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Teltow Osdorfer Straße bleibt weitgehend erhalten
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Osdorfer Straße bleibt weitgehend erhalten
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19:57 07.11.2018
Ein schmaler Pfad im östlichen Teil der Osdorfer Straße in Teltow soll aufgenommen werden, um dort eine Kombination aus Geh- und Radweg herzustellen. Quelle: Archiv/Stephan Laude
Teltow

 Das Gelingen des Kompromisses zur Entwicklung des Diakonischen Stadtteils in Teltow-Seehof wird nun immer sicherer: Der Vorschlag, der gemeinsam von Vertretern der Eigentümer (Evangelisches Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin), der Bürgerinitiative und der Stadtverwaltung erarbeitet wurde, geht derzeit durch die Fachausschüsse und soll Ende des Monats schließlich von den Stadtverordneten beschlossen werden.

Das Diakonissenhaus möchte auf seinem zum größten Teil noch unbebauten Gelände etwa ein Hospiz, ein Krankenhaus, Arztpraxen, eine Kita, ein Parkhaus und sozialen Wohnbau unterbringen, Details sind aber noch nicht sicher. Man denke in langen Zeiträumen, heißt es. Ursprünglich war angedacht worden, die letzten 300 Meter der Osdorfer Straße zum Heinersdorfer Weg zu überbauen und die Straße davor nach Süden zu verschwenken. So würde ein viereckiges Baufeld anstelle von zwei dreieckigen entstehen, wurde argumentiert.

Bäume bleiben stehen

Bei der Beteiligung der Öffentlichkeit zu dem im April ausgelegten ersten Bebauungsplan und der entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplans über das betroffene Areal hatte sich aber großer Widerstand vor allem gegen diesen Verlauf der Osdorfer Straße gebildet. Mehr als 900 Unterschriften legte eine Bürgerinitiative in der Folge für ihr Anliegen vor. Im nun neu ausgearbeiteten Konzept soll der bisherige Verlauf weitgehend erhalten bleiben und erst im Südwest-Teil auf den Heinersdorfer Weg abknicken, um einen verbesserten Winkel zu erreichen. Nur auf drei Teilstrecken der Straße sollen künftig Autos fahren dürfen. Eine neue Erschließungsstraße soll dafür zu einem dieser Bereiche errichtet werden. Der Rest der Osdorfer Straße bleibt den Radfahrern und Fußgängern vorbehalten. Auch ein Trampelpfad im östlichen Teil soll aufgegriffen werden, um dort eine Kombination aus Geh- und Radweg herzustellen. Der bestehende Baumbewuchs soll außerdem erhalten werden. An eine Alleebepflanzung ist nicht gedacht.

„Es war eine schwierige Situation“, betont Teltows Beigeordnete Beate Rietz (SPD), die optimistisch ist, dass der neue Bebauungsplan in den nächsten Monaten ausgelegt und bis April als Satzungsbeschluss festgelegt werden kann. Der Eigentümer könne dann auch die gewünschten Fördermittel abrufen, so Rietz

Von Konstanze Kobel-Höller

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