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Therapiebecken bleibt weiter trocken

Bad Belzig Therapiebecken bleibt weiter trocken

Das seit Mai defekte Therapiebecken im Krankenhaus Bad Belzig bleibt trocken. Entgegen anderen Verlautbarungen vor einigen Wochen unterstützt Wolfgang Blasig (SPD) nicht nur den Kurs der Klinikleitung, die sich nicht um das kostspielige Nebengeschäft kümmert. Der Landrat sagt: 100 000 Euro für die Reparatur könnte der Kreistag geben. Unter einer Bedingung.

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Therapiebecken im Ernst-von-Bergmann-Klinikum, Standort  Bad Belzig – derzeit außer Betrieb.

Quelle: Archiv/Johanniter

Bad Belzig. Das Therapiebecken im hiesigen Krankenhaus bleibt vorerst trocken. Das hat Wolfgang Blasig (SPD) bekräftigt. Solange der kostendeckende Betrieb nicht gesichert sei, sieht der Landrat keinen Anlass dazu, sich für dessen Erneuerung einzusetzen, lautet die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Alan Oeff (Bündnis 90/Die Grünen) in der jüngsten Sitzung des Kreistages Potsdam-Mittelmark.

Noch im Oktober hatte der Vorsitzende, Hans-Joachim Lindecke (SPD), im Ausschuss für Gesundheit und Soziales unter Berufung auf den Verwaltungschef erklärt, dass die Kosten für die Instandsetzung übernommen werden könnten. Offenbar ein Missverständnis. „Da war ich zu optimistisch“, räumte der Chef des Gremiums jetzt ein. „Aber es ist nicht vom Tisch. Die Bemühungen gehen weiter“, versprach er.

Seit Mai dieses Jahres können am hiesigen Standort des Ernst-von-Bergmann-Klinikums keine Heilungs- oder Präventionsangebote im Wasser stattfinden. Denn die Filtertechnik ist nach 18 Jahren stetiger Nutzung kaputt. Laut Kostenvoranschlägen braucht es eine fast sechsstellige Summe für deren sachgemäße Reparatur.

Das Geld will die Geschäftsführung allerdings nicht investieren, weil es laut ihrer Einschätzung für die medizinische Versorgung der stationären Patienten nicht vonnöten sei. Stattdessen will sie den erstmals erwirtschafteten Gewinn zur Anpassung der Entgelte für das Personal nutzen. Die Strategie wird augenscheinlich von Wolfgang Blasig befürwortet. In seinen Ausführungen betont er, dass es nicht zum Auftrag des Krankenhauses gehört, diese ambulante Physiotherapie zu gewährleisten. Noch dazu es vor Ort die Reha-Klinik „Hoher Fläming“ und Stein-Therme gäbe. Doch bieten sie erklärter maßen aus verschiedenen Gründen keine Alternative.

Seine Erfolgsaussichten in den Gremien des Ernst-von-Bergmann-Klinikums, eine zeitnahe Instandsetzung zu erwirken, schätzt der Landrat als gering ein. „Ich könnte mir vorstellen, dass bei nachweislich wirtschaftlichem Betrieb der Kreistag eine Entscheidung zur Bereitstellung der nötigen Liquidität trifft“, heißt es in seinem Schreiben.

Doch bislang macht die Krankenhaus-Geschäftsführung stets deutlich, dass sie sich nicht darum kümmern will. Die Fläming-Kommunen ermitteln derzeit den Bedarf, um festzustellen, wie effektiv das Bewegungsbad ausgelastet werden könnte. Organisationsfragen dazu sind noch völlig ungeklärt.

Von René Gaffron

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