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Potsdam-Mittelmark 750 tote Ferkel: Peta stellt Strafanzeige nach Unfall
Lokales Potsdam-Mittelmark 750 tote Ferkel: Peta stellt Strafanzeige nach Unfall
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19:40 14.06.2018
Amtlicher Veterinär im Einsatz: Der Unfall mit dem Schweinetransport bei Groß Briesen bleibt Gegenstand von Untersuchungen. Quelle: Andreas Koska
Groß Briesen

Die Tierschutz-Organisation Peta hat Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und gegen die Tierschutztransportverordnung bei der Staatsanwaltschaft Potsdam erstattet. Das hat sie am Mittwoch mitgeteilt.

Auf der Landesstraße 941 hat es am Montagvormittag nahe Groß Briesen (Potsdam-Mittelmark) einen Unfall mit schlimmem Ausgang für Dutzende Schweine gegeben. Der Hänger, der die Tiere transportierte, kippte um. Dabei verstarben viele Tiere. Die genaue Zahl ist bisher unbekannt.

Anlass gibt der Unfall, der sich am Montagfrüh auf der Landesstraße 941 zwischen Groß Briesen und L 94 ereignet hat. Dabei war der Hänger eines mit insgesamt 1000 Ferkeln beladenen Viehtransporters umgekippt. Etwa 750 Schweine kamen dabei zu Tode. Die Justiz soll demnach prüfen, ob Fahrer und Unternehmen aus dem Spree-Neiße-Kreis fahrlässig das Leben der Tiere riskiert hätten.

Offenbar war überhöhte Geschwindigkeit die Ursache, hatte die Polizei zunächst mitgeteilt. Ob es weitere Hinweise auf Verstöße gab, war bislang noch nicht zu erfahren. Von der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark liegt ebenfalls noch keine abschließende Einschätzung vor.

„Der amtierende Kreisbrandmeister Jens Heinze und Petra Thiem als amtliche Tierärztin müssen den Einsatz erst noch auswerten“, teilte Behördensprecher Kai-Uwe Schwinzert auf MAZ-Anfrage mit. Für Verwunderung hatten die Aussagen von Augenzeugen gesorgt. Ihr unmittelbares Hilfsangebot wäre zunächst ausgeschlagen und dem Vernehmen nach die freiwillige Feuerwehr erst spät alarmiert worden.

Peta hat jedenfalls all jenen gedankt, die sich nach dem Unfall um das Wohl der Tiere gekümmert haben. Derweil fordert sie bei der Gelegenheit ein ausnahmsloses Tiertransportverbot. „Schonende Tiertransporte gibt es nicht. Bei Unfällen sterben Schweine, Rinder, Hühner oder Puten qualvoll und langsam. Körperteile werden eingequetscht oder brechen. Die empfindlichen Tiere geraten in Panik, erleiden Kreislaufzusammenbrüche oder Herzinfarkte“, erklärt Fachreferentin Lisa Kainz Und weiter: „Jeder Verbraucher, der Fleisch isst, trägt Mitschuld. Nur eine vegane Ernährung hilft den Tieren nachhaltig.“

Von Rene Gaffron

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