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Potsdam-Mittelmark Abschied von Walter Romberg
Lokales Potsdam-Mittelmark Abschied von Walter Romberg
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10:49 08.06.2014
Pfarrerin Ute Bindemann begrüßt in der Teltower Andreaskirche die Gäste zur Trauerfeier für Walter Romberg. Quelle: Christel Köster
Teltow

Walter Romberg war am 23. Mai in Teltow gestorben. Als Vertreter der DDR-Regierung hatte der sozialdemokratische Politiker 1990 mit dem damaligen bundesdeutschen Finanzminister Theo Waigel (CSU) den Vertrag zur Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion unterschrieben. SPD-Chef Sigmar Gabriel erklärte in einem Kondolenzschreiben an Rombergs Witwe: "Die SPD verliert mit Walter Romberg eine bedeutende Persönlichkeit, die die Partei und den politischen Wandel im Osten Deutschlands entscheidend geprägt hat." Romberg habe "auf natürliche Weise Vertrauen und Respekt bei seinem Gegenüber" geweckt. Brandenburgs SPD-Generalsekretärin Karla Gleywitz hatte die "Sachkompetenz und Glaubwürdigkeit" Rombergs gewürdigt.

Walter Romberg hinterlässt seine Ehefrau, mit der er fast 59Jahre verheiratet war, und drei Söhne. Das Ehepaar Romberg war 1997 nach Teltow gezogen.

Einer, der ihm dort oft begegnete, ist Egon Greiner. Beide hatten sich kennengelernt, als die USA im März 2003 den Krieg gegen den Irak begannen. Sie hatten damals in Teltow Aktionen gegen die Invasion organisiert. Mehrere Wochen protestierte eine kleine Gruppe mit Mahnwachen. Das Thema Frieden habe Romberg immer bewegt, berichtete Greiner. Bis ins hohe Alter habe er Zeitung gelesen. Als das nicht mehr ging und er im evangelischen Pflegeheim Bethesda lebte, habe er sich wichtige Artikel von seiner Frau vorlesen lassen. Sich zu seiner eigenen Zeit als Politiker zu äußern, dazu drängte es Romberg nicht. Er habe nie irgendwo hervorgehoben, dass er mal Minister war, sagte Greiner. "Er war ein bescheidener Mensch." Beigesetzt wird er in seiner Geburtsstadt Schwerin.

AUS DEM LEBEN VON WALTER ROMBERG- Walter Romberg wurde am 27. Dezember 1928 in Schwerin geboren.- Nach dem Abitur absolvierte er ab 1947 ein Physik- und Mathematikstudium, das er mit der Promotion beendete. Danach arbeitete er am Institut für Reine Mathematik der Akademie der Wissenschaften der DDR.- Ab 1960 war Romberg in der kirchlichen Laienarbeit aktiv und ab 1976 arbeitete er im Referat Friedensfragen der Theologischen Studienabteilung beim Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR auf den Gebieten Friedensforschung, Sicherheitspolitik und Abrüstung. Er war außerdem Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz.- Im Oktober 1989 trat Romberg in die Sozialdemokratischen Partei der DDR (SDP) ein.- Am 5. Februar 1990 wurde er Mitglied der Regierung Modrow und nach der Volkskammerwahl am 18. März Finanzminister unter Lothar de Maizière.- Im August 1990 wurde Romberg von de Maizière entlassen. Dies war Anlass für den Austritt der Ost-SPD aus der Regierungskoalition am 19. August. Quelle: Archiv, um 1990

 
 

Von Stephan Laude

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