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Techno Terrain zu 90 Prozent ausgelastet

Teltow Techno Terrain zu 90 Prozent ausgelastet

Der innerstädtische Gewerbepark in Teltow erwartet im kommenden Jahr drei neue Groß-Ansiedlungen auf verkauften Grundstücken. So wollen Lidl, das Pkw-Center Kleinmachnow und die Project Immobilien Gewerbe AG Neubauten errichten. Das Techno Terrain ist inzwischen zu 90 Prozent ausgelastet.

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Petra Schulze ist eine der beiden Geschäftsführerinnen der Wisser-Immobilien Verwaltungs GmbH, zu der das Techno Terrain zählt.

Quelle: Krause

Teltow. Das innerstädtische Gewerbegebiet Techno Terrain Teltow (TTT) muss sich hinter dem noblen Europarc in Kleinmachnow nicht verstecken und bekommt vom Kuchen der Boomtown Teltow offenbar eine große Portion ab. Denn auch das TTT schreibt eine Erfolgsgeschichte. Von seinen 600 000 Quadratmetern sind nur noch zehn Prozent im Bestand. „Die letzten drei Jahre waren sehr gute, in denen im Schnitt mindestens 15 000 Quadratmeter verkauft wurden.“ Zu den Neuerwerbern zählen das Pkw-Center Kleinmachnow, die Lidl Vertriebs-GmbH & Co. KG und die Project Immobilien Gewerbe AG, die jeweils im nächsten Jahr ihre Bauvorhaben beginnen wollen. Das sagte Petra Schulze im MAZ-Gespräch.

Die 53-jährige Stahnsdorferin ist seit 2005 Geschäftsführerin der Teltow Techno Terrain Grundstücksverwaltungs GmbH, die seit September Wisser-Immobilien Verwaltung GmbH heißt, „weil nach 15 Jahren unser Schwerpunkt die Haus- und Wohnungsverwaltung ist“. Bislang war es der Verkauf von Grundstücken. Neben der Diplomkauffrau ist auch die Juristin Michaela Will (52) jetzt Geschäftsführerin. Sie leitet das Büro in Frankfurt (Main); die Mehrzahl der Objekte liege eh in der dortigen Region.

Von den unverkauften 60 000 Quadratmetern in Teltow sind rund 35 000 Quadratmeter noch unbebaut. Die „drei großen Ankermieter“ in alten Bestandsbauten sind Vectron, Microtech und EBK Krüger, „die einzigen überlebenden Ausgründungen“ vom einstigen VEB Elektronische Bauelemente „Carl von Ossietzky“. Neben Mikroelektronik und Medizintechnik sind Unternehmen der Branchen Dienstleistung, Produktion und Transport im Gewerbepark stark vertreten, aber auch Verwaltungen. So hätten die Nord-Ost-Zentralen von Rewe- bzw. Penny rund 70 Prozent der Büroflächen in Beschlag, so Schulze.

Auch die Autobranche ist gut auf der „sogenannten Automeile“ an der Oder- und Saganer-Straße im Geschäft. Mit dem geplanten Autohaus des Pkw-Center Kleinmachnow auf dem Grundstück gegenüber der Jet-Tankstelle wird die Meile weiter verstärkt.

Hier am Kreisverkehr Rhein-/Ecke Neißestraße soll ein großes Bürohaus entstehen

Hier am Kreisverkehr Rhein-/Ecke Neißestraße soll ein großes Bürohaus entstehen.

Quelle: C. Krause

Nach jahrelanger Pause soll nun auch wieder ein großes Büro- und Geschäftshaus entstehen. „Das erste seit 1994“, so Schulze. Nach dem Ankauf eines Grundstücks im Europarc Dreilinden“ hat die Project AG das TTT-Areal in der Rheinstraße 11/Ecke Neißestraße (Kreisverkehr) erworben, wo bereits ein Bauschild vom Vorhaben kündet. Voraussichtlich in zwei Abschnitten soll je ein mehrgeschossiges Bürogebäude entstehen. Bei einer Gesamtmietfläche von bis zu 8800 Quadratmetern ist der Erstbezug des Sechsgeschossers mit zusätzlichem Staffelgeschoss für das 4. Quartal 2018 angedacht, wie es auf der Internetpräsentation heißt. Auf dem L-förmigen Grundstück seien auch 123 Pkw-Tiefgaragenstellplätze und 61 Pkw-Außenstellplätze geplant. Das Büro- und Lagergebäude aus den 1960er Jahren auf dem Grundstück wird abgerissen.

Für das 12 000 Quadratmeter große Grundstück an der Oderstraße gegenüber dem einstigen Max-Bahr-Baumarkt plant Lidl einen neuen Markt. Der bisherige in der Elbestraße werde geschlossen, weil laut Schulze der Mietvertrag dort ausläuft.

Auf dem Grundstück an der Oderstraße gegenüber dem einstigen Max-Bahr-Baumarkt will Lidl einen neuen Markt errichten lassen

Auf dem Grundstück an der Oderstraße gegenüber dem einstigen Max-Bahr-Baumarkt will Lidl einen neuen Markt errichten lassen.

Quelle: C. Krause

Trotz Erfolgsquoten sind Schulze & Co. im Terrain nicht wunschlos glücklich: „Die Wirkung des schnellen Internets ist hier noch nicht angekommen“ und der Weg vom S-Bahnhof Teltow dauere für Beschäftigte zu lange. Der Bustakt müsse enger sein, so Schulze. Vom Potsdamer Platz in Berlin sei man zwar in 25 Minuten in Teltow, bräuchte dann aber noch einmal genauso viel Zeit bis zum TTT.

Branchenmix in der Stadt

Das 60 Hektar große „Techno Terrain Teltow“ ist seit 1991 ein innerstädtischer Büro- und Gewerbestandort.

Rund 300 Unternehmen – z. B. Medizintechnik, Mikroelektronik, Dienstleistung, Technologie, Transport – mit fast 7000 Beschäftigten haben sich dort angesiedelt. Der größte Arbeitgeber ist die AOK mit etwa 600 Leuten.

Die drei großen Ankermieter (Ausgründungen vom einstigen DDR-Werk „Carl von Ossietzky) sind Vectron GmbH, Microtech GmbH und EBK Krüger GmbH.

 

Von Claudia Krause

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