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Potsdam-Mittelmark Traditionen und Trends sind am Valentinstag der Hit
Lokales Potsdam-Mittelmark Traditionen und Trends sind am Valentinstag der Hit
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12:22 14.02.2019
Die Bad Belziger Floristin Gisela Schugart weiß, wie begehrt bunte Blumen zum Valentinstag sind. Quelle: andré grossmann
Bad Belzig/Niemegk

Frühlingsblumen wie Freesien, Tulpen und Anemonen sind zum Valentinstag im Bad Belziger Blumenladen „Flower Power“ besonders gefragt. Als zeitloser Klassiker gelten hingegen rote Rosen. Der Tisch ist bepackt mit Zetteln, Sträußen, Herzpapier und Deko.

Bunte Blumen sind beliebt

Die Aufschrift „Ein Raum ohne Blumen ist ein Raum ohne Leben“ ziert in den Geschäftsräumen ein Holzschild. „Die Leute wollen jetzt nicht mehr das triste Wetter und den grauen Winter sehen. Sie hoffen, dass es draußen schöner und wärmer wird und holen sich mit den Blumen etwas Farbe ins Haus“, sagt Floristin Martina Hanack.

Sie ist seit 15 Jahren selbstständig und bemerkt, dass die Nachfrage nach Blumen kurz vor dem 14. Februar steigt. Auch bei der Bad Belziger „Blumen Insel Schugart“ legt Floristin Gisela Schugart die Rosen sorgfältig in die Vasen. Frühlingsblumen liegen hier ebenfalls im Trend.

Zum Valentinstag haben sich im Hohen Fläming Traditionen gebildet. Doch auch neue Veranstaltungen wie ein „Gottesdienst für Verliebte“ könnten sich etablieren.

Kunde Peter Ruhnke schaut vorbei und kauft weiße Rosen. „Ich hole das, was meine Frau mag und wenn ich es mal nicht weiß, frage ich die Floristin“, sagt der Bad Belziger. Er schenkt seiner Herzensdame über das Jahr verteilt zu mehreren Anlässen wie dem Hochzeitstag, Kennenlerntag und am Valentinstag Blumen.

Raphael Thon ist Ortswehrführer bei der Bad Belziger Feuerwehr und wird seine Partnerin mit einem Strauß Rosen und Pralinen überraschen. Dennoch argumentiert er, dass der Valentinstag für einige Paare mittlerweile zu einer kommerziellen Veranstaltung geworden sei. Er betont, dass es in einer Partnerschaft auch an den anderen 364 Tagen im Jahr möglich sei, Liebe und Freude über die gemeinsame Zeit zu zeigen.

Erstmals ein Gottesdienst für Verliebte

In Niemegk wird der Tag der Liebenden erstmals mit einem Gottesdienst für Verliebte gefeiert. Dabei können Paare ihre Beziehung segnen lassen, egal ob sie frisch verliebt oder seit fast 70 Jahren verheiratet sind.

Die Idee zur Veranstaltung kam Pfarrer Daniel Geißler bei einem Gespräch mit seinem Studienfreund Tobias Kirchhof. „Es ist in vielen Gemeinden üblich, am Valentinstag einen Gottesdienst zu feiern, nur hier im Fläming wohl bisher noch nicht“, sagt Geißler auf MAZ-Anfrage.

Dem 42-Jährigen gefällt dabei, dass der Valentinstag einen christlichen Ursprung hat. So soll der italienische Bischof Valentin gegen das Verbot des Kaisers im dritten Jahrhundert nach Christus Paare getraut und ihnen Blumen aus seinem Garten geschenkt haben.

Im Unterschied zu anderen Gottesdiensten gibt es diesmal für Verliebte die Möglichkeit, sich den Segen mit einer Handauflegung zusprechen zu lassen. Dies sei laut Pfarrer Daniel Geißler sonst nur zur Hochzeit und zum Ehejubiläum möglich. Zusätzlich sollen moderne Lieder wie „Gut, dass wir einander haben“ und „Ins Wasser fällt ein Stein“ erklingen.

Der Gottesdiener ist gespannt, wie die Idee aufgenommen wird. „Wenn sie Zuspruch findet, werde ich dies gern in den nächsten Jahren wiederholen“, sagt der 42-jährige Kirchenmann auf MAZ-Anfrage.

Bislang haben sich für die Veranstaltung Paare aus Niemegk und den nahegelegenen Dörfern angemeldet. Der Pfarrer und seine Frau können sich allerdings nicht segnen lassen, da sie die Zeremonie selbst durchführen.

Dennoch will Geißler am 14. Februar eine Tradition fortsetzen. So schenkt er seiner Frau Daniela seit ihrem ersten gemeinsamen Valentinstag im Jahr 2003 jedes Jahr eine weitere Rose. Diesmal will er ihr also 17 Exemplare überreichen.

Von André Großmann

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