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Trebitz: Kein Frieden am Festplatz

Ärger mit der Stadt und der Verwaltung Trebitz: Kein Frieden am Festplatz

Trebitzer klagen, dass die Stadt Einnahmen aus Grundstücks- und Waldverkäufen nicht im Ort investiert, sondern in den Etat der Stadt fließen lässt. Die Argumente der Amtsverwaltung können die Beschwerdeführer jedenfalls kaum beschwichtigen. Nun fürchten sie sogar um den Bestand ihres Festplatzes.

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Bestandsaufnahme nach der Durchforstung am Driftweg

Quelle: Andreas Koska

Brück. Die Trebitzer sind sauer und fühlen sich und ihr Dorf vernachlässigt. „Die Amtsverwaltung und die Stadtväter kümmern sich nicht um unsere Belange“, beklagt Lothar Schmidt.

Besonders ärgert ihn und seine Mitstreiter, dass, wie er sagt, Grundstücke in bester Lage verkauft werden. Von den dabei erzielten Einnahmen komme jedoch nichts im Dorf an. Nachdem der alte Kindergarten veräußert worden ist, soll nun die Fläche davor verkauft werden. „Ich habe Angst, dass der Festplatz verschwindet, dadurch Osterfeuer oder Maibaumaufstellung nicht mehr stattfinden werden“, sagt Holger Tietz.

Wie die Verwaltung bestätigt, hat die Stadt Brück den Verkauf des Areals ausgeschrieben. Allerdings nur eine Teilfläche der insgesamt rund 1600 Quadratmeter. „Die Hälfte – der im Innenbereich gelegene Anteil, bis zu 850 Quadratmeter, könnte je nach Interesse abgegeben werden. Der Rest – maximal 750 Quadratmeter – wird, wenn der Wunsch besteht, mit Auflagen verpachtet. Die Bedingung lautet, dass die Pflege gesichert wird, das Areal aber nicht der öffentlichen Nutzung entzogen werden soll“, erklärt Marion Jahn.

Auf die Barrikaden hat die Einwohner auch eine Durchforstung am so genannten Driftweg gebracht. Als eine neue Straße von der Zickenwiese in Richtung des Sportplatzes angelegt worden ist, war die Schneise nicht mehr notwendig und sie wurde bepflanzt, berichtet Bernd Haseloff. Jetzt wurden die Bäume aber gerodet. „Wir haben alles gepflegt, was unsere Eltern angelegt haben. Jetzt lässt die Stadt das Holz ernten, ohne dass die Erlöse vor Ort ankommen, moniert wieder Lothar Schmidt. Ein weiteres Problem: „Vor etwa sieben Jahren haben wir hier nachvermessen lassen und Punkte gesetzt, den Privatwald gekennzeichnet. Jetzt sind die Markierungen weg und auf fremden Terrain gefällt worden“, ist sich Bernd Haseloff sicher.

Die Amtsverwaltung bestätigt die Durchforstung. „Dabei liegt es durchaus möglich, dass der eine oder andere Grenzbaum zum Nachbargrundstück mitgerodet wurde“, teilt Marion Jahn mit und setzt hinzu, dass den Anliegern ein Naturalausgleich nach Aufzeigen der Flurstücksgrenzen angeboten wurde, was diese jedoch abgelehnt hätten. Allerdings soll bei einem Vororttermin festgestellt worden sein, dass die Waldbesitzer ihrerseits Bäume auf dem kommunalen Grundstück entfernt hätten. Trockene Bäume sind demnach auf der gesamten Fläche verschwunden und sogar Gartenabfälle seien im Wald entsorgt worden. „Da sollten die Trebitzer, zu denen lediglich eine Hand voll Waldbesitzer zählt, die wohl nicht für alle Einwohner sprechen kann, bei der ganzen Wahrheit bleiben“, erklärt Marion Jahn. Die Amtslieterin sagt zudem, dass alle Einnahmen dem städtischen Haushalt zu Gute gekommen sind.

Das reicht den Kritkern nicht. Sie wollen, dass Trebitzer Interessen mehr Beachtung finden. Gelegenheit könnte sich ihrer Meinung nach bald bieten. Ehe Laubbäume gepflanzt werden, soll noch einmal die Säge zum Einsatz kommen. „Wir wollen, dass das Holz an die Einwohner abgegeben wird oder das Geld aus dem Verkauf für Investitionen im Dorf eingesetzt wird“, fordert Holger Tietz.

Von Andreas Koska

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