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Tempo 30 ist gut, Kontrolle aber besser

Kleinmachnower Bürgerinitiative fordert Kontrollen Tempo 30 ist gut, Kontrolle aber besser

In den Kleinmachnower Straßen Meiereifeld und Uhlenhorst ist seit November 2013 Tempo 30 angeordnet. Seitdem hat sich die Lage in diesen Straßen leicht verbessert. Allerdings halten sich „gefühlt“ nicht viele Fahrzeuglenker an das Gebot, sagt eine Bürgerinitiative und fordert vom Bürgermeister mehr Einsatz zum Schutz der Anwohner.

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Tempo 30 — schön und gut. Aber die Einhaltung muss auch kontrolliert werden.

Quelle: P. Geisler

Kleinmachnow. Seit mehr als einem Jahr setzt sich der Verein „Meiereifeld-Uhlenhorst-lebenswert“ für den Schutz der Anwohner in der Straße Meiereifeld-Uhlenhorst ein. Anlässlich der von der Gemeinde vorgestellten Erfassung des Verkehrs durch ein externes Ingenieurbüro und der Auswertung eigener Messungen erhebt die Bürgerinitiative jetzt die Forderung, die Einhaltung des seit Ende 2013 verhängten Tempolimits von 30 km/h in den Wohngebieten auch zu kontrollieren. Denn nach ihrer Meinung bestehe „Handlungsbedarf zum Schutz der Anwohner“, weil sich „eben nicht die Mehrheit“ der Fahrzeugführer an die Geschwindigkeit hält, wie BI–Sprecher John Banhart sagt. Sie fordern vom Bürgermeister Einsatz: „Er kann darauf dringen, dass das vom Landkreis verhängte Tempo 30 entsprechend kontrolliert wird“, so Banhart.

Der Verein hatte im Mai und Juni 2014 sowie im Februar und Juni 2015 selbst Messungen durchgeführt. „Diese bestätigten das Gefühl, dass das Tempo 30 überwiegend nicht eingehalten wird“, so Banhart. Die Einzelergebnisse, die „wesentlich detaillierter“ sein sollen als die des Büros, zeigen das Problem schnell: Im Mittelwert aus vier Messtagen hielten sich nur 15 Prozent der Fahrer an Tempo 30. 41 Prozent blieben unter 40 km/h, weitere 32 Prozent beschleunigten bis 50 km/h. Elf Prozent der Fahrer sollen „erheblich schneller“ gewesen sein. „Kriminelle Energie“ bescheinigt der Sprecher der Spitze der Raser: fünf Autos fuhren mit bis zu 100 km/h. Nach BI-Berechnungen hätte es 204 850 Euro an Bußgeldern gegeben, wenn alle Temposünder geblitzt worden wären.

Die Gemeinde hatte 2015 an verschiedenen Stellen messen lassen. Die in der Studie vom März 2015 enthaltenen Ergebnisse bestätigen die Messungen der Bürgerinitiative. Demnach werden auf dem Zehlendorfer Damm, der Karl-Marx-Straße, der Hohen Kiefer und der Förster-Funke-Allee Spitzengeschwindigkeiten bis zu 134 km/h gemessen. Allerdings würden keinerlei Maßnahmen daraus abgeleitet, kritisiert die BI.

Von Claudia Krause

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