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Tourist-Info sucht Personal – zahlt aber nicht

Kloster Lehnin Tourist-Info sucht Personal – zahlt aber nicht

Der Tourismusverein Kloster Lehnin hat zwar seit dem Sommer einen hauptamtlichen Mitarbeiter, allein kann dieser aber Öffnungszeiten der Tourist-Info auch an den Wochenenden nicht ermöglichen. Aufgefangen werden soll die entstandene Lücke durch Ehrenamtler.

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Die Lehniner Tourist-Info am Marktgrafenplatz. Vor rund zehn Jahren wurde sie eröffnet.

Quelle: Marion von Imhoff

Kloster Lehnin. Christin Behrendt hat sich zum 31. Dezember nach fast zehn Jahren aus der Tourist-Info in Lehnin zurück gezogen. Sie ist mit ihrer Agentur für Tourismus in ihre alten Büroräume am Busbetriebshof Am Kessel umgezogen und hat diese dort am Dienstag eröffnet. Von dort vermarktet sie künftig Angebote der Region und Reisen.

Ab sofort wird der Tourismusverein Kloster Lehnin die Tourist-Info am Markgrafenplatz in Lehnins Mitte allein betreiben. Weil dafür die hauptamtliche Vollzeitstelle von Mark Thurley, der beim Verein seit Sommer 2017 angestellt ist, nicht reichen wird, sollen nun Ehrenamtliche die Lücke schließen. Wie Vorstandsmitglied Rudolf Sickel sagte, geht es vor allem um die Öffnungszeiten an den Wochenenden.

Von Mai bis September soll die Anlaufstelle für Touristen nicht nur an den Werktagen, sondern auch samstags und sonntags geöffnet sein und zwar jeweils für vier Stunden. Der Verein hofft, dass sich unter den 62 Mitgliedern vier Männer und Frauen dafür finden.

„Wir sind dabei, eine Lösung zu suchen, aber sie ist noch nicht in trockenen Tüchern“, sagt Sickel. In der dunklen Jahreszeit reiche es aus, die Tourist-Info nur in der Woche zu öffnen. Keine Lösung sei es, die Arbeitszeit der Vollzeitstelle im Sommer hochzufahren, wenn besonders viele Besucher in die Region reisen, und im Winter zu drosseln. „Das ist arbeitsrechtlich nicht möglich.“ Glücklich sei der Verein schon, wenn die Urlaubszeit des Mitarbeiters in der kühlen Jahreszeit genommen werde.

Sickel sagte zum Rückzug Christin Behrendts aus dem öffentlichen Tourismusprojekt: „Ich bedauere das wirklich sehr und habe bis zuletzt gehofft, dass sie bleibt.“ Nun hofft der Verein auf weitere Unterstützung der Gemeinde Kloster Lehnin. Immerhin finanziert diese die Vollzeitstelle des Vereins.

„Solche Überlegungen einer weiteren Unterstützung gibt es schon, aber wie sie im Detail aussehen und finanziert wird, müssen wir sehen“, sagt dazu Berthold Satzky, Vize-Bürgermeister der Gemeinde Kloster Lehnin. Im Rathaus ist bereits seit längerem eine auch für Tourismus zuständige Sachbearbeiterin angestellt.

Die Tourist-Info am Markgrafenplatz wurde vor gut zehn Jahren noch unter dem damaligen Ortsbürgermeister Hans-Joachim Löffelmacher eröffnet. Der Bau kostete rund 143 000 Euro. Möglich wurde er durch Fördermittel. Der Klinkerbau samt Glaspavillon stammt von einem Cottbuser Architekturbüro. Vier Vorentwürfe gab es.

Tourismus gilt in Kloster Lehnin als wichtiger Wirtschaftsfaktor. Punkten kann die Region mit der Landschaft, dem früheren Zisterzienser-Kloster in Lehnins Mitte und dem Schloss Reckahn und den dortigen beiden Museen. 2016 zählte der Tourismusverein in der Region 66 000 Gäste, ein Plus von 25 Prozent im Vergleich zu 2012.

Kommenden Mittwoch soll die neue Tourismus-Broschüre für Kloster Lehnin geliefert werden. Sie ist neu aufgelegt worden und hat erstmals nach Angaben von Rudolf Sickel auch einen englischsprachigen Teil, um internationale Gäste über die Region, Unterkünfte und touristische Anziehungspunkte besser informieren zu können.

Von Marion von Imhoff

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