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Teltow Krimistunde in der Friedhofskapelle
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00:38 19.04.2018
Carla Maria Heinze signierte nach der Lesung in der Friedhofskapelle Teltow ihre Bücher. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
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Teltow

„Ich hatte es schon gestern im Gefühl, dass es nur wunderbar werden kann“, eröffnete Martin Bindemann von der Teltower St. Andreas Kirche die Lesung von Carla Maria Heinze in der Friedhofskapelle am vergangenen Samstag. „Ich bin ganz, ganz fröhlich, dass auch zum dritten Mal so viele Leute der Einladung zu Kunst und Kultur auf dem Friedhof gefolgt sind“, so Martin Bindemann, der ebenfalls fröhlich war, dass die Veranstaltung, zu der er eingeladen hatte, erstmals in Form einer Kooperation stattfand: Gemeinsam mit dem Buchkontor Teltow hatte der Freundeskreis Friedhof zu der Lesung gebeten, in der Carla Maria Heinze aus ihrem dritten Krimi „Brandenburger Gold“ las.

Ein Hauptkommissar in Potsdam

Regionaler geht es dabei wohl kaum: Die Autorin wurde in Kleinmachnow geboren, lebt ihn Stahnsdorf und las in Teltow über Morde, die in Potsdam geschehen. Auch in diesem Roman ermittelt Maik Lilienthal, Hauptkommissar in Potsdam, und seine Mutter, die ehemalige Fallanalytikerin Enne Lilienthal mischt sich ein: „Was natürlich nicht ohne Konflikte abgehen kann“, wie Carla Maria Heinze den zahlreich erschienenen Zuhörern einleitend erklärte. Auch in ihrer aktuellen Geschichte, die im Februar dieses Jahres erschienen ist, verbindet sie die tödlichen Ereignisse der Jetzt-Zeit mit Ereignissen in der Vergangenheit, diesmal geht sie rund 70 Jahre zurück in die Nazi-Zeit. „Es beginnt in der heutigen Zeit, arbeitet sich in die Vergangenheit vor, um hier wieder anzukommen“, leitete Martin Bindemann ein.

Carla Maria Heinze begann ihre Lesung mit einem Auszug aus dem Prolog ihres Buches, der in der Potsdamer Bunkeranlage „Kurfürst“ spielt, dem Hauptquartier des Oberbefehlshabers der deutschen Luftwaffe Hermann Göring. Weiter ging es zu einem Mord im Heute – ein Tierschützer, der mit einem Metalldetektor unterwegs war, wird nicht nur Opfer einer Explosion einer Bombe mit einem ungewöhnlichen Zündmechanismus, sondern weist außerdem noch einen Schlüsselbeindurchschuss auf...

Auch eine Passage aus dem Herzstück des Romans war zu hören

Nach mehreren Anrissen aus dem Roman, die ein paar Zusammenhänge in der Geschichte aufzeigten und – natürlich gewollt – noch viele Fragen offenließen, schloss Carla Maria Heinze mit einer Stelle aus dem zweiten Teil, dem „Herzstück“ des Romans, die sie üblicherweise in Lesungen nicht bringen würde, wie sie erklärte. Doch sie habe erfahren, dass während der Sanierung der Friedhofskapelle, in der die Lesung stattfand, eine Baracke des Außenlagers des Konzentrationslagers Ravensbrück als Ersatzkapelle gedient hatte, erklärte sie, und ergänzte: „Da fügt sich ja eines zum anderen, der Roman und die Teltower Geschichte.“

„Ganz hingerissen vom schlichten, schönen Raum“

Carla Maria Heinze zeigte sich von dem Ort der Lesung, der Friedhofskapelle, begeistert: „Ich bin ganz hingerissen von dem schlichten, schönen Raum, der aber nach oben strebt und so eine Ruhe ausstrahlt“, sagte sie. Die Kapelle war im November 2017 nach einer zweijährigen Sanierung und der Investition von rund 800 000 Euro feierlich wiedereröffnet worden. Bereits damals war angekündigt worden, dass das Gemäuer nicht nur ein Ort der Trauer sein solle, sondern ein „Ort des Lebens“, wie es Landrat Wolfgang Blasig (SPD) formulierte. Kunstveranstaltungen und Lesungen sollten hier stattfinden, war der Plan. Die Lesung mit Carla Maria Heinze war nun bereits das dritte Ereignis dieser Art: Im Februar hatten bereits schwedische Sagen und Mythen in der Kapelle ihren Einzug gefunden, im März folgte ein Konzert des Chors „Canto Allegro“.

Info: Das Buch „Brandenburger Gold“ von Carla Maria Heinze ist 2018 im Emons Verlag erschienen und um 11,90 Euro im Buchhandel, etwa bei Buchkontor Teltow, erhältlich.

Von Konstanze Kobel-Höller

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