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Teltow Neue Hiobsbotschaft zur Pendler-Trasse Osdorfer Straße
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01:16 07.02.2019
Die Osdorfer Straße im Großbeerener Ortsteil Heinersdorf ist besonders im Berufsverkehr hochfrequentiert. Quelle: foto: Jutta Abromeit
Heinersdorf

Der Großbeerener Bauamtsleiter Lutz Ritter will es nicht glauben: Ohne eine mehrtägige Sperrung sollte die hochfrequentierte Pendlertrasse Osdorfer Straße in den kommenden Jahren erneuert werden. „Endlich hatte das Land ein Einsehen und finanziert den Neubau dieser so wichtigen Verbindung zwischen Berlin und dem südlichen Umland mit“, sagt er.

Doch nun kam eine neue Hiobsbotschaft: Die Berliner Wasserbetriebe erneuern eine 80 Jahre alte Abwasserdruckleitung. Und das mit einer voraussichtlichen Sperrzeit von 14 Wochen.

Solche Schilder und Sperrungen an der Osdorfer Straße in Heinersdorf wie hier 2018 verursachen Staus in der ganzen Region Teltow/Großbeeren. Quelle: Jutta Abromeit

Wie berichtet hatte vor allem Ex-Bürgermeister Carl Ahlgrimm (CDU) seit seinem Amtsantritt 2002 mit unorthodoxen Mitteln Druck auf übergeordnete Behörden gemacht, um diese Straße von einer Gemeinde- zur Landesstraße hochstufen zu lassen.

Wie wichtig diese Verbindung zwischen den Bundesländern Berlin und Brandenburg ist, hatten erst jüngst wieder die Baustellen vor Weihnachten auf der B 101 gezeigt: Die Region war verstopft, erst recht bei Unfällen. Ohne die Osdorfer Straße wäre sie verkehrsmäßig komplett erstarrt. So brauchten Lichtenrader oder Großbeerener „nur“ bis zu anderthalb Stunden in die jeweilige Richtung.

Großbeeren probte den Aufstand

Um auf dieses Dilemma aufmerksam zu machen, hatte Großbeeren 2014 für kleine Verbreiterungen kurzzeitige Sperrungen veranlasst. 2017 drohte der damalige Bürgermeister Ahlgrimm mit einer demonstrativen Sperre.

Das hatte Bewegung in die Diskussion gebracht. Bis 10 000 Fahrzeuge passieren diese Straße täglich. Beim avisierten Neubau ist auch ein Kreisverkehr geplant, mit Zufahrten ins künftige Wohngebiet Heinersdorf Nord.

Ritter rechnet mit fünf Millionen Euro Baukosten

Lutz Ritter will jetzt den Fördermittelantrag für den gesamten Straßen-Neubau fertig machen. Wegen der ständig steigenden Baupreise weiß zurzeit noch niemand, wo genau eine Endsumme liegen könnte, so der Großbeerener Bau- und Planungschef; er rechnet im Moment mit rund fünf Millionen Euro.

In den kommenden Wochen werde der Förderantrag dann der Landesregierung geschickt. Rund 300 000 Euro Planungskosten hat die Zuzugsgemeinde selbst im Haushalt dieses Jahres vorgesehen.

Neubau westlich der jetzigen Trasse

Ritter erklärt: „Um den Preis, dass die Straße auch nach dem Ausbau Gemeindestraße bleibt und Großbeeren auch künftig die Unterhaltungskosten dafür trägt, hatte die Landesregierung gerade zugestimmt, den Neubau mit 75Prozent zu fördern.“ Angestrebt hatte die Gemeinde allerdings stets 90Prozent Förderung.

Ohne Sperrung kann der Neubau so funktionieren: „Zuerst wird auf dem Feld westlich der jetzigen Allee eine neue Straße gebaut“, so Ritter; der Flächenkauf dafür sei bereits mit den Berliner Stadtgütern vereinbart.

So kann die Allee erhalten werden

Diese Variante habe auch den Vorteil, die Bäume erhalten zu können. Und der Mann im Rathaus erklärt: „Wenn die neue Straße fertig ist, dann bauen wir die alte Osdorfer Straße auf einen Geh- und Radweg zurück, das spart uns auch erhebliche Kosten gegenüber einem Neubau.“

Bei den Berliner Wasserbetrieben ist die Planung zum Erneuern von 885 Metern der alten Abwasserdruckleitung, die zum Klärwerk Stahnsdorf reicht, bereits sehr viel weiter: „Im Februar 2020 soll der Aschnitt zwischen der Lichtenrader Kleingartenanlage Am Wäldchen und der Osdorfer Scheune gesperrt werden. Dann beginnen nach jetzigem Stand die Bauarbeiten“, das bestätigt Presssesprecherin Astrid Hackenesch-Rump. Vielleicht werde es etwas später, doch erneuert werden müssten die alten Rohre dieser Trasse.

Von Jutta Abromeit

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