Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Das neue Zuhause in der betreuten Senioren-WG

Teltow: Alternative zum Altersheim Das neue Zuhause in der betreuten Senioren-WG

Es geht auch anders: Längst müssen Senioren nicht mehr nur in einem Altersheim unterkommen, wenn sie in der eigenen Wohnung nicht mehr richtig klar kommen. Senioren-Wohngemeinschaften sind eine Alternative. Nach dem erfolgreichen Start der ersten WG, folgt im Diakonischen Zentrum Bethesda in Teltow am 1. September die zweite.

Voriger Artikel
Der „grüne“ Brecht im Kleinkunstwerk
Nächster Artikel
Panik um die Kuckucksuhr

Haben noch viel zu tun vor der Einrichtung der zweiten WG: Eva-Maria Dressler (l.), Medikus-Chefin, und Manuela Rose, Bethesda-Fachkoordinatorin.

Quelle: K. Kobel-Höller

Teltow. „Es ist wie in einer Familie – mal sitzen die Bewohner zusammen am Tisch und lachen gemeinsam, ein anderes Mal wird eben gezickt“, schildert Eva-Maria Dressler, Geschäftsführerin der Medikus gGmbH, das Leben in der ersten ambulant betreuten Wohngemeinschaft im Diakonischen Zentrum Bethesda, in der neun ältere Damen und ein Herr leben. Die zehn Senioren werden nun ab 1. September Gesellschaft bekommen, denn an dem Standort in Teltow wird eine zweite WG errichtet, die weiteren acht Rentnern Platz bietet. Jeder von ihnen wird nicht nur sein eigenes barrierefreies Zimmer mit Bad nach den eigenen Vorstellungen gestalten und so zum neuen Zuhause machen können, sondern hat auch die Möglichkeit, Gemeinschaftsräume mit den anderen Bewohnern zu nutzen, darunter eine Küche, ein Wohnzimmer mit Terrasse und Zugang zum Garten, eine Sitzecke und einen Wintergarten.

Gleichzeitig mit dem Mietvertrag wird auch ein Pflegevertrag unterzeichnet, in dem Sockelleistungen wie die Nachtbetreuung, die Essenszubereitung oder das gemeinschaftliche Einkaufen enthalten sind, Extraleistungen können zugebucht werden – praktischerweise ist im Diakonischen Zentrum so gut wie alles, was benötigt werden könnte, direkt im Haus vorhanden. Auf die Leistungen der Sozialstation und der Tagespflege haben die Bewohner der WG ohnehin Anspruch – benötigen sie also Unterstützung bei Fragen mit der Pflegeversicherung oder wollen sie in die Tagesbetreuung, so ist dies bereits alles inklusive. Auch hinsichtlich der Ernährung ist man flexibel, erklärt Manuela Rose, die Fachkoordinatorin für Pflege und Qualitätsmanagement: „Auch eine ketogene Diät ist möglich, wenn gewünscht.“

Wichtige Entscheidungen, die das Budget belasten, werden – wie in einer WG üblich – gemeinsam getroffen, hier werden aber auch die Angehörigen einbezogen, die alle acht Wochen zu einem abendlichen Treffen geladen werden. Fragen wie: „Soll eine Zeitung abonniert werden, und wenn ja, welche“, werden hier ausführlich diskutiert, aber auch, ob die Höhe des Hauswirtschaftsgeldes noch angemessen ist oder ähnliches. In der bestehenden WG wurde etwa entschieden, dass ein Therapiehund zu Besuch kommt, dass Qigong, eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform, angeboten wird, und dass eine beliebte Betreuerin mit den Bewohnern gemeinsam singt und arbeitet. Auch schwierige Situationen zwischen Bewohnern werden hier angesprochen und zu lösen versucht.

Eine der Hauptfragen ist natürlich jene nach den Kosten. Eva-Maria Dressler nennt ein Beispiel aus der bestehenden Wohngemeinschaft: „Privat zu tragen sind 350 Euro für die Miete, 15 Euro pro anwesender Nacht, also maximal 450 Euro für die Nachtbetreuung, und 150 Euro Hauswirtschaftsgeld, das wurde mit den Angehörigen so vereinbart. Das macht in diesem Fall einen Sockelbetrag von 950 Euro.

Die Pflege- und Betreuungsleistung wird von der Pflegeversicherung übernommen.“

Diakonisches Zentrum

Das Diakonische Zentrum Bethesda (Träger: Medikus gGmbH) in der Mahlower Straße 148 in Teltow bietet neben den betreuten Wohngemeinschaften auch ambulante Dienste und Alltagshilfe, altersgerechte Wohnungen, Tagespflege und stationäre Betreuung.

Die Namen der Tagespflege („Minna Schadow“) und der beiden Wohngemeinschaften („Sylvia von Stuckrad“ für die bereits bestehende und „Hedwig Töpfer“ für die neue) stammen von Frauen, die im Wäldchen des Diakonischen Zentrums vor 57 bis 70 Jahren ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Kontak: 03328/43 406 22, E-mail: ambulante-wg@lafim.de

Von Konstanze Kobel-Höller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg