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Potsdam-Mittelmark Tony Marshall in Ruhlsdorf
Lokales Potsdam-Mittelmark Tony Marshall in Ruhlsdorf
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09:58 22.10.2013
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Potsdam

MAZ: Herr Marshall, Sie kommen gerade aus dem sonnigen Spanien. Wie geht es Ihnen?

Tony Marshall: Mir geht es sehr gut, ich habe am Donnerstag noch einen Auftritt in Baden-Baden, fliege schon am Freitag nach Berlin und bin pünktlich am Samstag in Ruhlsdorf.

Es heißt, Sie waren in den letzten Jahrzehnten nie krank, haben nie eine Veranstaltung versäumt. Wie halten Sie sich fit?

Marshall: Es stimmt, ich habe bisher noch nie einen Auftritt absagen müssen. Fit halte ich mich auf der Bühne und im Umgang mit den Menschen.

Und mit der Ehefrau klappt's ja auch noch nach über 50 Jahren…

Marshall: Meine Frau und ich feierten am 2. Juni 2012 Goldene Hochzeit, das dürfte in unserer Branche schon einmalig sein.

Gibt es ein Rezept, nach dem Sie so erfolgreich im privaten wie im beruflichen Leben sind? Nicht jeder hält sich so lange in der Showbranche.

Marshall: Ein Patentrezept gibt es in keiner Ehe. Ich war immer viel unterwegs und meine Frau hat sich um die Kinder und den Haushalt gekümmert. Und sie hat sich, was bei Kollegen nicht immer der Fall ist, aus dem Showgeschäft rausgehalten.

Wie sind Sie zum Gesang gekommen?

Marshall: Ich habe in jungen Jahren zusammen mit meiner Mama einen Film über Caruso gesehen, und dann reifte bei mir der Gedanke, Sänger zu werden. Deshalb habe ich auch ordentlich studiert und ein Opernsängerexamen gemacht. Meine Vorbilder waren Caruso, Mario Lanza und auch Vico Torriani.

Seit wann stehen Sie auf der Bühne und wann haben Sie die erste Schallplatte aufgenommen?

Marshall: Meinen ersten öffentlichen Auftritt hatte ich im Januar 1954 beim Pennälerball im Kurhaus meiner Heimatstadt Baden-Baden. Ich sang damals den sehr bekannten Titel "C'est si bon". Die erste Schallplatte habe ich 1966 mit dem Chanson-Titel "Aline" aufgenommen. Zuvor gewann ich einen Nachwuchs-Wettbewerb. Die Schallplattenfirma hat aus meinem bürgerlichen Namen Herbert Hilger dann den Künstlernamen Tony Marshall gemacht.

Sie treten in TV-Shows, in großen Hallen, in Zelten und auf Bühnen auf. Was führt Sie in das eher kleine Dörfchen Ruhlsdorf?

Marshall: Ich trete schon seit Jahrzehnten in kleinen Ortschaften auf. Mein Manager bekam aus Ruhlsdorf eine telefonische Anfrage und kurz danach hat er die Veranstalter in Ruhlsdorf dann direkt besucht und war von ihnen total begeistert. Seine Tochter mit Ehemann und Kindern wohnt übrigens in Berlin-Zehlendorf.

Kennen Sie die Potsdamer/Teltower Gegend bereits?

Marshall: Ich war schon des öfteren in Potsdam und kenne lediglich einen Teil der Stadt, leider aber nicht die Gegend.

Das Ruhlsdorfer Oktoberfest ist schon legendär. Gehören solche Sausen im Herbst zu Ihren festen Jahres-Terminen?

Marshall: Schon seit Anfang der 70-er Jahre bin ich Festzelt-Auftritte gewohnt. Ich habe mir sagen lassen, dass das Ruhlsdorfer Oktoberfest eine Traditionsveranstaltung ist.

Sind Sie ein Freund des Münchner Oktoberfestes?

Marshall: Ich war schon sehr oft dort, zuletzt am Eröffnungstag in diesem Jahr, also erst vor etwa drei Wochen. Sehr oft bin ich auch beim Cannstatter Volksfest in Stuttgart, wie dieses Jahr wieder.

In Ruhlsdorf waren vor Ihnen schon die Wildecker Herzbuben und die Randfichten. Fühlen Sie sich als ausgebildeter Opern- und versierter Schlagersänger in der Reihe gut aufgehoben?

Marshall: Das sind alles Kollegen, die ich sehr gut kenne und auch schätze, deshalb fühle ich mich gut aufgehoben.

Bekommen Sie Lampenfieber?

Marshall: Lampenfieber kenne ich nicht, habe ich noch nie gehabt. Ein bisschen Kribbeln ist aber immer dabei.

Worauf freuen Sie sich am meisten in Ruhlsdorf?

Marshall: Ich freue mich auf das Publikum, auf die Menschen dort und hoffe, dass wir zusammen gute Stimmung verbreiten können.

Interview: Claudia Krause

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