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Teltow erhält 2018 neuen Mietspiegel

Nur noch eine Wohnlage Teltow erhält 2018 neuen Mietspiegel

Die Stadt Teltow soll wieder einen sogenannten qualifizierten Mietspiegel erhalten. Kleinmachnow ist allerdings nicht mehr dabei. Da es damit im neuen Mietspiegel nur noch eine Wohnlage gibt, sind die Kosten erheblich gesunken.

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Der Mietspiegel gilt als Maßstab bei Mieterhöhungen.
 

Quelle: dpa

Teltow.  Die Stadt Teltow soll wieder einen sogenannten qualifizierten Mietspiegel erhalten. Ein entsprechender Beschlussvorschlag liegt den Stadtverordneten vor. Die Beschlussfassung ist am 15. März vorgesehen.

Ein „qualifizierter Mietspiegel“, der, wie es im entsprechenden Gesetz heißt, „nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen“ zu erstellen ist, muss spätestens nach zwei Jahren der Marktentwicklung angepasst werden. Nach vier Jahren muss ein neuer erstellt werden.

In der Stadt Teltow war der qualifizierte Mietspiegel am 1. Juni 2014 in Kraft getreten. Deshalb ist ab 1. Juni 2018 ein neuer fällig. Das Hauptanwendungsfeld für Mietspiegel ist das gesetzliche Mieterhöhungsverfahren, mit dem der Vermieter die Zustimmung des Mieters zur Mieterhöhung verlangen kann. Dabei dient die ortsübliche Vergleichsmiete als Orientierung. „Der Mietspiegel ist für Mieter und Vermieter eine gute Sache“, sagte Teltows 1. Beigeordnete, Beate Rietz, auf Anfrage der MAZ.

Kleinmachnow sieht keinen Bedarf für Mietspiegel

Den alten Mietspiegel hatte Teltow zusammen mit der Nachbargemeinde Kleinmachnow erstellt. Das wird diesmal nicht mehr so gemacht. Kleinmachnow sieht keinen Bedarf, da es nur wenige Fallzahlen zu vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern gibt. Mit dem Verzicht auf die Einbindung der Nachbargemeinde entfällt künftig auch die Unterscheidung zwischen drei Wohnlagen.

In Kleinmachnow gab es fast alle guten Wohnlagen, während der Schwerpunkt der mittleren Wohnlagen sich in Teltow befand; einfache Wohnlagen gab es nur in Teltow. Eine Unterscheidung zwischen mittleren und einfachen Wohnlagen innerhalb Teltows ist aus Sicht der Verwaltung kaum sinnvoll. So gebe es nur wenige Merkmalskombinationen aus Baujahr, Sanierungs- und energetischem Stand sowie Wohnfläche, die sowohl in mittlerer als auch einfacher Wohnlage vorkommen und bei denen eine Unterscheidung der Wohnlage zusätzliche Informationen zu Mietunterschieden bringt.

Mit dem Verzicht, Lageunterschiede herauszuarbeiten, sinkt auch der Aufwand für die Erstellung des Mietspiegels. Die dafür bisher eingeplanten Kosten betragen 25.000 Euro.

Von Stephan Laude

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