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Potsdam-Mittelmark Augenzwinkernd durch den Alltag
Lokales Potsdam-Mittelmark Augenzwinkernd durch den Alltag
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19:10 14.02.2016
Nicht ohne sein Barett: In seinem Stahnsdorfer Atelier wechselt der Teltower Bernd Zienicke zwischen seinen Cartoons und seiner Malerei. Das verschafft ihm ein inneres Gleichgewicht, sagt er Quelle: H. Helwig
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Stahnsdorf

„Ich male nicht einfach Kleckse aufs Papier, ich erzähle in meinen Bildern Geschichten“, sagt der Teltower Cartoonist und Maler Bernd Zienicke über sich selbst. In seinem neuen offenen Atelier im Stahnsdorfer Markhof-Quartier, in das er unlängst aus dem Green-Park zog, hat er jetzt nicht nur mehr Platz, sondern auch mehr Ruhe, seine Ideen in Bilder umzusetzen.

An Einfällen mangelt es Zienicke wahrlich nicht. Sie kommen plötzlich beim Frühstück und auf dem Weg ins Wohnzimmer oder wenn der knapp 70-Jährige einen Werbetext sieht oder auf der Straße einen Zuruf eines Passanten an einen Bekannten aufschnappt. Dann braucht er rasch ein Stück Papier und einen Stift, um sich erste Grundgedanken aufzuschreiben. Mit feinem hintersinnigem Spott hält Zienicke ganz alltägliche Situationen in seinen Karikaturen fest, hält sie seinen Mitmenschen sozusagen wie einen Spiegel vors Gesicht. Ernst wird der Maler dagegen in seinen Bildern, die meist aus seiner unerschöpflichen Phantasie entstehen, aber immer realistische Botschaften enthalten, die Zienicke bewusst aussenden will. Der ständige Wechsel zwischen heiteren Cartoons und tiefsinniger Malerei bringt dem Künstler jenes innere Gleichgewicht, das ihm in seinem Leben so wichtig ist.

Wenngleich Bernd Zienicke seine Motive im unendlich vielseitigen Alltag findet, ist er eher kontaktscheu und meidet möglichst größere Menschenmengen. Um so mehr freute sich Stahnsdorfs „Kunstpapst“ Eberhard Trodler, dass er Zienicke im vorigen Jahr als einzigen Karikaturisten für die Kunstmeile rund um den Dorfplatz gewinnen konnte. „Ich stelle meine Bilder nicht in eine Scheune“, hatte der Teltower zunächst gezögert und war anschließend doch begeistert, welchen Andrang seine 15 Cartoons und zehn Ölbilder ausgelöst hatten. „Die Leute standen in Dreierreihen vor meinen Bildern.“ Kaufen wollte aber niemand etwas. Kunst – auch wenn sie gegenständlich ist – hat halt ihren Preis. Trotzdem will Zienicke in diesem Jahr wieder dabei sein und hat sich mittlerweile dem soziokulturellen Verein „Eins A“ angeschlossen, den Trodler leitet.

Ein großer Wunsch des Hobbymalers ist es, einmal im Rathaus Kleinmachnow ausstellen zu können. Doch darauf warten auch andere Künstler schon mehrere Jahre, sagt er. Zumindest in die Seniorenfreizeitstätte „Toni Stemmler“ hat er es schon geschafft. Dort sollen seine Arbeiten im nächsten Monat zu sehen sein.

Der umtriebige Künstler hat mittlerweile auch einen Comic gezeichnet und selbst geschrieben. „Ruffie Rufthelpuup“ ist die rund 60-seitige Geschichte eines kleinen Jungen, der mit seinen Eltern nach Brandenburg kommt und mit seinen Freunden Pia und Ebs allerlei Abenteuer erlebt. Eine zweite spannende Geschichte mit dem Titel „Macie & Herold“ ist in Arbeit. Die beiden Haupthelden wollen Geld zurückholen, das die Russenmafia gestohlen hat. Dabei helfen ihnen einige Freunde vom Leopoldplatz in Wien. Sämtliche Personen, Handlungen und Orte in seinen Geschichten hat sich Zienicke selbst ausgedacht.

Irgendwann will er auch seine Autobiografie niederschreiben, die er ebenfalls in eine Geschichte mit einem fiktiven Haupthelden packen wird.. Ob er sie jemals auch veröffentlichen wird, weiß er noch nicht. Das Buch soll erst einmal im engsten Familien- und Freundeskreis getestet werden.

www.zeichner-zienicke.de

Sein Markenzeichen ist sein schwarzes Barett

I
n Babelsberg geboren, verbrachte Bernd Zienicke eine schwere Kindheit. Die Großeltern, bei denen er aufwuchs, hielten nichts von seiner frühen zeichnerischen Begabung.

Nach der Ausbildung zum Dachdecker und seiner Armeezeit auf einem Minensuchboot studierte Zienicke Elektrotechnik/Elektronik und arbeitete anschließend in einem Teltower Elektronikbetrieb.

Zu Pinsel und Palette griff er nach einer langen persönlichen Odyssee erst wieder als Rentner nach einer langen Pause von 21 Jahren.

Sein Markenzeichen ist ein schwarzes Barett, das er offenbar nur zum Schlafen absetzt.

Von Heinz Helwig

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