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Teltow Stadtparlament kann Rodung nicht verhindern
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Stadtparlament kann Rodung nicht verhindern
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16:33 29.11.2018
Ist das noch Waldbewirtschaftung und Ausästung?, fragen sich die Teltower Stadtverordneten. Sie appellieren an die Eigentümer, keine weiteren Bäume im ehemaligen Sabersky-Park in Teltow zu fällen. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Teltow

Eine Veränderungssperre für das Areal des ehemaligen Sabersky-Parks wünschen sich die Stadtverordneten Teltows dringend. In einem Beschluss haben sie zudem einstimmig an die Eigentümer der Fläche appelliert, keine weiteren Rodungen vorzunehmen und Maßnahmen für einen Wohnungsbau zu unterlassen. Marc Bomhoff (SPD): „So geht man nicht mit der Stadt und den Bürgern um!“

Auf dem Grundstück hatten am vergangenen Freitagnachmittag Fällarbeiten begonnen, die bis Anfang dieser Woche fortgesetzt wurden. Zwar haben die Anwälte der Eigentümer darauf verwiesen, dass es sich lediglich um eine Waldpflege handle, doch tatsächlich ist bis gestern eine große freie Fläche entstanden, die zumeist nun mehr von ein bis zwei Baumreihen umgeben ist. Der Eindruck, dass es sich um mehr als nur um Ausästungen und die Entfernung von totem Material gehandelt hat, drängt sich auf.

Stadt schlug Kauf des Waldes aus

Den Kahlschlag hätte eine Veränderungssperre, wäre sie im Vorfeld beschlossen worden, auch nicht verhindern können, so Vizebürgermeisterin Beate Rietz (SPD), da eine solche nur bei Bauangelegenheiten greife. Hans-Peter Goetz (FDP) sagt : „Ein Wald ist ein Wirtschaftsgut und darf als solches auch bewirtschaftet werden. Mit der Veränderungssperre können wir aber deutlich machen, dass wir keine Bebauung zulassen wollen.“

Ronny Bereczki (CDU) übte Selbstkritik und erinnerte daran, dass die Stadt vor einigen Jahren die Möglichkeit hatte, den Wald zu kaufen, aber aus Kostengründen darauf verzichtete. Die Aktion jetzt käme für ihn nicht überraschend. Die Eigentümer und ihr Vertreter hätten immer betont, sie wollten die Fläche verwerten – als Bauland oder als Wald.

Von Konstanze Kobel-Höller

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