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Techno-Park wartet auf Turbo-Internet

Stahnsdorf Techno-Park wartet auf Turbo-Internet

Im Techno-Park Stahnsdorf warten die Firmen auf den Breitbandanschluss. Vor Jahren hatte der Kommunikationsanbieter DNS-Net versichert, das Internet für das Stahnsdorfer Gewerbegebiet auf eigene Kosten ausbauen zu wollen. Auf wiederholte Nachfragen nach den Ausbauplänen erhielt Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) bislang keine Antwort.

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Center-Erweiterung kein Thema mehr

Wann der Stahnsdorfer Techno-Park das superschnelle Internet bekommt, ist ungewiss.

Quelle: Archiv/Christel Köster

Stahnsdorf. Die meisten Unternehmen im Techno-Park Stahnsdorf haben sich seit ihrer Ansiedlung im Gewerbegebiet der Gemeinde rasant entwickelt. Einige stoßen bereits an ihre Kapazitätsgrenzen und arbeiten an einer Firmenerweiterung. Gebremst werden sie dabei allerdings von einer Internetversorgung, die mit dem wirtschaftlichen Wachstum nicht mithalten kann. Darüber ärgert sich nicht nur Bernd Capellen von der GTE Brandschutz AG in Stahnsdorf.

„Wir haben europaweit mehr als 40 Monteure im Einsatz, die uns am Abend ihre Tagesleistung nach Stahnsdorf übermitteln. Allein eine Übertragung dauert acht Minuten. Da kann man sich vorstellen, wann wir endlich alles erfasst haben. Außerdem könnten wir an unseren Brandschutzsystemen eine Fernwartung vornehmen, die Tore über das Internet ansteuern – aber nicht mit der Leistung, die derzeit nur möglich ist.“

Um wenigstens innerhalb der Gesellschaft bessere Voraussetzungen zu schaffen, hat die Brandschutz AG ein Kleinmachnower IT-Unternehmen um Hilfe gebeten, das dem Betrieb eine Computerlösung einrichtet. Die neue EDV-Anlage soll ab dem 1. September laufen und bis zum Jahresende komplett installiert sein. Dafür wird das Unternehmen einen „höheren fünfstelligen Betrag“ ausgeben, so Juniorchef Philip Capellen.

Bereits vor Jahren hatte die Gemeindeverwaltung ein Ingenieurbüro beauftragt, den Bedarf am superschnellen VDSL-Internet im Gewerbegebiet zu ermitteln, sagt Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger). Die Gemeinde wollte die Versorgung mit Hilfe von Fördermitteln ausbauen lassen. Der Berliner Kommunikationsanbieter DNS-Net hatte seinerzeit der Gemeinde und der zuständigen Regulierungsbehörde versichert, den Ausbau auf eigene Kosten und ohne Fördermittel zu übernehmen. Passiert ist nichts. Wiederholt hatte Albers für die Firmen im Techno-Park, aber auch für die Mieter im benachbarten Green-Park bei DNS-Net nach den Ausbauplänen nachgefragt – zuletzt am 5. Juli dieses Jahres, dem ersten offiziellen Arbeitstag nach seiner Wiederwahl. Die Antwort des Unternehmens steht bis jetzt aus. Auch eine Anfrage dieser Zeitung blieb bis zum Redaktionsschluss unbeantwortet. Die Gemeinde will sich nun an die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde wenden.

Mittlerweile hat Stahnsdorf auch Kontakt zum Breitbandbeauftragten des Landkreises aufgenommen. Das Landratsamt lässt derzeit eine Studie zu den „weißen Flecken“ im Kreis und zu den Ausbaumöglichkeiten erarbeiten. Mit den Ergebnissen wird zum Jahresende gerechnet. Auf der Grundlage dieser Studie soll ein Markterkundungsverfahren durchgeführt werden, bei dem sich die Kommunikationsunternehmen verbindlich zu ihren Ausbauzielen äußern sollen.

Superschnelles Internet

Die DNS-Net GmbH versorgt die gesamte Güterfelder Siedlung Kienwerder mit VDSL, hat aber auch schon in einigen Straßen Stahnsdorfs Glasfaserkabel verlegt.

Das superschnelle Internet bieten im Gemeindegebiet Stahnsdorf folgende Kommunikationsunternehmen an: Die Deutsche Telekom AG, die DNS-Net GmbH, Kabel Deutschland/Vodafone und Telefonica/O2.

Von Heinz Helwig

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