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Teltower Altstadt-Bürger öffnen ihre Höfe

Einblick ins Privat-Idyll Teltower Altstadt-Bürger öffnen ihre Höfe

Zum neunten Mal zeigen am Sonntag Hofbesitzer in der Teltower Altstadt ihre Privat-Idylle hinter Zäunen und Mauern. Ob Ziergarten oder Wildkräuterwiese, Hühnerstall oder Kunst – auf 27 Höfen gibt es jede Menge zu entdecken und viel Musik zu erleben. Ein regionaler Spezialitätenmarkt öffnet auf dem Rund vorm Rathaus.

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Hereinspaziert! Manuela Paletta (47) ist Hofbesitzerin und Organisatorin. Sie öffnet am Hoher Steinweg 1, wo es viel zu entdecken gibt.

Quelle: C. Krause

Teltow. Nein, an ein Hängebauchschwein denkt man wahrlich nicht zuerst, wenn man überall die Plakate für den Tag der offenen Höfe in Teltows Altstadt sieht. „Sehenswertes und vertraute Gastlichkeit“ versprechen die 27 Hausbesitzer, die für Besucher am kommenden Sonntag, den 30. August, von 12 bis 18 Uhr ihre Höfe rund um den Marktplatz öffnen.

Zum neunten Mal darf entdeckt werden, was sich Bewohner hinter Mauern und Zäunen für private Refugien geschaffen haben. „Man kann gespannt sein auf klassische Ziergärten, künstlerisch gestaltete Höfe wie den am Mattausch-Atelierhaus oder solche, die mit grobem, altem Natursteinpflaster und großen Kübelpflanzen wie eine Orangerie wirken“, sagt Manuela Paletta. Die 47-Jährige organisiert zum zweiten Mal als Vertreterin der Hofbesitzer gemeinsam mit dem Heimatverein Teltow und Dirk Pagels von der Stadtverwaltung den Teltower Höfe-Tag. Der letzte hatte immerhin rund 4000 Besucher. „Diesmal erwarten wir an die 6000“, so die Berlinerin, die seit 1997 in dem Haus Hoher Steinweg 1 wohnt, das wie das Heimatmuseum ein Einzeldenkmal in der Altstadt ist. Wohl kaum ein alter Teltower, der früher nicht mal oben drin war bei den „Fotografen unterm Dach“.

Hängebauchschwein Margot fühlt sich sauwohl auf dem Altstadt-Hof von Manuela Paletta

Hängebauchschwein Margot fühlt sich sauwohl auf dem Altstadt-Hof von Manuela Paletta.

Quelle: C. Krause

Manuela Paletta öffnet seit 2010 ihren Hof und überrascht die Leute – meistens Städter, die sogar extra aus Westdeuschtland kommen – mit ihrem liebevoll gestalteten Hof-Garten-Chaos aus Holzterrassen, Terrassenbassin, wildem Wein, Ginkgo-Bäumen, zahllosen Kübeln mit Wandelröschen, Malven, Feigen. Überall entdeckt man charmante Dekoeinfälle in Mauerecken, Bäumen und Büschen. Man stößt auf Artenvielfalt im Bauerngarten, Kräuterbeet und Brennnesselplantage und kommt kaum am Werkstatthof vorbei, in dem eine alte Harley thront. Zum Staunen gibt’s noch ein Schwein obendrauf.

Margot heißt es, ist neun Jahre alt und fast 60 Kilo schwer. Das Hängebauchschwein fühlt sich offensichtlich sauwohl in der grünen Oase hinterm Haus und in Gesellschaft der gefiederten Nachbarn. 26 bunte Hühner rennen im großen Gatter rum. Früher hatte Manuela Paletta, die „nicht der Unkrautzupfer ist“, schon Schweine und auch Schafe. Gekommen war sie einst nur mit einem Kater, der inzwischen das Zeitliche gesegnet hat.

Romantische Einblicke in das Garten-Idyll

Romantische Einblicke in das Garten-Idyll.

Quelle: C. Krause

Der Tag der offenen Höfe verbindet alte Baukultur mit modernem Komfort und individuellem Gestaltungsgeschmack. Aber er lädt auch ein zu Begegnungen mit Musik im Freien bei Prosecco aus dem Fass oder Kuchen vom Blech. „Jedem Hofbesitzer ist es überlassen, was er selber macht“, so die Organisatorin. Bei ihr spielen Peter Subway und Dieter Dienstag Blues, Folk , Rock, und Tolon Diya trommeln nach afrikanischem Rhythmus. Gegenüber im Hof tritt der Saxofonist Adrian Tully auf, ein Stück weiter sind Searchin’ the Roots (Skiffle & Jugband) zu erleben. Wer Zeit und Muße mitbringt, flaniert von Hof zu Hof und bekommt von allem etwas mit: Akkordeonspieler, Jazzkapelle, Männer- und Kammerchor, Jazz- und -Swing-Trio, TCC-Tanzgruppe, Ukulele, Folk, Sport und Spiel. Für Kinder gibt es Bücherlesung und Backfreuden. Mit extra großen Natur-Holzbauklötzen kann kreativ vor der Andreaskirche gespielt werden. Drinnen sind Orgelklänge und Geschichten zu hören. Der Alte Fritz läuft umher und „quatscht das Volk an“. Hermann Lamprecht, der in der Rolle des Preußenkönigs längst über die Teltower Stadtgrenzen bekannt ist, wurde standesgemäß mit einer Karte auf Französisch eingeladen. Mit ihm und dem Stadtoberhaupt Thomas Schmidt eröffnet Manuela Paletta am 30. August um 12 Uhr auf der Rathaus-Treppe den Höfetag. Dem Ereignis hat die taffe Organisationsfrau diesmal sogar eine eigene Facebookseite gewidmet.

27 Höfe in der Teltower Altstadt öffnen für Besucher

Insgesamt 27 Höfe sind am 30. August von 12 bis 18 Uhr rund um den Marktplatz in der Altstadt geöffnet; darunter auch der des Heimatmuseums und des Mattausch-Hauses.

Die Eröffnung findet um 12 Uhr auf dem Marktplatz statt.

Eine Altstadthofführung mit Peter Jaeckel (Heimatverein) beginnt um 13 Uhr am Café „Carnap“, Breite Straße 21.

Der Alte Fritz, alias Hermann Lamprecht, flaniert durch die Altstadt.

Kinder können bei Bäcker Neuendorff, Bäckerstraße 1, mitbacken.

Ein Spezialitätenmarkt mit regionalen Händlern, z.B. Apfelhof, Fischräucherei, Imker, Straußenfarm, Obst- und Gemüsehof „Teltower Rübchen“, Ölmühle präsentiert sich auf dem Marktplatz.

Da Pkw-Parkplätze sowie Stellplätze für Fahrräder begrenzt sein werden, wird empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen: Buslinien X1, X10, 601, 620, 184 sowie die S-Bahnlinie S 25.

 

Von Claudia Krause

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