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Potsdam-Mittelmark Investor soll Hafengebäude bauen
Lokales Potsdam-Mittelmark Investor soll Hafengebäude bauen
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20:00 16.11.2016
Auf der Suche nach Einsparungsmöglichkeiten beim Projekt Marina Teltow will die Stadtverwaltung das Hafengebäude und den angrenzenden Biergarten von einem Investor errichten lassen. Quelle: Stadtverwaltung
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Teltow

Für den Bau des Hafengebäudes und des angrenzenden Biergartens in der künftigen Marina Teltow will die Stadtverwaltung einen Investor gewinnen. Dieser soll sich allerdings an die Planvorgaben der Stadt halten müssen, sagte Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) in der jüngsten Sitzung des Hafenausschusses am Dienstag. In dem Gebäude soll im Erdgeschoss der Hafenmeister sein Büro erhalten. Außerdem sind dort die sanitären Einrichtungen sowie einige Lagermöglichkeiten vorgesehen. Die beiden oberen Etagen sollen gastronomisch genutzt werden. Die Kosten für das Gebäude werden derzeit auf bis zu 1,7 Millionen Euro geschätzt. Die Stadtverordneten hatten die Verwaltung per Beschluss aufgefordert, Einsparmöglichkeiten beim Gesamtprojekt zu finden. Dessen Kosten sollen sich gegenwärtig auf mehr als 15 Millionen Euro belaufen.

Der Bauantrag für das Hafengebäude sei bei der Kreisverwaltung eingereicht worden, so Schmidt. In den nächsten Tagen will er mit dem Hausjuristen die erforderlichen rechtlichen Schritte besprechen. Über Details wie etwa einen Verkauf der Fläche oder eine Verpachtung könne später beraten werden. Jetzt gehe es erst einmal um die Ermächtigung für die Verwaltung, die Ausschreibung einleiten zu können. Sollten ihr die Stadtverordneten am 30. November das Votum geben, könnte die Ausschreibung noch im Dezember beginnen.

Weitere Einsparmöglichkeiten stellte Projektsteuerer Dietmar Städter in der Sitzung des Hafenausschusses vor. So sollen statt der teuren CMC-Stahlbetonsäulen, die die Sitzterrasse halten, sogenannte Rüttelstopfsäulen verwendet werden, welche die vertikalen Lasten genauso abfangen und den Hang zur Oderstraße hin horizontal absichern können, versicherte Städter. Dafür würden nur zwei Drittel der ursprünglich angesetzten Kosten benötigt.

Anstelle der zunächst geplanten zwei Ebenen mit 45 Sitzplätzen soll die Terrasse halbiert und nur noch auf einer Ebene mit bis zu 25 Plätzen angelegt werden. Weitere Sitzmöglichkeiten ließen sich vielleicht in anderen Bereichen des Hafengeländes anordnen, schloss Städter nicht aus. Die Ausstattung der Hafenanlage sei noch nicht ausgeschrieben, sondern erst einmal angehalten worden, was in seinen Augen aber nicht dramatisch wäre.

Von dem projektierten Portalkran, der große Boote aus dem Wasser hieven soll, riet Städter der Stadtverwaltung ab. Für die veranschlagten 330 000 Euro wäre solch ein Kran nach einem Vergleich mehrerer Angebote nicht zu haben. Der Preis bewege sich zwischen rund 600 000 bis 900 000 Euro netto. Außerdem befürchtet er Konflikte mit den Genehmigungsbehörden, die die Technik wegen der hohen Lärm- und Verkehrsbelastung ablehnen könnten. Wenn der Kran bis zu 40 Tonnen heben könne, würden größere Boote mit Tiefladern abgeholt, heißt es. Statt des 34 Meter langen und 19 Meter hohen Portalkranes sei ein mobiler Kran, der jährlich im Frühling und im Herbst das Gros der Boote transportiert, die bessere Alternative, meint der Projektsteuerer. Verzichtet die Stadt auf den Portalkran, stünden ihr rund 90 000 Euro zur Verfügung, die sonst allein das Fundament gekostet hätte. Alles in allem könnte Teltow bei der Gestaltung der Freiflächen bis zu 150 000 Euro einsparen. Beim nächsten Treffen mit den Hafenbetreibern im Dezember soll darüber diskutiert werden.

Die Genehmigungsplanung für die Brücke soll ab Dezember erarbeitet und das Bauwerk selbst im nächsten Jahr begonnen werden, damit die Brücke zeitnah mit dem Hafen fertig wird. Für das Bootsregal sollen die Planungen im nächsten Jahr ausgearbeitet werden.

Trennung von Hafen und Gastronomie früher schon erwogen

Die Fläche für das Hafengebäude ist 1123 Quadratmeter groß.

Die oberen Geschosse haben eine Nutzfläche von 409 Quadratmeter netto.

Die Trennung von Hafenbetrieb und Gastronomie war früher schon erwogen, aber wieder verworfen worden.

Von Heinz Helwig

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