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Teltower wollen betonierten Abschnitt behalten

Aufriss um eine fertige Straße Teltower wollen betonierten Abschnitt behalten

Rund 20 Anwohner der Waldstraße in Teltow wollen ihren alten Straßenabschnitt behalten. Die Stadtverwaltung Teltow plant, die gesamte Straße auszubauen und auch den bereits betonierten Teil sowie zwei neugepflasterte Kreuzungsbereiche aufreißen und neu verlegen zu lassen. Die Teltower Stadtverordneten haben noch nicht über den Ausbau entschieden.

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Die Anwohner Jörg Friedberg, Ute Zander, Michael Zielasko (v. l.) und ihre Nachbarn verstehen nicht, warum ihre Straße noch einmal aufgerissen werden soll.
 

Quelle: Martin Steger

Teltow.  Seit ein paar Jahren beabsichtigt die Stadtverwaltung Teltow, die zum großen Teil unbefestigte Waldstraße auszubauen. Als sie sich allerdings jüngst das Okay der Stadtverordneten holen wollte, meldete sich eine Anwohnergemeinschaft zu Wort, die eine Überprüfung der vorgestellten Ausbaupläne verlangte. Rund 20 Anwohner zwischen der Feld- und der Blumenstraße wollen, dass ihr Abschnitt vom Ausbau ausgeklammert wird, weil er bereits 1986 von Anliegern in Eigeninitiative befestigt worden war. Die Jahreszahl hat Werner Peckruhn noch heute sichtbar am Rand der Straße in den Beton geritzt.

Im Zuge des geplanten Ausbaus der gesamten Straße will Teltow auch diesen Abschnitt sowie die beiden ebenfalls neu gepflasterten Kreuzungsbereiche zur Feld- beziehungsweise zur Blumenstraße aufreißen und neu verlegen lassen, sagen die Anwohner. „Wir wollen den Ausbau nicht verhindern. Wir wollen, dass die finanziellen Mittel verantwortlich eingesetzt und unser Straßenabschnitt mit einem deutlich geringeren Aufwand erneuert wird“, erklärt ihr Sprecher Jörg Friedberg. Die Gemeinschaft glaubt, dass die Stadt mit einer einfachen Reparatur zugleich Kosten sparen würde.

Auch den geplanten Regenwasserkanal lehnen die Teltower ab. „In unserer Straße versickert das Wasser sehr schnell und läuft ab. Warum werden da nicht Mulden angelegt?“, fragt Friedberg. Als die damalige Anwohnerinitiative die Straße betonierte, habe sie bereits an ein Gefälle mit einem Graben für einen späteren Kanal gedacht. Sollte die Stadt auf den Regenwasserkanal bestehen, bräuchte sie nur einen Randstreifen der Straße zu öffnen, schlägt Friedberg vor. Die Stadt könne außerdem Geld sparen, wenn sie die geplanten neuen Straßenlaternen an das vorhandene Stromnetz anschließen ließe. Die moderne Beleuchtung benötige weniger Strom, so dass die alten Leitungen ausreichten, argumentiert die Anwohnergemeinschaft.

Doch so einfach, wie sie es sich vorstellt, ist es aber offenbar nicht, wie Lars Müller, Sachgebietsleiter Tiefbau/Grün der Stadtverwaltung auf Nachfrage dieser Zeitung erklärt. „Die Betonplatten sind teilweise gerissen, die Straße weist Korrosionen auf und ist vom Betonkrebs gezeichnet. Da reichen ein bisschen Patina und Creme nicht aus.“ Die Straße abzufräsen und mit einer Asphaltschicht zu überziehen, hält Müller nicht für alternativ sinnvoll.

 In einem früheren Brief an die Anwohner hatte ihnen Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) die Dringlichkeit einer Kanalisation damit begründet, dass das Regenwasser nach starken Niederschlägen über die Schmutzwasserleitung abfließe und in den Abwasserpumpwerken zu Problemen führe.

Die Stadtverordneten verwiesen den Ausbaubeschluss zunächst zurück in den Bauausschuss. Der soll prüfen, ob es vielleicht doch eine andere Variante geben könnte. In seiner Sitzung am 13. Juli wird sich das Stadtparlament noch einmal mit dem Straßenausbau befassen.

Streit um 140 Meter Straße

Die Straße soll auf einer Länge von insgesamt rund 800 Metern ausgebaut werden.

Der bereits befestigte Teil der Straße ist nach Angaben der Stadtverwaltung etwa 140 Meter lang und 4,50 Meter breit.

Wiederverwendbare Materialien wie beispielsweise Borde sollen beim Ausbau der Straße nach Möglichkeit sinnvoll wiederverwendet werden, sagt die Stadtverwaltung.

Die neue Fahrbahndecke soll asphaltiert und von Borden eingefasst werden.

Die Ausbaubeiträge könnten je nach Grundstücksgröße zwischen 4000 und
20 000 Euro betragen, befürchten die Anwohner.

Auch ohne einen Ausbau ihres Abschnittes soll die Anwohnergemeinschaft nach dem Kommunalabgabengesetz zu Ausbaubeiträgen für den übrigen Teil der Straße herangezogen werden. Mit einem späteren Ausbau des betreffenden Abschnitts müssten die gesamten Anwohner noch einmal zur Kasse gebeten werden, sagt die Verwaltung.

Von Heinz Helwig

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