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Potsdam-Mittelmark Touristiker auf Exkursion in der eigenen Heimat
Lokales Potsdam-Mittelmark Touristiker auf Exkursion in der eigenen Heimat
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02:15 15.10.2015
Die Exkursion machte auch in Deutsch Bork Anger Halt. Quelle: A. Koska
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Brück

„Wozu in die Ferne reisen, wenn das Gute liegt so nah“, dachte sich der Fremdenverkehrsverein Brück (FVV) und lud seine Mitglieder und Kommunalpolitiker am Wochenende zu einer Rundfahrt durch das Amt Brück ein. „Jeder Ort, jedes Dorf und jede Gemeinde hat Spannendes zu erzählen“, war der FVV-Vorsitzende Achim Liesecke schon vor der Abfahrt am Bahnhof Brück überzeugt.

Nach rund acht Stunden Exkursion stimmten ihm die knapp 50 Mitreisenden schließlich einstimmig zu. „Es waren Orte dabei, in denen ich noch nie war“, bekannte beispielsweise Mirko Friedrich. Den Deutsch Borker Ortschronist erstaunte vor allem Golzow mit seinem Ortsteilen. Müggenburg, Lucksfleiß oder Königsberg waren ihm bis dahin kein Begriff. Seine Ortsvorsteherin war besonders von dem vor Kurzem in Oberjünne eröffneten Büdnermuseum begeistert. „Das wäre auch etwas für Deutsch Bork“, so Gabriele Krüger.

Die eigene Heimat besser kennenlernen

Dort gibt es seit längerem die Idee, das Armenhaus zum Dorf- und Feuerwehrmuseum auszubauen. Hingegen waren andere von Borkwalde, der dortigen Kulturkirche und der Holzhaussiedlung angetan. „Der Ort hat sich gemacht“, zeigte sich der Brücker Gemeindevertreter Roland Hoffmann begeistert.

Die Fahrt führte von Brück über Neuendorf, Borkheide, Borkwalde und Alt sowie Deutsch Bork nach Linthe. Unterwegs wiesen die mitfahrenden Ortschronisten und Bürgermeister auf die Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten ihrer Orte hin. So berichtete Heike Günther über Borkheides Ortsgeschichte, Bürgermeister Andreas Kreibich erzählte über die Vorhaben in der Hans-Grade Gemeinde. Renate Krüger wiederum wies auf die Schönheiten der Waldsiedlung Borkwalde hin.

Busfahrer meistert Tour problemlos

Die Bürgermeister nutzten die Rundfahrt, um das Dorfgemeinschaftshaus in Freienthal zu besichtigen, das als Vorbild für ein künftiges Bürgerzentrum dienen könnte. Voller Bewunderung waren alle über die Fahrkünste des Busfahrers. Christian Feuerherdt bewältigte seine Aufgabe mit Bravour. Nicht nur die löchrligen Sandstraßen in Borkwalde waren für ihn kein Problem, auch das Wenden in den Sackgassen von Stromtal, Lucksfleiß oder Freienthal meisterte er mühelos.

„Endlich weiß ich, wo Hammerdamm liegt“, freute sich Edda Haage. Die Borkheiderin wollte das aus Raseneisenerz errichtete Golzower Vorwerk schon immer besuchen. Die Rundlinge in Damelang und Alt Bork entzückten viele, die Trebitzer Dumper fand man ebenso spannend wie die Cammerschen Windmühlen. „Es war eine kurzweilige Tour“, resümierte Achim Liesecke, der wie andere Teilnehmer viele neue Eindrücke mitnahm, von denen er den Gästen seiner Pension erzählen will. Deshalb glaubt auch Claudia Hobohm vom Amt Brück, dass das Ziele der Exkursion erreicht wurden - die eigene Heimat besser kennenzulernen.

Von Andreas Koska

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