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Potsdam-Mittelmark Tieckower erinnern an 700 Jahre Geschichte
Lokales Potsdam-Mittelmark Tieckower erinnern an 700 Jahre Geschichte
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08:35 16.11.2017
Tieckow blickt auf 700 Jahre zurück. Quelle: Dirk Fröhlich
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Tieckow

Mit so viel Resonanz rechneten selbst die Initiatoren nicht. Über 60 Teilnehmer haben sich bis jetzt zur Feierstunde aus Anlass der urkundlichen Ersterwähnung Tieckows vor 700 Jahren angemeldet. „Die vielen Nachfragen zeigen, wie wichtig den Tieckowern die eigene Geschichte ist“, sagte Sabine Förster der MAZ. Zusammen mit ihrem Mann Hans sowie Monika Kretschmer will die Rentnerin die Dorfbewohner an dieses besondere Jubiläum erinnern.

Am 20. März 1317 verkaufte nämlich der Brandenburger Bischof Johannes Tieckow zusammen mit Weseram an das Domstift. Es war der Tag der urkundlichen Ersterwähnung. In Weseram feierte der ganze Ort mit Festumzug. In Tieckow fällt das Ereignis kleiner aus. Bis auf die Feuerwehr gibt es in dem Gemeindeteil von Fohrde keine Vereine und auch keine Kirche. Weil auch die Kommune keinen Anstoß gab, haben sich Privatleute des Jubiläums angenommen. Die Veranstaltung findet am 25. November um 15 Uhr im Saal der ehemaligen Gaststätte statt.

Neben Dommuseumsleiter Rüdiger von Schnurbein sollen vor allem die Einwohner selbst zu Wort kommen. Bei Kaffee und Kuchen wollen sich die Organisatoren mit den Gästen über Wünsche und Vorschläge austauschen, wie das Leben im Dorf zukünftig gestaltet werden kann. Außerdem wird in einem bebilderten Vortrag die jüngere Geschichte des Ortes nachvollzogen. Auch ehemalige Tieckower sind eingeladen, die aus ihren Erinnerungen berichten können.

Vor der Veranstaltung wird mit Havelsee-Bürgermeister Günter Noack auf dem Dorfplatz ein Gedenkstein enthüllt, der an das 700-jährige Bestehen Tieckows erinnert. Seit 1950 ist Tieckow ein Teil von Fohrde, das wiederum seit 2002 zur Stadt Havelsee gehört. Nach der Wende erlebte Tieckow durch die Erschließung des Wohnparks Am Kolonieweg einen Einwohnerzuwachs.

Von MAZonline

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