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Potsdam-Mittelmark Trauer um Künstler Herbert Sander
Lokales Potsdam-Mittelmark Trauer um Künstler Herbert Sander
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18:55 09.01.2018
Herbert Sander 2014 bei der Verleihung des Verdienstordens des Landes. Quelle: Lisa Rogge
Stahnsdorf/Kleinmachnow

Der Künstler Herbert Sander ist vor wenigen Tagen, kurz vor seinem 80. Geburtstag, gestorben. Das geht aus einem Nachruf des Kleinmachnower Heimatvereins hervor. „Herbert Sander ist von uns gegangen. Ein Leben hat sich vollendet“, schreibt der Vorsitzende des Heimatvereins, Axel Mueller, über seinen alten Freund.

Sander stammte aus Nordhausen und studierte Grafik und Malerei an der Fachhochschule Schöneweide in Berlin. Bis 1965 war er im Defa-Studio für Spielfilme in Babelsberg als Szenenbildassistent tätig. Danach arbeitete Sander als freischaffender Künstler – Maler und Grafiker.

Historische Bedeutung hatte Sanders Entwurf des Aufnähers „Schwerter zu Pflugscharen“, der zu einem wichtigen Symbol der Friedensbewegung in der DDR der 1980er Jahre wurde. Für dieses Engagement ist der Künstler im Jahr 2014 mit dem Verdienstorden des Landes Brandenburg ausgezeichnet worden. Gedacht war es anfangs nur als innerkirchliches Bekenntnis gegen das Rüstungshandeln. Zuerst wurden ein paar Lesezeichen mit Sanders Grafik bedruckt, die in den Gemeinden ausgegeben wurden. Kurze Zeit später erschienen dann auch Embleme für Kleidungsstücke und Taschen.

Nach der Wende machte sich Sander auch mit Arbeiten für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten einen Namen, als er für zahlreiche Ausstellungen die Plakate gestaltete.

Herbert Sander war zudem 1989 einer der Begründer des Neuen Forums in Kleinmachnow, wo er auch lange Jahre lebte. Bei den ersten freien Kommunalwahlen hat der Künstler dann nach Angaben von Axel Mueller für „Bündnis 90“ kandidiert, wandte sich dann aber von der aktiven Kommunalpolitik ab. Für Kleinmachnow hat Sander das viel beachtete Glasfenster im Kirchsaal der evangelischen Auferstehungskirche entworfen. und sich um Denkmale in der Gemeinde gekümmert. Zuletzt lebte der Künstler in der Nachbargemeinde Stahnsdorf.

Von Jürgen Stich

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