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Teltow Künftiger Bauhof soll Know-how von privater Elektro-Firma erben
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Künftiger Bauhof soll Know-how von privater Elektro-Firma erben
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05:46 25.01.2019
Die Wartung der Straßenlaternen gehört zu den Bauhof-Aufgaben. Quelle: Kniebeler
Stahnsdorf

 Nächster Versuch Ende Februar: Dann steht in der Stahnsdorfer Gemeindevertretung wieder die Abstimmung über die Bauhof-Fusion mit den Nachbarn an. Zuletzt hatte Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger, BfB) eine Abstimmung überraschend vertagt, weil er erst klären wollte, dass der neue Zweckverband nicht umsatzsteuerpflichtig sein wird. Diese Hürde ist genommen. Sicherheitshalber haben mehrere Fraktionen aber einen zweiten gleichlautenden Antrag laufen.

Anfrage zum Aufgehen von Privatfirma in Bauhof

Aktuell gibt es über etwas anderes Verunsicherung. Ein Stahnsdorfer Handwerksbetriebes soll in den geplanten gemeinsamen Bauhof von Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf aufgehen. Die BfB-Fraktion hatte die Anfrage gestellt, was es damit auf sich habe, dass die Elektrofirma Manfred Unger, die derzeit Straßenbeleuchtung in der Region wartet, im Bauhof aufgehen solle.

Tatsächlich ist es so, dass der Wunsch des Betriebes nach Auflösung bestehe, bestätigt Uwe Brinkmann, Leiter des Bauhofes Kleinmachnow, auf Anfrage der MAZ. Der Inhaber habe den Wunsch geäußert, dass Teile seiner Firma in den Bauhof übergehen sollen. Manfred Unger bestätigt, dass er dies den Kommunen angeboten habe. „Das ist aber noch alles in der Schwebe“, sagt er. Er sei im 70. Lebensjahr „und irgendwo ist dann Schluss“. Die fünf Mitarbeiter, darunter auch sein Sohn, könnten beim Bauhof weitermachen, so seine Idee, was schließlich für die Kommunen günstiger sei, als wenn sie sich diese Leistungen zukaufen müssten.

Zweckverband würde Personal und Ausrüstung übernehmen

Brinkmann betont aber: „Es geht nur um den Erhalt der kommunalen Straßenbeleuchtung und darum, das Know-how in Form der Menschen zu bewahren.“ Man müsse klipp und klar sagen, dass es sich dabei um keine Firmenübernahme handeln würde, da der Betrieb noch weiter bestehen und abgewickelt würde. Der Zweckverband würde Personal, Arbeit und vermutlich auch einen Teil der Ausrüstung übernehmen, wenn das so beschlossen würde, ergänzt Brinkmann. Aus seiner Sicht ist dies auf jeden Fall erst nach der Gründung und mit der Betriebsaufnahme des gemeinsamen Bauhofes der Kommunen möglich.

Künftiger Bauhof soll Privatfirmen keine Aufgaben wegnehmen

Brinkmann kann sich nicht vorstellen, dass eine solche Entscheidung zur Folge hätte, dass künftig auch andere Firmen ähnliches verlangen, etwa weil sie befürchten, dass ihnen durch den Bauhof Aufträge entgehen und sie in finanzielle Not geraten würden. „Wir nehmen niemandem Arbeit weg“, erklärt er, „wir machen nur 2,5 Prozent des Gesamtumsatzes, beim Winterdienst zwei Prozent. Es gibt genug Arbeit in der Region.“ Der Bauhof werde auch nur für die öffentliche Hand arbeiten und ausschließlich kommunale Daseinsvorsorge betreiben, also den Winterdienst, die Straßenreinigung und die Grünpflege übernehmen.

Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) stellt ebenfalls klar, dass der Bauhof mit keiner Firma in Konkurrenz treten und schon gar keine Betriebe übernehmen werde. Er selbst habe zudem mit Manfred Unger noch nicht gesprochen. „Das wird jedenfalls bei der Gründung keine Rolle spielen“, ist er überzeugt.

Stahnsdorfs Kämmerer Andreas Günther soll nun Anfragen an Teltow und Kleinmachnow schreiben, um herauszufinden, was in Sachen Firmenübernahmen in Planung ist.

Von Konstanze Kobel-Höller

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