mehr in Sicherheit gebracht werden. Blieb den Feuerwehrleuten lediglich die Aufgabe, ein Übergreifen des roten Hahns auf die benachbarten Ställe, wo einige hundert Milchkühe gehalten werden, zu verhindern. Mit großem Aufwand waren die Blauröcke dabei erfolgreich. Neben jenen aus Bad Belzig rückten Kameraden aus den Ämtern Brück, Niemegk und Ziesar, der Stadt Treuenbrietzen und der Gemeinde Wiesenburg/Mark an. „Zeitweise waren mehr als 80 Männer und Frauen mit zwei Dutzend Fahrzeugen im Einsatz“, berichtet Raphael Thon.

Wasser aus Benkener und Werbiger Dorfteich geholt

Auf verschiedenen Einsatzabschnitten musste die Löschwasserversorgung hergestellt werden, so der Bad Belziger Ortswehrführer. Dazu wurden neben der Zisterne auf dem Betriebsgelände die Teiche in Benken und Werbig genutzt. Zeitweilig konnte demnach aus zehn C-Strahlrohren gelöscht werden. „Nachdem der Brand unter Kontrolle war, ist die Giebelseite gekühlt worden, um einen Einsturz zu verhindern. Denn nur wenige Meter entfernt stand ein 6-Kubikmeter-Heizöltank“, weißt Raphael Thon auf eine weitere gebannte Gefahr hin. Über zwei Drehleitern wurde letztlich Wasser in das Gebäude gespritzt. „Wegen der hinabgestürzten Dachflächen war es jedoch alles andere als gewiss, dass alle Glutnester endgültig bekämpft sind“, so Olaf Beelitz. Der in Werbig wohnende Stadtwehrführer hat deshalb zunächst bis Sonntag Mittag einige Mitstreiter als Brandwachen eingeteilt.

Spekulationen über Ursache

Ein Rettungswagen sicherte zunächst die unter Atemschutz tätigen Kameraden ab. Beamte der Polizeiinspektion Brandenburg haben den Brandort gesichert. Die Ermittlungen zur Ursache werden wohl erst beginnen, wenn der Brand ganz und gar gelöscht ist, heißt es.

Derweil gibt es Raum für Spekulationen. Denn Freitagabend zogen zwar Blitz und Donner über den Hohen Fläming hinweg. Brandstiftung auf dem Areal, wo Fahnder im Februar einen Drogenfund im Wert von 1,5 Millionen Euro machten, kann aber ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. Ähnlich die Mutmaßungen über einen möglichen Feuerteufel in Grüningen, wo am Freitag kurz vor Mitternacht ebenfalls eine Scheune abgebrannt ist.

 

Von René Gaffron

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