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Ehrenamtler suchen Wunschgroßeltern

Region Teltow Ehrenamtler suchen Wunschgroßeltern

Die Akademie „2. Lebenshälfte“ der Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf und das „Kleine Forscher Union-Hilfs-Werk Brandenburg“ haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Ehrenamtliche Helfer sollen die Trainer und Pädagogen in den Schulen und Kitas unterstützen, die mit den Schülern naturwissenschaftlich experimentieren. Beim „Tag des Ehrenamtes“ wurde das probiert.

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Beim „Tag des Ehrenamtes“ in der Akademie „2. Lebenshälfte“ in Kleinmachnow bastelte Ehrenamtler Rudolf Dörr aus Teltow (l.) mit dem fünfjährigen Ben aus der „Froschgruppe“ der Stahnsdorfer Kita „Mäuseburg“ einen „Zeitungshund“.

Quelle: H. Helwig

Region Teltow. Eine Zusammenarbeit haben die Kontaktstelle Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (TKS) der Akademie „2. Lebenshälfte“ und das „Kleine Forscher Union-Hilfs-Werk Brandenburg“ vereinbart. Auf dem traditionellen „Tag des Ehrenamtes“ in der derzeit laufenden alljährlichen Sommerakademie stellte sich das Netzwerk am Freitag mit einem Ausschnitt seiner Schüler-Experimente den Ehrenamtlern der TKS-Region vor.

„Das ’Haus der Kleinen Forscher’ ist an uns herangetreten und sucht ehrenamtliche Helfer für seine Trainer beziehungsweise zur Unterstützung der Pädagogen, die in den Kitas und Schulen mit den Kindern naturwissenschaftlich experimentieren“, sagt die Ehrenamtskoordinatorin Marlies Lemke.

Von den etwa 90 Ehrenamtlern der Teltower Kontaktstelle sind die meisten als Lern- oder Vorlesepaten in den Schulen beziehungsweise Kitas, aber auch in den Übergangswohnheimen im Einsatz. Die Stahnsdorferin Marion Storm beispielsweise liest den Kindern der Kita „Mäuseburg“ im Ort regelmäßig Geschichten vor. Von dort kamen am Freitagvormittag auch zwölf Mädchen und Jungen der „Froschgruppe“ von Jutta Barner in die Kontaktstelle, um mit Netzwerkkoordinatorin Odette Straubel drei Experimente zum Thema Luft durchzuführen. Beim „Flaschen-Tornado“ sahen die Fünfjährigen, wie es aussieht, wenn Wasser und Luft in zwei fest verbundenen Flaschen durch Drehen und Schütteln ihre Plätze tauschen. Mit dem „Zeitungs-Hund“ erklärte Straubel den Kindern den unterschiedlich stark wirkenden Luftdruck, und mit der „Ballon-Rakete“ lernten sie das Rückstoßprinzip kennen. „Für uns muss nicht alles immer wissenschaftlich korrekt sein. Die Hauptsache ist, dass wir in den Kindern die Neugier auf naturwissenschaftliche Zusammenhänge wecken. Diese wollen wir den Kindern mit alltäglichen Dingen ganz einfach erklären“, sagt Straubel.

Auf dem Netzwerkfest am 14. September in Teltow wollen die Ehrenamtler selbst eine Experimentier-Insel betreuen. „Wir haben schon vorab ein paar Experimente ausprobiert. Es hat großen Spaß gemacht“, meint Marlies Lemke. Das Experimentieren ist ein neues Feld im Angebot für Ehrenamtliche, auf das die Akademie sehr gespannt ist.

„Wir suchen noch dringend Wunschgroßeltern, die stundenweise Kinder in Abwesenheit ihrer Eltern – aber anders als beim Babysitter-Dienst – betreuen wollen. Wir haben derzeit 17 Anfragen meist von Alleinerziehenden und Familien, deren Großeltern nicht in der Nähe wohnen.“

Vielleicht konnte der Erfahrungsaustausch der Ehrenamtler am Nachmittag schon dazu beitragen, dass die Warteliste für Wunschgroßeltern kürzer wird.

Von Heinz Helwig

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