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Teltow Ohne Dynamik geht es nicht
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20:38 24.08.2018
„Eine gewisse Dynamik ist für mich unverzichtbar“, sagt Beate Rietz im MAZ-Interview Quelle: Dirk Pagels
Teltow

Die zweite Amtszeit als stellvertretende Bürgermeisterin von Teltow beginnt für Beate Rietz (SPD) im Oktober. Der Vorschlag des Bürgermeisters Thomas Schmidt (SPD), auf eine Ausschreibung der Stelle zu verzichten und die einstige Werderanerin direkt zur Wahl zu stellen, war von der Mehrheit der Stadtverordneten ebenso unterstützt worden wie ihr Verbleib in ihrer Position. Jetzt zieht Rietz Bilanz und blickt nach vorn.

Was war Ihr erster Gedanke danach?

Beate Rietz: Ich habe mich über die Bestätigung meiner Arbeit der vergangenen acht Jahre gefreut.

Was waren die wichtigsten Gründe, warum Ihnen die Mehrheit der Stadtverordneten das Vertrauen ausgesprochen hat?

Mit der Mehrheit der Stadtverordneten gab es stets eine verlässliche Zusammenarbeit. Vielleicht ist auch dies honoriert worden. Über die genauen Beweggründe müssten Sie aber mit den Wählern, also den Stadtverordneten selbst sprechen.

Welche Rolle hat dabei der Teltower Hafen gespielt?

Der Bau des Teltower Hafens ist nur ein Teilgebiet meines Aufgabenbereichs. Die Äußere Verwaltung, für die ich zuständig bin, umfasst die Bereiche Tiefbau, Hochbau, das Grünflächenamt sowie die Stadtplanung. Dazu kommen Feuerwehr, Bauhof und Standesamt. Ich nehme an, dass die Stadtverordneten diesen gesamten Verantwortungsbereich im Blick hatten.

Denken Sie, Sie hätten noch mehr Zustimmung bekommen, wenn das Hafen-Gutachten zu einem anderen Zeitpunkt herausgekommen wäre?

Aus meiner Sicht dürfte der Zeitpunkt, zu dem das Gutachten fertiggestellt wurde, keinen großen Einfluss auf die Wahl gehabt haben, da es eher auf dessen Inhalt ankam.

Würden Sie es heute anders machen?

Im Verlauf des Hafenprojekts haben wir viele Erfahrungen gesammelt. Hätte ich diesen Erfahrungsschatz bereits zu Beginn des Hafenbaus gehabt, hätte ich an der einen oder anderen Stelle anders agiert. Ich hätte zum Beispiel die Projektstruktur von Anfang an auf den Stand gebracht, den wir heute haben.

Was reibt Sie an diesem Thema am meisten auf?

Dass es beim größten Infrastrukturprojekt Teltows auch Kritik geben würde, das war mir klar. Andererseits ist der Hafenbau ein in jeder Hinsicht extrem komplexes Themenfeld. Leider ist es heutzutage, in Zeiten der schnellen Kommunikation und der damit verbundenen schnellen Urteile, nicht mehr bei jedem üblich, sich dieser Komplexität zu stellen. Das ist bedauerlich. Beim Hafenprojekt dürfen wir aber eines nicht vergessen: Es gab 2013 einen mit großer Mehrheit gefassten Grundsatzbeschluss der Stadtverordneten, die Marina zu bauen. Und das ist nie ernsthaft infrage gestellt worden.

Können Sie sich vom Hafen trennen?

Wieso sollte ich? Wir sind beim Hafenbau in einer spannenden Phase. Die Arbeiten gehen gut voran. Bald werden die Stege montiert, Bauschiffe liegen im Hafenbecken. Ich wünsche mir, dass wir auf Kurs bleiben und alle gemeinsam die Eröffnung im nächsten Jahr feiern können. Übrigens: Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich heute von 11 bis 16 Uhr am Tag der offenen Baustelle selbst ein Bild vom Fortschritt zu machen.

Auf welche Themen möchten Sie sich noch konzentrieren?

Ein Schwerpunkt werden die Fahrradfahrer sein. Für sie gilt es, Verbesserungen zu erreichen, sei es mit dem Bau neuer Radwege oder in puncto Sicherheit. Auch der soziale Wohnungsbau liegt mir sehr am Herzen. Nicht zuletzt will ich mich besonders darum kümmern, dass Teltow auch eine grüne Stadt bleibt.

Fahren Sie selbst Rad?

Ja, natürlich.

Was erhoffen Sie sich persönlich von den nächsten acht Jahren?

Mir gefällt die Vielfalt meiner Aufgaben, die Abwechslung in der täglichen Arbeit. Ich wünsche mir, dass es weiterhin viele unterschiedliche Projekte und Herausforderungen geben wird. Eine gewisse Dynamik ist für mich unverzichtbar.

Von Konstanze Kobel -Höller

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