Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Träume, Perspektiven und klare Worte

Neue Ausstellung in Lehnin Träume, Perspektiven und klare Worte

Das Projekt „Stadt-Land gestalten“ der Landesarchitektenkammer hat sich mit Kloster Lehnin der dritten Region im Land Brandenburg angenommen. Sie führt Menschen zusammen, die in der Gemeinde etwas bewegen. Dabei ist eine Open-Air-Ausstellung entstanden, die am Freitag mit einem bunten Eröffnungsfest erstmals präsentiert wurde.

Voriger Artikel
Richtkrone über dem Gesundheitszentrum
Nächster Artikel
Ausgleichsfonds verteilt: Bedarf war viel größer

Die Mitwirkenden des Projektes Stadt-Land-gestalten vor den Litfaßsäulen auf dem Lehniner Klostergelände.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Lehnin. Mit einem fröhlichen Volksfest und Marktreiben auf dem Amtshof des Klostergeländes hat die Gemeinde Kloster Lehnin am Freitagnachmittag die Ausstellung „Zauche-Ziegel-Zisterzienser“ eröffnet. Die originelle und spannende Open-Air-Schau aus sechs Litfaßsäulen erzählt Geschichten von Menschen in Kloster Lehnin. Aber auch die Landschaft und die kulturhistorisch wichtigsten Bauten werden präsentiert.

c63d5a4c-4d38-11e7-baea-6f21bc86e668

Eröffnungsfest der Ausstellung Zauche-Ziegel-Zisterzienser und Marktreiben in Kloster Lehnin. Quelle: Volkmar Maloszyk

Zur Bildergalerie

Die Säulen, die noch bis Dezember vor der Klosterkirche stehen bleiben werden, sind eine ideale Projektionsfläche für Träume, Hoffnungen und Menschen, die mit der Zauche und ihren Dörfern und Orten mit Lehnin als Zentrum verwoben sind.

Schon ab Mittag lockten Dutzende Stände samt Bühnenprogramm über die Stunden hunderte Besucher auf das frühere Klosterareal. So war die Ausstellungseröffnung zugleich eingebettet in ein Fest für Kloster Lehnin, „hier, wo die Gemeinde ihren Ursprung hat“, so Bürgermeister Uwe Brückner. Er nannte die Ausstellung „einen wichtigen Meilenstein für das Projekt“, das große Bedeutung für die Kommune habe. Es geht um Zusammenhalt, ein Wir-Gefühl, um Identität.

Zauche – Ziegel – Zisterzienser

Die Ausstellung auf sechs Litfaßsäulen zeigt Historisches und Menschen aus allen 14 Ortsteilen Kloster Lehnins. Fünf Säulen stehen vor der Klosterkirche, die sechtst auf dem Markgrafenplatz, um als Blickfang Interessierte zur Ausstellung selbst zu lotsen.

Sehenwert ist auch die Tafel der Aktivisten, wie Bürgermeister Brückner die Galerie auf der Rückseite des Elisabethhauses nennt. Großformatige Fotos zeigen Menschen wie Schulleiter Dirk Lenius oder den Trechwitzer Schmied Björn Dähne.

Kreiskantor Gerhard Oppelt sagt, das Projekt macht die Region selbstbewusster. „Kloster Lehnin ist großartig.“

Für einige der Besucher war das vielleicht an diesem Tag nicht das Wichtigste. Sie genossen das Musikprogramm, das Kreiskantor Gerhard Oppelt mit Kindern zusammen zeigte, und die sommerlich-heitere Stimmung. Ein Imker aus Altbensdorf verkaufte Honig, Familie Ladewich aus Rietz Gestricktes aus Alpakawolle, die Netzener Landfrauen zeigten Handarbeiten. Mit dabei waren die Initiative Miteinander in Kloster Lehnin und der Verein Backofenmuseum Emstal.

Stadt-Land gestalten ist ein von der Landesarchitektenkammer initiierte und vom Land Brandenburg mit finanzierte sozio-kulturelle Studie über die 14 Ortsteile und zeigt Wünsche und Hoffnungen der Bewohner auf. Nach Plaue und Letschin im Oderbruch ist Kloster Lehnin die dritte Region, die dafür ausgewählt worden ist. Das Berliner Büro Best für Baukultur und Stadt betreut das Projekt.

Wie ein ungeschliffener Diamant

Für die Landesarchitektenkammer war der Brandenburger Architekt Achim Krekeler beim Eröffnungsfest dabei: „Kloster Lehnin ist fast wie ein ungeschliffener Diamant. Es hat ein enormes Potenzial“, begünstigt durch die gute Erreichbarkeit von der Metropole Berlin aus. Von der Außenwahrnehmung sei noch viel möglich, auch dank des Klosterareals als „lebendiges Ensemble“.

Krekeler kam auch auf eines der größten Probleme des Ortes zu sprechen, dem erheblichen Durchgangsverkehr in den engen Straßen Lehnins. Bei der Fragebogen-Aktion, an der sich 158 Bewohner beteiligt hatten, war eine Umgehungsstraße eine der Hauptforderungen. Das Kloster sei das Licht, die Schattenseite der Verkehr, so Krekeler. „Das Verkehrsproblem muss man jetzt lösen.“

Regionsname Zauche sollte wieder belebt werden

Simone Oelker vom Büro Best verweist auf die faszinierende Region Zauche zwischen dem Havelland und Fläming. „Zauche muss als Begriff wiederbelebt werden. Das ist eine Riesenchance. Es ist das Gründungsgebiet Brandenburgs.“ Die Kunsthistorikerin beschreibt Kloster Lehnin als eine „sehr aktive, dynamische und sich entwickelnde Gemeinde mit einer ganz besonderen Naturlandschaft“.

Von Marion von Imhoff

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg