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Potsdam-Mittelmark Tongrube: Es kann weiter gehen
Lokales Potsdam-Mittelmark Tongrube: Es kann weiter gehen
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02:15 27.06.2015
Eigentümer Ulrich Pietrucha auf dem „Mont Klamott“ genannten Schuttberg inmitten des ehemaligen Tonabbaugebietes. Quelle: St. Specht
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Niemegk

Hemmerling moderierte zwischen beiden Parteien - mit Erfolg. Beide haben ihre Klagen zurückgezogen. Die Kultivierung des Tonabbaugebietes kann weitergehen. Dort hatte sich zwei Jahre lang nichts getan. Das Amt hatte 2013 einen sofortigen Aufnahmestopp für Baumaterialien auf dem Gelände verhängt. Bis dahin wurde der Schutt auf einen Berg gekippt. Von den Niemegkern bald „Mont Klamott“ genannt, wuchs die Erhebung zügig und hat mittlerweile eine Höhe von 99 Metern über Normal Null erreicht. Das Gebiet rund um den Berg liegt auf etwa 80 Metern.

Dieser Berg war auch Grund für das Einschritten des Landesamtes für Bergbau. In einem Entwurf des Flächennutzungsplanes für das Gebiet war eine maximale Höhe von 84 Metern genannt. Für das Amt eine verbindliche Größe, für den Unternehmer nicht.

Beide Parteien einigten sich nun vor dem Verwaltungsgericht auf folgenden Kompromiss: Das Landesamt für Bergbau zieht seine einstweilige Verfügung zurück. Ulrich Pietrucha zieht seine Klage gegen eben jene Verfügung zurück. Das bedeutet, dass in Niemegk theoretisch ab sofort wieder Bauschutt angenommen werden könnte. Doch so schnell will der Unternehmer nicht loslegen.

Drei Gewässer auf 45 Quadratmetern

Das Tonabbaugebiet Niemegk umfasst drei Restlöcher auf einer Fläche von 45 Hektar.
Die Chris-Cat-GmbH Niemegk ist seit Januar 2008 Betreiberin des Tonabbaugebietes.
Zwischenzeitlich hatte die Siba-Gesellschaft für Kultivierung, Erschließung und Verwaltung von Industriegeländen mbH (Siba) das Areal bewirtschaftet.
Ursprünglich hatte die Niemegker Grundstücksverwaltungs GmbH – so hieß die erste Unternehmung von Ulrich Pietrucha – das Bergbaugelände von der Treuhand erworben.
Im Besitz des Niemegker Unternehmers ist darüber hinaus ein zweites ehemaliges Tonabbaugebiet in der Marienthaler Trottheide im Landkreis Oberhavel, nördlich von Berlin. Wegen langjähriger Gerichtsverfahren liegt es brach.

„Ich musste alle Mitarbeiter entlassen“, so Ulrich Pietrucha. Sein Plan ist es, mit dem Erlös aus der Annahme des Bauschuttes das ehemalige Tonabbaugebiet zu rekultivieren. Dort kann er sich Radwege, einen Campingplatz, einen Badesee und Angelteiche vorstellen. Pietruchas Schwiegersohn Holger Ibener betreibt auf dem Gelände seit einem Jahr eine Paintballanlage.

Bereits im Jahr 2012 hatten sich die Niemegker Stadtverordneten mit dem Thema beschäftigt. Da bereits zu diesem Zeitpunkt der Zwist zwischen Landesamt und Grundstückseigentümer deutlich wurde, beauftragten sie Amtsdirektor Thomas Hemmerling mit einer Moderation. Beim Gerichtstermin am 21. Mai dieses Jahres war Hemmerling auf Wunsch Ulrich Pietruchas dabei. Mit dem Ergebnis ist der Amtsdirektor zufrieden. „Nun muss weiter gearbeitet werden. Ziel ist es, einen Weg zu finden, der für alle Seiten – also auch für die Öffentlichkeit – gut ist.“

Dieser Streit scheint beseitigt, da bahnt sich der nächste an. Das Bergbauamt fordert, den Bauschutt abschließend mit einer zwei Meter dicken Schicht reinster Muttererde, genannt Z0, zu bedecken. Ulrich Pietrucha dazu: „Abgesehen davon, dass man Z0 gar nicht kaufen kann – das ist so rein wie destilliertes Wasser – brauchen wir 400.000 Kubikmeter davon. Da Muttererde langsam wächst, dauert das hunderte Jahre.“

Von Stefan Specht

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