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Teltow Ein Blick in die digitale Welt
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16:39 27.01.2019
Vereinsvorsitzender Lothar Starke (r.) und Ingenieur Ulrich Schnell stellen im neuen Ausstellungsbereich „Die digitale Welt“ die automatisierte Montagestraße vor. Quelle: Gesine Michalsky
Teltow

Denken können Maschinen noch nicht, der Mensch leitet und steuert sie – aber wie sieht die tägliche Arbeitswelt hinter den Automaten eigentlich aus? Welchen Anforderungen werden sich zukunftsorientierte technische Berufe stellen müssen. Im Industriemuseum der Region Teltow erhalten Besucher auf diese und andere Fragen seit Samstag eine Antwort. Dort eröffnete der Museumsverein seine neueste Ausstellung „Die digitale Welt“. Mehr Mädchen und Jungen sollen für technische Berufe und Studiengänge begeistert werden.

Angebot ist einzigartig

Eine vollständig mit dem Handy steuerbare und funktionsfähige Montagestraße bereichert jetzt das Museum. Man kann die Arbeit des 3-D-Druckers im Museum aus Kilometern Entfernung vom Klassenzimmer aus steuern und verfolgen. „Dieses Angebot ist einmalig in Brandenburg und vielleicht sogar deutschlandweit“, erklärt Vereinsvorsitzender Lothar Starke stolz und „das in unserem ehrenamtlich betriebenen Museum ... .“

Das Finanzministerium hat das neue Projekt unterstützt. Das Know-how stammt von der Firma Topik Didaktik und dem Oberstufenzentrum (OSZ) Technik Teltow. Die Firma Siemens lieferte die Software für die Fertigungsstraße.

Ingenieur Ulrich Schnell führt in der neuen Abteilung des Museums den Arbeitsplatz einer Leitstelle vor. Dort laufen alle relevanten Informationen zusammen, erklärt Schnell. Quelle: Gesine Michalsky

In dem Museum stehen nun nicht nur historische und gegenwärtige Arbeitswelten nebeneinander, man kann jetzt auch einen Blick in die Zukunft werfen. Damit die Schüler die Veränderungen von technischen Berufen besser kennen lernen können, bietet der Museumsverein für Schulen und Horte geführte Rundgänge an.

Ein Clou ist, dass alle Ausstellungsstücke Originale aus der Region sind. So kann die ausrangierte Siemens-Schaltzentrale des Klärwerks Stahnsdorf, Baujahr 2010, in der Oderstraße noch für Bildungszwecke dienen. Vorher erlaubte sie das automatisierte Befüllen und Beobachten von riesigen Behältern am Bildschirm.

Vom ersten Prozessor der DDR bis zum Energiemanagement einer modernen Leitstelle: Den komplexen Vorgang, wie eine ganze Stadt mit Strom aus erneuerbaren und konventionellen Energiequellen versorgt wird, erlebt man an einer ehemaligen Leitstelle von „50Hertz“, dem Berliner Netz-Betreiber für den Osten Deutschlands.

Termine für geführte Rundgänge

Das Industriemuseum der Region Teltow in der Oderstraße 23-25 in Teltow hat dienstags bis sonnabends in der Zeit von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Termine für geführte Rundgänge durch das Industriemuseum können interessierte Gruppen telefonisch unter 03328/3 36 90 88 vereinbaren.

Stolz präsentiert der Vereinsvorsitzende und frühere Automatisierungsingenieur die modernste Produktionstechnik. „Jedes Unternehmen mit Montageprozessen hat solch eine Anlage.“ Am Modell können die Besucher eigene Ideen ausprobieren und von der Pike auf programmieren lernen. Schüler des Oberstufenzentrums Technik Teltow haben bereits experimentiert und mit Bauteilen der Fertigungsstraße zum Beispiel eine Flaschensortieranlage programmiert, wie sie unter anderem die Supermärkte verwenden.

Von Gesine Michalsky

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