Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow Kunsttage mit „lichten Grüßen“
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Kunsttage mit „lichten Grüßen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:47 31.10.2018
Die Teltower Künstlerin Frauke Schmidt-Theilig hat eigens für die Teltower Kunsttage 2018 das Wandbild „Sinn und Bedeutung“ gemalt. Quelle: Jonathan Seibt
Teltow

Kunstliebhaber können Lyonel Feininger dankbar sein, dass sich die Initiative „Teltower Kunst-Sonntag“ in diesem Jahr dazu entschlossen hat, den traditionellen Herbsthöhepunkt in Teltow auf gleich drei Tage zu verteilen. Der deutsch-amerikanische Maler, Grafiker und Karikaturist malte vor genau einhundert Jahren sein heute berühmtes Bild „Teltow II“ und machte damit die Rübchenstadt in der ganzen Welt bekannt. Das muss gefeiert werden, sagen sich die Organisatoren und laden im Zeitraum vom 2. bis zum 4. November auf das Gelände der Biomalz-Fabrik in der Teltower Iserstraße 8-10 ein.

Mit seinem Bild „Teltow II“, das der deutsch-amerikanische Maler, Grafiker und Karikaturist Lyonel Feininger vor einhundert Jahren schuf, machte der Künstler die Rübchenstadt in der ganzen Welt bekannt. Quelle: Repro Stadt Teltow

„Mehr als nur ein Kunst-Sonntag“ heißt denn auch das dreitägige Festival der Kreativität, auf dem insgesamt 68 Künstler aus neun europäischen Ländern ihre zeitgenössischen Arbeiten der Malerei, der Bildhauerei sowie Installationen, Fotografien und anderes mehr präsentieren. Außerdem sind Schüler der Kunstkurse des Weinberg-Gymnasiums Kleinmachnow, des Vicco-von-Bülow-Gymnasiums Stahnsdorf und der Jugendkunstschule Teltow dabei. Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) eröffnet am Freitagabend um 18 Uhr die Sonderausstellung im historischen Kesselhaus der Fabrik beziehungsweise in der Halle des Neubaus. Das „Fine Quartett“ gibt der Vernissage den angemessenen musikalischen Rahmen. 13 Künstler stellen dort ihre Skulpturen und Plastiken aus. Der Eintritt zu dieser Sonderausstellung ist frei.

Das Programm in der Übersicht

Freitag, 2. September: 18 bis 20 Uhr, Kesselhaus/Halle: Vernissage der Sonderausstellung (Eintritt frei); Eröffnung und Empfang durch Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt; musikalische Begleitung „Fine Quartett“.

Samstag, 3. September: 14 bis 18 Uhr, Biomalz-Fabrik: Sonderausstellung (der Eintritt ist frei); 16 Uhr im Kesselhaus /Halle: Lesung mit der Autorin Astrid Hoffmann. Sie liest aus ihren „Brandenburger Geschichten“.

Sonntag, 4. November: Biomalz-Fabrikgelände: 10 bis 11 Uhr: traditionelles Künstlerfrühstück; 12 Uhr: Eröffnung des 11. Teltower Kunst-Sonntags durch Doris Patzer, Kulturbeauftragte des Landkreises Potsdam-Mittelmark und Hermann Lamprecht alias Friedrich II. Den musikalischen Auftakt gibt das „Mückenheimer-Trio“ aus Potsdam; 14 bis 16 Uhr: stündliche Showeinlagen Tanzschule Kurrat, Teltow.  

Ganztägig: Die Union Sozialer Einrichtungen (USE) gGmbH lädt zum Tag der offenen Tür ein und stellt sich und ihre Arbeit sowie ihre Projekte vor.

Am Eingang zur Sonderausstellung empfängt Lichtpoet Alfred Wolski die Besucher mit seiner Installation. „Licht beeinflusst in hohem Maße nicht nur die Art, wie wir Kunst wahrnehmen. Licht ist in allen Fällen sogar ein Element der Kunst“, erklärt der Künstler aus dem hessischen Karben. In diesem Sinne sehr gut wahrnehmbar ist das knapp 30 Quadratmeter große Wandbild „Sinn und Bedeutung“ im Neubau der künftigen Produktionshalle, das die Teltower Malerin Frauke Schmidt-Theilig in Gedanken an den Philosophen Ludwig Wittgenstein und eigens für diese Kunsttage mit Dispersionsfarbe und Acryl entworfen hat. Bei der Arbeit habe sie nicht unbedingt an die Teltower vor einhundert Jahren gedacht, meint die Künstlerin. Sie wolle einfach nur den Menschen in den Mittelpunkt des Bildes stellen.

Juliane Karsten vom Biomalz-Infobüro (l.) und Silva von Bülow, Vorsitzende der initiative „Teltower Kunst-Sonntag“ laden alle Kunstliebhaber zum dreitägigen Festival der Kreativität ein. Quelle: Stadt Teltow/M. Kuhlbrodt

Als Highlights und „Special Guests im Kesselhaus“ werden die Künstler Anke Eilergerhard und Jörg Oswald auf der Kunstmesse gehandelt. Mit schelmischer Freude entwickelt Eilergerhard ihre fantastisch-absurden Silikon-Plastiken virtuos zwischen konkreter Bildhauerei, Abstraktion und figurativer Skulptur. Ähnlich verhält es sich mit der Installation von Jörg Oswald, die ein sinnliches Denkmodell an der Nahtstelle von schnell und langsam verkörpert.

Mehr als 300 Exponate zu sehen

Dazu passend liest am Samstag um 16 Uhr im Foyer des neuen Gebäudes die Schriftstellerin Astrid Hoffmann aus Teltow aus ihren Büchern und bringt einer ihrer Kurzhörspiele zu Gehör. Die heiter-besinnlichen Texte sollen den Zuhörer die Metapher für Langsamkeit und Identität entdecken lassen.

Den klassischen 11. Kunstsonntag am 4. November eröffnen die Kulturbeauftragte des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Doris Patzer, und Friedrich II. alias Hermann Lamprecht um 12 Uhr. Zum beschwingten Auftakt trägt außerdem das „Mückenheimertrio“ aus Potsdam bei. Nach der Eröffnung können sich die Besucher in allen Gebäuden des denkmalgeschützten Fabrikensembles mehr als 300 Exponate anschauen. Die Tanzschule Kurrat aus Teltow sorgt von 14 bis 16 Uhr mit einer kurzen Show für Abwechslung, und die gemeinnützige Union Sozialer Einrichtungen (USE) schließt neugierigen Besuchern ihre Türen auf.

Von Heinz Helwig

Die Stadt Teltow hat ihre Suche nach einem Betreiber für den künftigen Hafen beendet. Bis zum Jahresende will sie mit den Bewerbern sprechen und den Stadtverordneten einen Favoriten präsentieren.

29.10.2018

Zum diesjährigen mittelmärkischen Aktionstag „Feuer und Flamme für unsere Museen“ empfing das Heimatmuseum Teltow seine Gäste mit spannenden Geschichten aus den vergangenen Jahrhunderten der Region

28.10.2018

Der ehemalige Bezirksschornsteinfegermeister Bernd Ebert aus Teltow sorgte in seinem Arbeitsleben dafür, dass in der Region der Schornstein raucht – jetzt hat der 70-Jährige Zeit für seine Hobbys

28.10.2018