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Thalheim: „Altern ist keine Katastrophe“

Konzert im Scala Werder Thalheim: „Altern ist keine Katastrophe“

Barbara Thalheim spielt am Freitag, 18. November, ihr Programm „AltTag“ im Scala Kulturpalast Werder. Der gestandenen Liedermacherin, die auf mehr als 40 Jahre Bühnenerfahrung zurückblickt und die vielen aus DDR-Zeiten bekannt ist, stehen weitaus jüngere Musiker zur Seite. Im MAZ-Interview verrät sie, was den Reiz von „AltTag“ ausmacht.

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Barbara Thalheim ist dankbar für die Arbeit mit jungen Menschen.

Quelle: Gartenschläger

Werder. Barbara Thalheim (69), zu DDR-Zeiten als Musikerin und Sängerin bekannt geworden, spielt am Freitag, 18. November, um 19.30 Uhr gemeinsam mit ihrer Band im Scala Kulturpalast Werder das Programm „AltTag“. Darin wagt sie die Herausforderung, Lied und Film zu kombinieren. Der gestandenen Liedermacherin stehen dabei Musiker zur Seite, die wesentlich jünger sind, als sie. Im MAZ-Interview verrät Thalheim, was den Reiz von „AltTag“ ausmacht.

Frau Thalheim, wie ist die Idee zu „AltTag“ entstanden?

Ich werde nächstes Jahr 70, da wird Alter allgegenwärtig. Man kann ihm nicht ausweichen und vertuschen kann man das Alter schon gar nicht. Aber vielleicht, dachte ich, kann ich meine Erkenntnisse darüber verallgemeinernd in den Beruf integrieren. Es gibt viele erhellende, hilfreiche, ja auch komische Bücher zu dem Thema. Als eines der ersten fiel mir „Älter werden“ von Silvia Bovenschen in die Hände. Alter wäre keine Erfahrung, sondern eine Widerfahrung, schreibt sie. Der Titel meines Programms „AltTag“ basiert übrigens auf einem Versprecher einer Freundin, die mir ausufernd vom ersten Tag in Rente berichtete, dabei aber statt Alltag aus Versehen Alttag sagte.

Wie stehen Sie denn selbst zum Älterwerden?

Altern ist keine Katastrophe. Den demografischen Wandel, die Überalterung der Gesellschaft, kann man ja bereits in den Metropolen deutlich sehen. Mich persönlich hätte es schlimmer treffen können, ich bin dankbar für die Zusammenarbeit mit meinen jungen Kollegen, Musikern und Technikern. Sie spiegeln mir, dass sie noch nicht das Gefühl haben, mit ihrer Urgroßmutter zu sprechen. Wenn man einigermaßen gesund ist und das Privileg hat, sich im Alter noch mit dem zu beschäftigen, was man besonders gerne macht, ist man eigentlich – abgesehen von der allgemeinen Weltlage, die einem Angst macht, auf der Sonnenseite.

Wie funktioniert „AltTag“ in der Umsetzung?

Es ist ein Programm mit Liedern, Geschichten und Instrumentalmusik, die ich gemeinsam mit meiner Band spiele. Parallel zu den eigenen Liedern gibt es Filme, Videos und Animationen auf der Leinwand hinter uns zu sehen. Das sind Stücke von bekannten Dokumentarfilmern und Animationsdesignern zu den Liedern gedreht. Das heißt, dass sie auch auf die Lieder zugeschnitten wurden. Aber wenn man Kunst immer genau beschreiben könnte, müsste man sie ja nicht mehr machen. Das Sinnliche lässt sich eben schwer beschreiben.

Sie treten im traditionsreichen Kino in Werder auf. Haben Sie einen Bezug zur Blütenstadt?

Ich war mit meinen Kindern vor 1989 mal in Werder zum Knupperkirschenernten. Gösta Oelstrom, den Betreiber des Kinos, habe ich erst jetzt durch einen Freund und Kollegen, den Kabarettisten Martin Buchholz, kennengelernt. Martin sagte mir: Unglaublich, Barbara, da musst du hin. Dieses Kino, seine Geschichte und der heutige Chef! Und so kam es dann auch.

Warum bezeichnen Sie „AltTag“ als eine Herausforderung?

Technisch, textlich, musikalisch und inhaltlich ist es anders als bei meinen sonstigen Programmen. „AltTag“ ist von der Struktur her ein Uhrwerk. Es muss alles ineinander zahnen: die Filme, die Tontechnik, die Synchronität und die Tempi.

 

Info: Für Schnellentschlossene verlost die MAZ 3x2 Freikarten für das Konzert. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an potsdam-stadt@maz-online.de mit dem Betreff „Barbara Thalheim“. Die ersten drei Einsender erhalten eine Mail von uns und können sich die Karten in der MAZ Pyramide, Friedrich-Engels-Straße 24 in Potsdam, abholen. Öffnungszeiten: 10 bis 13 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr.

Von Luise Fröhlich

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