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Teltow Regio Bus schickt „Giga-Liner“ auf Achse
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Regio Bus schickt „Giga-Liner“ auf Achse
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01:16 12.11.2018
Die Regio Bus Verkehrsgesellschaft Potsdam-Mittelmark setzt auf den Linien 601 und X 1 von Potsdam nach Teltow 21 Meter langen Busse ein. Quelle: Foto: Heinz Helwig
Region Teltow

Auf den Linien 601 und X 1 von Potsdam nach Teltow setzt die Regio Bus Verkehrsgesellschaft Potsdam-Mittelmark sechs neue Busse mit einer Überlänge von 21 Metern ein. Damit reagiert das Unternehmen auf die wachsende Anzahl an Fahrgästen in der Region Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf (TKS). Dort fahren täglich mehr als 11 000 Fahrgäste mit den Bussen der genannten Linien.

Mike Fetzer ist der Leiter des Betriebshofes in Stahnsdorf, auf dem die sechs neuen überlangen Busse untergebracht wurden. Dafür mussten neue Stellplätze angelegt werden. Quelle: Heinz Helwig

„Wir stoßen bereits an unsere Leistungsgrenzen“, sagt Regio Bus-Verkehrsleiter Thorsten Müller. Die Mega-Busse ersetzen einen Teil der bisherigen 18 Meter langen Gelenkfahrzeuge, die nun auf anderen Strecken eingesetzt werden. Noch mehr kleinere Busse in der Region einzusetzen und dafür Fahrer zu finden, wäre teurer beziehungsweise recht schwierig geworden, erklärte Mittelmarks Landrat Wolfgang Blasig (SPD) bei einer Vorführung der sogenannten CapaCity L-Busse des Herstellers Mercedes am Freitag in Stahnsdorf. Die neuen „Schlenkis“ hat der Landkreis allein finanziert. Ein Bus kostet etwa 400 000 Euro. Auch ihre Spitznamen haben sie bereits weg, meint Verkehrsleiter Müller. Beim ersten Anblick der Riesen hätten die Fahrer schon scherzhaft von „Menschen-Fressern“ oder „Monsterbussen“ gesprochen.

Zehn Kameras überwachen den Innenraum

Die neuen Busse wurden auf dem Betriebshof in Stahnsdorf untergebracht. Dafür mussten neue Stellplätze angelegt werden.

Der Innenraum wird mit zehn Kameras videoüberwacht.

Eine Fußbodenheizung im vorderen Bereich soll bei Schnee- und Eiswetter verhindern, dass Fahrgäste im Bus ausrutschen können.

Die Fahrzeuge erfüllen die Euro-6-Abgasnorm.

Mit 56 Sitz- und 138 Stehplätzen sind die Busse nun die größten in der Flotte. Im Mittelteil ist jetzt Platz für zwei Rollstühle und zwei Kinderwagen beziehungsweise mehrere Rollatoren. Dazu wurde im hinteren Bereich ein weiterer Freiraum für einen Rolli oder Kinderwagen geschaffen. Eine erstmals vierte Tür am Ende des Fahrzeugs soll das Ein- und Aussteigen der Fahrgäste beschleunigen. Der Bus verfügt über W-Lan mit zwei Providern in LTE-Qualität und durchgehend mehreren USB-Anschlüssen auf der Fahrerseite, zählt Müller weiter auf.

Im geräumigen Mittelteil der neuen Busse haben jetzt zwei Rollstuhl- oder Rollatorfahrer sowie zwei Kinderwagen beziehungsweise einige Rollatoren Platz. Quelle: Heinz Helwig

Vier zusätzliche Außenkameras ermöglichen dem Fahrer die Kontrolle beim Abbiegen seines Busses sowie des Hecks, das dabei weiträumiger ausschwenkt, erklärt der Verkehrsleiter. Eine zusätzliche Lenkachse erleichtert dem Fahrer allerdings den Richtungswechsel. Die Außenfront der Fahrzeuge präsentiert erstmals das endgültige Logo der Regio Bus Verkehrsgesellschaft, das jetzt nach und nach auch an vielen, noch weißen Regio-Bussen angebracht werden soll.

Klares Bekenntnis zur Region

„Die neuen Fahrzeuge sind ein klares Bekenntnis zur TKS-Region“, bekräftigt Verkehrsleiter Müller. Dort werde der Busverkehr immer stärker nachgefragt. Müller sieht im TKS-Land wesentlich höhere Anforderungen an seine Gesellschaft als beispielsweise im eher ländlichen Raum.

Auf dem Busparkplatz am Potsdamer Hauptbahnhof würden sich auch städtische Busfahrer bewundernd um die neuen „Giga-Liner“ versammeln. „Wenn Potsdam mit seinen Verkehrsproblemen noch etwas von uns lernen will – unsere Tür steht für den Vip jederzeit offen“, lädt Landrat Blasig augenzwinkernd ein.

Von Heinz Helwig

Die Regio Bus Verkehrsgesellschaft Potsdam-Mittelmark setzt auf den Linien 601 und X 1 überlange Busse ein. Damit reagiert das Unternehmen auf die wachsende Anzahl an Fahrgäste in der Region.

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