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Teltow Die Bienen sammeln Honigtau
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Die Bienen sammeln Honigtau
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19:55 17.07.2018
Bienenzüchter Bodo Wackrow erzählt beim Tag des Imkers Besuchern etwas über seine Bienenvölker Quelle: Gesine Michalsky
Region Teltow

Das Interesse für Honigbienen ist in Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf nach wir vor erstaunlich groß, und so nutzten am Wochenende viele Besucher den Tag der offenen Tür des Imkervereins der Region, um sich über das aktuelle Befinden der nützlichen Insekten zu erkunden.

Das Imkern kennen viele noch aus ihrer Kindheit. Auch wenn Bienenhaltung nach wie vor als Hobby an Beliebtheit zulegt und die Zahl der Völker stetig wächst – vor 30 Jahren flogen noch viel mehr Tiere durch die Gärten und die Landschaft. „Es gibt mehr Imker, die aber weniger Völker besitzen. Insgesamt 400 Bienenvölker halten unsere Vereinsmitglieder und wir sind sehr stolz, dass es mehr werden“, sagt der Vereinsvorsitzende Bodo Wackrow. Den Klimawandel bekämen die Imker zwar direkt zu spüren, „aber die Bienen werden nie aussterben“, ist sich der Kleinmachnower sicher, der sich seit bald vier Jahrzehnten um die Bienen kümmert.

Die Lindenblüten sind vertrocknet

Das Sammeln der Tracht ist jetzt abgeschlossen, also die Ernte für dieses Jahr zusammengetragen. Das örtliche Ergebnis: ein relativ dunkler Honig. „Die Honigbienen grasen das vorhandene Angebot in ihrer Umgebung ab und dabei fehlten in diesem Frühjahr die Lindenblüten“, erklärt der erfahrene Imker. Sie waren vertrocknet, „stattdessen sammelten die Bienen Honigtau.“ Das, was unter Linden alles verklebt, ist eine zuckerhaltige Substanz, die von Läusen aus den Blättern gezogen wird und als Nektar-Ersatz dienen muss. Kein Nachteil für den Honig, sagt der Fachmann: „Für den Honig ist die Trockenheit positiv. Der Wassergehalt ist in diesem Jahr unterdurchschnittlich.“

Die Natur wird immer schneller

Unterm Strich macht der Klimawandel den Imkern aber vor allem zu schaffen. Die Biene ist in diesem Jahr sehr früh mit der ersten Wärmeperiode aus dem Winter gekommen. Der Aufbau dauerte aber länger und die Blüte der Obstbäume war dann schon vorbei. Die Winter werden milder und damit wird die Ruhephase im Stock verkürzt. „Aus Sicht der Biene wird die Natur immer schneller“, berichtet Bodo Wackrow. Zum Glück blühe die Robinie im Frühjahr immer genau richtig, nämlich dann, wenn die Bienenvölker stark sind.

Und noch ein Phänomen, das dem Klimawandel zuzuschreiben ist, kann der Imker in seinem Garten am Teltowkanal beobachten: Die „große blaue Holzbiene“ ist inzwischen hier zuhause. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und dringt in den Norden vor. Sie lebt nicht im Verband, sondern einzeln. „Eine Dame brachte mir schon ein Exemplar, das sie in ihrem Keller eingefangen hatte.“

Die „große blaue Holzbiene“ fühlt sich im Garten von Imker Bodo Wackroth am Teltowkanal in Kleinmachnow inzwischen wie zuhause. Quelle: Gesine Michalsky

Von September bis April lädt der Imkerverein zu interessanten Vorträgen von Wissenschaftlern des Länderinstituts für Bienenkunde in Hohen-Neuendorf. Dabei geht es zum Beispiel um Krankheitsbekämpfung.

Von Gesine Michalsky

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